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Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 07.02.2019
  • 4 Minuten

Gebrauchtwagenkauf: Das Schnäppchen beim Nachbarn oder die Sicherheit beim Händler?

Beim Gebrauchtwagenkauf ist es nicht leicht, sich zu entscheiden: beim Händler kaufen oder das Auto bei Privatverkäufern abholen? Wir fassen die wichtigsten Unterschiede der beiden Optionen für Sie zusammen.

Auto privat oder beim Händler kaufen? Frau wägt ab

In den Zeiten von Smartphone und Internet scheint es so einfach, einen guten Gebrauchtwagen zu finden: So können Sie schon an Ihrem Küchentisch die besten Angebote in Ihrer Nähe finden. Aber ist das Ganze vielleicht zu einfach, um wahr zu sein? Und ist es besser, das Auto bei einer Privatperson abzuholen oder beim Autohändler vorbei zu schauen? Wir zeigen Ihnen die Hauptunterschiede zwischen dem privaten Verkauf und dem Kauf beim Händler und erklären, worauf Sie besonders achten sollten.   

Privatperson oder offizieller Händler: Vor- und Nachteile.

Jeder entscheidet sich für eine andere Variante des Gebrauchtwagenkaufs. Andreas Brandt* hat seinen Wagen von einer Privatperson gekauft. Der 45-Jährige arbeitet auf dem Bau und brauchte dafür ein günstiges Zweitauto, das ihm unebene Straßen und etwas Schutt und Matsch verzeiht. Seine Frau sollte das Familienauto außerdem unabhängig von ihm nutzen können.

Im Internet fand Brandt einen jungen Studenten, der seinen fünfjährigen Wagen verkaufte, den er sich nicht mehr leisten konnte und ließ sich vor allem von dem guten Preis überzeugen.

*Name redaktionell geändert

Günstiger Preis oder mehr Sicherheiten?

Wenn Sie ein Auto von einem Händler kaufen, können Sie sich bei einem Schaden auf Ihre Gewährleistungsrechte berufen. Mängel, die beim Kauf schon bestanden haben, werden Ihnen ersetzt. Unter welchen Bedingungen und in welcher Ausprägung das geschieht, ist in Deutschland seit 2002 im Sachmangelrecht geregelt.

Aber Achtung: Privatverkäufer können diese Sachmängelregelung auch ausschließen. Wenn dann nach dem Verkauf etwas mit dem Wagen ist, müssen Sie als Käufer beweisen, dass der Verkäufer das wissentlich verschwiegen hat. Das dürfte schwierig werden …

Bei einem Kauf von Privatpersonen haben Sie also nicht unbedingt dieselben Sicherheiten, die Sie bei einem Händler hätten. Allerdings ist dafür ein Auto bei einem Händler auch teurer: Laut dem ADAC lagen die Gebrauchtwagenpreise bei Privatpersonen Ende 2018 etwa 8 Prozent unter dem Händlerpreis.

Andreas Brandt war mit seinem Privatkauf sehr zufrieden. Im Vorfeld war er allerdings ein wenig skeptisch, ob er da wirklich die richtige Entscheidung trifft: „Ich gebe zu, ich wusste zunächst nicht, was mich erwartet. Aber es war alles am Ende sehr einfach und hat gut geklappt. Das Auto ist super für seinen Preis“. Um ganz sicher zu sein, dass er auch bekommt, was er bezahlt, hat der Familienvater allerdings auch ein paar Vorkehrungen getroffen: So nahm er beispielsweise einen Kollegen vom Bau mit zum Autokauf. „Vier Augen sehen mehr als zwei“, so Brandt. „Zusammen sind wir sicher gegangen, dass der Verkäufer keinen verdächtigen Eindruck macht und der Wagen zumindest auf den ersten Blick in Ordnung aussieht.“ Inzwischen fährt er das Auto schon seit zwei Jahren, ohne größere Probleme: „Ich bin zufrieden mit meinem Wagen. Für den Preis hat es sich definitiv gelohnt.“

Weil Privatverkäufer in einem geringeren Umfang für mögliche Schäden haften müssen, könnten sie dazu tendieren, in Bezug auf den Zustand des Autos ein bisschen zu schummeln.

