Der Service ist zur Zeit leider nicht verfügbar. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 03.04.2019
  • 7 Minuten

Wie kommen Sie zu Ihrem Auto: Barkauf, Leasing oder Finanzierung?

Sie brauchen ein neues Familienauto, da sich Nachwuchs ankündigt? Oder ihr Größter wird bald 18 und wünscht sich sein erstes Auto? Vielleicht brauchen Sie auch eine komfortable Limousine für längere berufliche Touren? Die Gründe für ein Auto sind vielfältig. Und auch die Arten, an eines zu kommen, unterscheiden sich. Leasing, Finanzierung oder Barkauf? Vier Testimonials berichten.

Frau kann sich nicht für Barkauf, Leasing oder Finanzierung entscheiden

Barkauf.

Unser Testimonial für den Barkauf soll in diesem Text Marion Huber heißen. Das ist zwar nicht ihr wahrer Name – dafür ist die dahinterstehende Geschichte umso wahrer. Deswegen möchten wir Sie Ihnen, trotz Marions Wunsch nach Anonymität, nicht vorenthalten:

„Ich habe mir vor etwa zwei Jahren einen Wagen für rund 10.000 Euro gekauft und ihn bar bezahlt. Und mit bar meine ich: direkt auf die Hand. Fühlt sich komisch an, mit so viel Geld in der Tasche zum Autohändler zu fahren. Außerdem muss man auch erstmal an so viel Bargeld kommen. Das kann man ja nicht auf einmal von der Bank abheben.

Der Wagen war ein Vorführwagen und dementsprechend gebraucht, aber immer noch recht neu. Ich bin grundsätzlich jemand, der ungerne Schulden macht. Und gleichzeitig bin ich auch niemand, der unbedingt einen Neuwagen braucht. Beim Autokauf denke ich außerdem, ich möchte nicht indirekt durch die Zinsen mehr für einen Wagen ausgeben, als er tatsächlich kostet. Zudem habe ich den Vorteil, dass ich selber darüber entscheiden kann, was ich mit dem Auto machen will und wie lange ich es nutze – und ich habe keine Kilometerbegrenzung und muss keine Schlussrate zahlen.

Natürlich konnte ich meine Autos noch nicht immer cash bezahlen. Mein erstes Auto hat 1.000 Euro gekostet. Das ging noch. Für das nächste habe ich mir dann zinsfrei Geld bei meiner Großmutter geliehen.

Auf mein jetziges Auto habe ich nicht gezielt gespart. Ich bin so erzogen worden, dass ich immer etwas Geld zurücklege falls mal die Waschmaschine oder der Kühlschrank oder beides gleichzeitig kaputt geht.

Es war also ein Teil meines ohnehin ersparten Geldes, den ich in das Auto gesteckt habe. Ich bin da sehr diszipliniert, was das Sparen angeht. Ich lege monatlich 400 Euro per Dauerauftrag zurück.

Ich hatte noch nie ein so teures Auto, dass es sich gelohnt hätte über Leasing oder Finanzierung nachzudenken. Dementsprechend hat sich das für mich bisher nicht als sinnvoll dargestellt. Sollte das aber nochmal anders sein, dann könnte ich mir am ehesten eine Finanzierung vorstellen.

Meinen Notgroschen würde ich allerdings für solche große Anschaffungen nie komplett aufbrauchen. Denn es ergibt ja keinen Sinn, für eine Sache auf geliehenes Geld zu verzichten, nur um am Ende eine andere überraschend notwendige Anschaffung– wie zum Beispiel in ein kaputtes Haushaltsgerät – finanzieren zu müssen.

Das könnte ein Nachteil am Barkauf sein: dass man, wenn man nicht ohnehin schon spart, erstmal eine Zeit abwarten muss, bis man genügend Geld zusammen hat. Das ist vor allem dann ungünstig, wenn das alte Auto kaputt ist.

Für mich ist der Barkauf eher eine grundsätzliche als eine spontane Entscheidung gewesen. Sowas erfordert Weitsicht.

Grundsätzlich ist der Barkauf vermutlich eher etwas für Leute, die sich ein günstiges Auto kaufen möchten. Wenn jemand Bedarf an einem neuen und großen Auto oder einfach Bock darauf hat, eignen sich eher Finanzierung oder Leasing“

Leasing.

Für das Thema Leasing haben wir gleich zwei Fallbeispiele vorbereitet. Diese unterscheiden sich in zwei wesentlichen Punkten: Jonathan Warnecke ist Leasing-Neuling und Yannick Ellerbeck ein Leasing-Profi.

Fangen wir mit dem Leasing-Neuling an: Jonathan Warnecke hat sich für die „All Inclusive“-Variante des Leasings mit einer besonders kurzen Laufzeit von nur 12 Monaten entschieden und ist damit sehr zufrieden:

„Es fielen neben den monatlichen Raten nur ein paar Gebühren an. So hatte ich kaum Kosten. Das Auto ist über den Leasinggeber angemeldet und auch die Versicherung läuft über ihn. Das ist besonders praktisch, da es natürlich günstiger ist, als wenn ich den Wagen über mich selbst hätte versichern müssen.

Ich habe das Auto sozusagen fix und fertig - angemeldet und versichert – vor die Haustür gestellt bekommen und muss nur jeden Monat meinen fixen Betrag an den Leasinggeber bezahlen, ohne dass ich mich kümmern muss. Und das war auch genau mein Wunsch:

Ich bin Ende 2018 mit dem Studium fertig geworden. Bis dahin hatte ich in der Stadt gewohnt und brauchte deswegen und dank Semesterticket kein Auto. Nun habe ich einen Job in einer anderen Stadt angenommen und wohne relativ weit außerhalb.

Alles, was über den täglichen Bedarf hinaus geht, ist nur mit dem Auto zu erreichen. Zudem gehe ich oft auf LAN-Partys und muss dafür viel Equipment mitschleppen. Daher brauchte ich zum ersten Mal dringend ein Auto.

Leasing hat mich aus verschiedenen Gründen immer abgeschreckt. Ich habe mich vor allem gefragt: Was ist, wenn mal ein Kratzer drin ist? Ich bin jetzt nicht der perfekte Autofahrer und Parken ist nicht so meins (lacht). Außerdem wollte ich mich nicht gleich für drei Jahre an ein Auto binden. Daher habe ich mir erstmal einen Wagen gekauft. Das war Anfang Oktober 2018. Der Wagen war etwa 15 Jahre alt und hat gute 2000 Euro gekostet. Leider hatte ich mit dem Wagen kein Glück: Die Motorkontrollleuchte hat ständig geleuchtet und ich war zwei oder drei Mal damit beim Händler, aber der konnte den Fehler am Ende nicht beheben.

Aber ich hatte Glück im Unglück: Mein Händler hat das Fahrzeug Anfang Januar dann aus Kulanz zurückgenommen. Also stand ich wieder vor der Frage: ‚Was mache ich jetzt?‘ Klar war, dass ich nun gerne einen Neuwagen haben wollte. Doch durch meinen Umzug kurz vorher war nicht genug Geld für eine größere Anschaffung da.

Ein Kumpel von mir sagte dann: ‚Leas´ dir doch ein Auto!‘ und dann habe ich angefangen, in die Richtung zu gucken und bin ziemlich schnell auf diese „All in“-Leasings gestoßen.

Das war super für mich: Ich wollte mich noch nicht für Jahre festlegen, sondern ich wollte jetzt einfach schnell ein Auto haben, das zuverlässig fährt und mich nicht allzu viel Geld kostet. Jetzt ist das Auto seit einer Woche da. Der Prozess an sich war relativ angenehm und jetzt habe ich das Auto für 12 Monate. In der Zeit werde ich mir in Ruhe überlegen, wie ich danach weitermachen will. Will ich mir dann wieder ein Auto kaufen? Oder einfach weiter irgendetwas leasen? Mal schauen.“

Yannick Ellerbeck hat im Gegensatz zu Jonathan viel Erfahrung mit dem Leasing und setzt außerdem auf hochwertige Wagen. Yannick heißt eigentlich nicht Yannick und möchte genau wie Marion anonym bleiben. Warum Yannick? Der Name hat uns einfach nur gut gefallen – genau wie seine Geschichte:

„Ich muss beruflich sehr viel Auto fahren und mag es, regelmäßig ein neues und auch hochwertiges Auto zu fahren. Die Autos, die ich fahre, bewegen sich alle im Bereich von 80.000 bis 90.000 Euro. Leasing ermöglicht es mir, so einen Wagen ohne Anzahlung und zu einer fixen Rate zu fahren. Ich muss mich um fast nichts kümmern – vor allem nicht um den potenziellen Verkauf des Autos.

Seit Jahren läuft es für mich so: Ich fahre ein Auto drei Jahre lang, gebe es danach ganz einfach wieder ab und hole ein neues. Theoretisch ist es natürlich bei manchen Leasingverträgen mittlerweile auch möglich, den Wagen zu übernehmen, aber das hat mich bisher nicht interessiert. Würde ich ein Auto länger fahren wollen, wäre vielleicht eine klassische Finanzierung geeigneter. Aber so bin ich sehr zufrieden mit der Leasingvariante.

Ein potenzieller Nachteil des Leasings ist natürlich die Schadensbewertung am Ende der Laufzeit, aber ich persönlich bin da noch nie auf die Nase gefallen. Es war auch immer ein unabhängiger Gutachter dabei. Da waren zum Beispiel mal minimale Kratzer in einem meiner geleasten Wagen, aber die haben nicht die im Schadenkatalog vermerkte maximale Tiefe überschritten. Daher musste ich in dem Fall nicht für den Schaden aufkommen.

Außerdem kann man das Auto beim Leasing nicht einfach so frühzeitig zurückgeben. Das hängt aber ganz vom Angebot ab. Da würde ich immer vergleichen und dann am Ende ganz subjektiv entscheiden, was für mich der bessere Deal ist. Oft haben die Anbieter ja auch Aktionen für bestimmte Automodelle. Immer die Augen offenhalten und im Zweifelsfall beim Anbieter nachfragen.“

Finanzierung.