Es ist wichtig, ganz genau hinzuschauen, um nicht in eine Falle zu tappen. Zum Beispiel sollte der Verkäufer auf Sie einen seriösen Eindruck machen und Sie nicht unter Zeitdruck setzen. Auch Inspektions-Scheckhefte und TÜV-Protokolle sind ein hilfreicher Einblick in den Zustand des Wagens.

Checkliste: So erkennen Sie vertrauenswürdige Autohändler

Vertrauen in den Händler.

Es liegt im Interesse des Händlers, den Käufer über den Zustand des Wagens aufzuklären, da ein Händler Schäden, die schon beim Verkauf bestanden haben, kostenlos beheben oder dafür aufkommen muss. Laut § 477 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) muss der Händler in den ersten sechs Monaten bei einem Schaden nachweisen, dass dieser nicht schon zum Zeitpunkt des Kaufs vorlag. So sind Sie in den ersten sechs Monaten nach dem Kauf eines Gebrauchtwagens also erst einmal sicher vor bösen Überraschungen.

Denn nicht jeder kennt sich in Sachen Autos gut aus. Gebrauchtwagenkäufer Jens Sommer* zum Beispiel fühlte sich eher unsicher. „Ich wusste überhaupt nicht, worauf ich beim Gebrauchtwagenkauf achten muss. Ich bin jemand, der in jede Falle tappen würde.“

Bei seiner Suche nach dem passenden Gebrauchtwagen hat er sich deshalb ausschließlich bei größeren Händlern umgeschaut. „So wusste ich, was ich bekomme und bin auch nach dem Kauf noch abgesichert.“

*Name redaktionell geändert

Garantieverträge und Seriosität.

Zusätzlich zu der Gebrauchtwagenhaftung bieten Händler auch oft noch weitere Garantien an, die dann das abdecken, was die gesetzliche Haftung nicht beinhaltet. Garantien sind rechtlich nicht vorgeschrieben, sondern werden vom Händler selbst angeboten. Sie können auch Verschleiß einschließen, oder Mängel, die erst nach dem Kauf auftreten. Achten Sie aber darauf, dass die Garantieverträge bei verschiedenen Händlern sehr unterschiedlich ausfallen können. Manche Händler sind großzügiger und schließen mehr Schäden ein als andere. Laut ADAC sehen Garantien oft einen Selbstbeteiligungsanteil vor oder enthalten nur bestimmte Fahrzeugteile. Deshalb sollten Sie den Garantievertrag gut kennen, bevor Sie den Kaufvertrag unterschreiben.

Natürlich ist trotzdem nicht nur bei Privatverkäufern Vorsicht geboten. Eine Garantie für ein lupenreines Geschäft gibt es natürlich nie. Um also auch bei Händlern sicher zu sein, dass Sie ein seriöses Angebot bekommen, sollten Sie zum Beispiel auf bestimmte Formulierungen in den Anzeigen achten. Adjektive wie „neuwertig“ sind oft nur leere Versprechungen, die bei genauerer Betrachtung gar nichts aussagen. Zusätzlich können Sie auch darauf achten, ob das Auto werkstattgeprüft worden ist und immer ein ausführliches Mängelprotokoll verlangen. Auch das Siegel des Zentralverbandes des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK) ist ein gutes Zeichen für einen seriösen Händler. Übrigens: Der ZDK beteiligte sich Ende 2018 an der Mobility Trader GmbH, die die Gebrauchtwagenplattform heycar betreibt. Was es mit dieser Plattform auf sich hat, lesen Sie hier.

Fazit.

Ob Sie sich für den Kauf beim Händler oder einer Privatperson entscheiden, muss gut überlegt sein. Wichtig ist, dass Sie wissen, worauf Sie achten müssen. Nehmen Sie sich genügend Zeit, schauen Sie sich verschiedene Angebote an und sprechen Sie mit Freunden oder Ihrer Familie. Das hilft Ihnen dabei, Ihre eigenen Bedürfnisse klarer zu definieren und am Ende die für Sie richtige Entscheidung zu treffen.

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