Zum Thema Fahrzeugfinanzierung finden Sie genauere Informationen in unserem Ratgeber. Hier wollen wir uns gezielt ein Fallbeispiel anschauen: Peter Schreiber hat in seinem Leben schon sehr viele Autos gehabt. Die hat er zum Teil bar gekauft, zum Teil geleast und auch mal finanziert:

„Meine Frau und ich haben vor einiger Zeit einen Wagen finanziert. Es war damals ein günstiges Angebot von einer Autobank. Barkauf kam nicht infrage, denn wir brauchten unsere finanziellen Rücklagen damals für andere Sachen. Und das Leasing war für uns nicht interessant, da wir den Wagen unser Eigen nennen wollten. Also entschieden wir uns für eine Finanzierung.

Die hat damals wie heute den entscheidenden Vorteil, dass man sich ein neues Auto kaufen kann, auch wenn man nicht ad hoc genügend Rücklagen in der Hinterhand hat. Man hat also die Möglichkeit, einen Neuwagen besitzen zu können, ohne lange dafür sparen zu müssen.

Wir haben uns auch bewusst für einen Neuwagen entschieden, da wir viel Wert auf eine möglichst lange Garantiezeit legen und die Werkstattpakete voll mitnehmen wollten. Bei einem jungen Gebrauchten hätte zum Beispiel schonmal ein Jahr Garantie gefehlt. Und uns war es wichtig, dass wir erstmal so lange wie möglich nicht für mögliche Reparaturen aufkommen müssen.

Uns war bewusst, dass wir, wenn wir den Wagen zum Beispiel vor Ablauf der Finanzierung geschrottet hätten, von der Versicherung nicht das zurückbekommen hätten, was wir noch an Restschuld gehabt hätten. Aber die Wahrscheinlichkeit ist ja gering und es gibt ja auch diverse Zusatzpakete der Versicherer, die vor genau solchen Fällen schützen sollen.

Natürlich hat man bei einer Fahrzeugfinanzierung – genau wie beim Fahrzeugleasing – immer das Risiko, dass man aufgrund unvorhergesehener Ereignisse die Raten nicht mehr bezahlen kann. Das muss man im Vorfeld gut durchkalkulieren.

Bei einer Fahrzeugfinanzierung gibt es natürlich verschiedene Modelle und man muss sich gut überlegen, welches sich am besten für einen selbst eignet. Bei einer Ballonfinanzierung hat man beispielsweise kleine monatliche Raten und zahlt dann den größeren Rest am Ende.

Kurz vor Ende der Vertragslaufzeit bekommt man dann ein Schreiben, in dem sinngemäß steht: ‚Dieser Restbetrag ist noch fällig, wollen Sie den Wagen übernehmen? Dann überweisen Sie den Betrag XY.‘ Dann bezahlt man den Rest und alles ist erledigt.

Um die Schlussrate zu bezahlen, gibt es auch wieder mehrere Möglichkeiten: Man kann sie direkt begleichen, wenn man zum Beispiel darauf gespart hat. Man kann sie weiterfinanzieren – Bonität vorausgesetzt. Oder man verkauft den Wagen und löst die Summe mit den Einnahmen zumindest teilweise ab. Oft gibt es auch die Möglichkeit, den Wagen an den Händler zurückzugeben und beispielsweise die Restschuld in eine neue Finanzierung fließen zu lassen. Das muss jeder für sich selbst entscheiden.“

Fazit.

An das Familienauto, die Knutschkugel oder Limousine können Sie also auf ganz unterschiedliche Arten und Weisen kommen. Für was Sie sich am Ende entscheiden, hat ganz viel mit Ihren Bedürfnissen und Wünschen zu tun. Wir hoffen, unsere drei Fallbeispiele konnten Ihnen bei der Entscheidungsfindung helfen. Und dann wünschen wir viel Spaß mit Ihrem neuen Flitzer!

Auch interessant:

Frau umarmt Leasingauto

Auto & Mobilität

Wann und warum lohnt sich Leasing?

Keine Lust auf Autokauf oder einfach den Wunsch, ein Fahrzeug mal auszuprobieren? Dann könnte Leasing genau das Richtige für Sie sein. Finden Sie heraus, wann Fahrzeugleasing sinnvoll ist!

  • 03.04.2019
  • 3 Minuten
Kalender und Uhr neben Auto zeigen Leasingrückgabe an.

Ratgeber

Leasingrückgabe: Von Kosten und Rückzahlungen.

Kennen Sie die Geschichten um die Leasingrückgabe? Nein? Dann zücken Sie die Lesebrille und erfahren Sie, welche Nach- und Rückzahlungen Sie beim Leasing erwarten können.

  • 03.04.2019
  • 4 Minuten
Familienauto leasen oder finanzieren?

Fahrzeugleasing und -finanzierung bei VW FS

Sie sind auf der Suche nach einer Möglichkeit, Ihr Traumauto zu finanzieren? Dann schauen Sie sich doch mal unsere Leasing- und Finanzierungsprodukte an.