Das Geschäftskunden-Magazin der Volkswagen Leasing.
  • 21.04.2022
  • 5 Minuten

Hybrid oder Elektro – welcher Antrieb für die E-Flotte?

Schon heute sind die Betriebskosten vieler Elektroautos und Hybride geringer als die von herkömmlichen Verbrennern – das stellte der ADAC im Kostenvergleich fest. Es ist also nicht verwunderlich, dass sich immer mehr Unternehmen dazu entscheiden, ihre Flotte auf umweltschonende Elektromobilität umzurüsten.

Doch wann lohnt sich die Umrüstung auf reine Elektroautos und wann eigenen sich (Plug-in-)Hybriden besser für den Fuhrpark? Mehr zur Wahl des richtigen Antriebs für Ihre Firmenflotte erfahren Sie im Folgenden.

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Die Unterschiede zwischen Elektroauto, Hybrid- und Plug-in-Hybrid.

Um die Eignung beider Antriebsarten für den Fuhrpark besser vergleichen zu können, muss zunächst ein Grundverständnis von beiden Fahrzeugarten vorhanden sein. Daher haben wir Ihnen im Folgenden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Hybrid- und Elektroauto noch einmal zusammengefasst.

Grundlegend besitzen beide Fahrzeugarten einen Elektromotor als Antrieb – in Hybridautos ist zudem ein Verbrennungsmotor verbaut. Während E-Autos ausschließlich mittels elektrischer Ladung fahren, unterstützt der Elektromotor des Hybridautos den Verbrennungsmotor.

Hybridfahrzeuge selbst werden noch einmal in Mild-, Voll- und Plug-in-Hybrid unterteilt. Bei Mild-Hybriden besitzt der Elektromotor ausschließlich eine Hilfsfunktion – zum Beispiel beim Anfahren. Die Kapazität des Akkus ist zu gering, um Strecken ausschließlich per Elektromotor zu bestreiten. Vollhybriden hingegen können kurze Strecken von wenigen Kilometern rein elektrisch zurücklegen. Die Akkus der Mild- und Vollhybriden werden mithilfe der Bremsenergie geladen – dieser Prozess nennt sich Rekuperation.

Die weiteste elektrische Reichweite der Hybridfahrzeuge besitzen die Plug-in-Modelle. Das liegt vor allem an dem größeren verbauten Akku und der Möglichkeit, den Akku an Ladestationen aufzuladen. Die Plug-in-Hybriden schaffen dadurch eine rein elektrische Reichweite von 40 bis 80 Kilometern – abhängig von Hersteller und Modell.

Im folgenden Vergleich beziehen wir uns auf Elektroautos und Plug-in-Hybride statt auf Voll- oder Mildhybride und versuchen, Ihnen die Antriebswahl für Ihren Fuhrpark somit zu erleichtern.


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Wann eignet sich ein Plug-in-Hybrid als Firmenwagen?

Ein Plug-in-Hybrid kombiniert Elektromobilität mit klassischem Verbrennungsmotor. Durch die Unterstützung des E-Motors kann der Spritverbrauch im Straßenverkehr reduziert werden.

Rein elektrisch schaffen die Plug-in-Modelle bis zu 80 Kilometer. Ist der Akku des Plug-in-Hybrids leer, fährt dieser dank des Verbrennungsmotors einfach weiter. So entstehen kombinierte Reichweiten von mehreren hundert Kilometern je nach Modell und Hersteller. Das ist besonders in ländlichen Gegenden, in denen die Ladeinfrastruktur derzeit noch nicht flächendeckend ausgebaut ist, ein Vorteil. Auch für längere, vorab schwer planbare Dienstreisen eignen sich Plug-in-Hybride daher besonders gut.

Ist es absehbar, dass der Firmenwagen auch für Fahrten ins Ausland genutzt werden soll, bietet ein Plug-in-Hybrid mehr Flexibilität als ein reines Elektroauto, da sowohl Ladestationen als auch Tankstellen angefahren werden können. Das ist vor allem vor dem Hintergrund sinnvoll, dass bisher kein flächendeckendes Ladenetz in Europa verfügbar ist, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) in einer Auswertung der Ladeinfrastruktur 2021 herausfand.

Um für potenziell anstehende Dienstreisen ein Gefühl für die unterschiedliche Abdeckung innerhalb Europas zu bekommen, hier einmal ein kleiner Einblick in die Auswertung: Im Ranking von 30 Ländern liegt Deutschland auf Platz 12 im Mittelfeld – auf eine Ladestation kommen hier 1.014 Autos. Im Vergleich dazu steht die Niederlande an Platz 1 mit 109 Pkw pro Ladestation. Schlusslicht ist Griechenland, wo sich rechnerisch mehr als 17.000 Autos eine Ladestation teilen.


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Zurück zu den Plug-in-Hybriden. Auch finanziell können die teils elektrisch betriebenen Fahrzeuge Vorteile mit sich bringen. So werden sie beispielsweise vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) im Rahmen des Umweltbonus bezuschusst. Je nach Nettolistenpreis beträgt die Förderung bis zu 4.500 Euro. Darüber hinaus wird die private Nutzung von Plug-in-Hybriden als Firmenwagen lediglich mit 0,5 % besteuert – das ist vor allem für Ihre Mitarbeiter von Vorteil.

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Wann eignet sich ein Elektroauto für den Fuhrpark?

Bei Elektrofahrzeugen wird vollständig auf einen Verbrennungsmotor verzichtet. Ein Fuhrpark aus Elektrofahrzeugen hat daher vor allem positive Auswirkungen auf den lokalen Emissionsausstoß. Möchten Sie Ihr Unternehmen in eine umweltschonendere Richtung lenken, sind E-Autos ideal als Firmenwagen geeignet.

Elektroautos besitzen eine Reichweite von durchschnittlich 400 Kilometern. Wie weit das Fahrzeug letztlich mit einer Akkuladung fährt, hängt von zahlreichen Faktoren ab. Heizung, Klimaanlage oder schnellere Geschwindigkeit mindern die Reichweite. Auch ein falscher Ladezyklus oder Kälte können der Batterie zu schaffen machen.

Elektroautos eignen sich ideal für kürzere Strecken oder lange Dienstfahrten, bei denen die Strecke vorab gut kalkuliert werden kann. So können notwendige Ladestopps auf der Route im Voraus geplant werden.

Der Bruttolistenpreis von Elektroautos ist in der Regel etwas höher – gleiches gilt jedoch auch für den Umweltbonus, den das BAFA nach der Zulassung auszahlt. Dieser beträgt bis zu 6.000 Euro. Noch dazu sind Elektroautos in den ersten Jahren nach Zulassung von der Kfz-Steuer befreit. Dies gilt bei einer Zulassung bis Ende 2025. Die maximale Befreiungsdauer liegt bei zehn Jahren, endet aber laut derzeitigem Gesetzesbeschluss spätestens Ende 2030. Anschließend sind 50 % der Kfz-Steuer zu zahlen.

Auch Ihren Mitarbeitern kommt ein Umstieg auf einen E-Firmenwagen zugute, sofern dieser auch privat genutzt wird. Den aus der Privatnutzung entstehenden geldwerten Vorteil müssen Arbeitnehmer bei E-Autos lediglich 0,25 % des Bruttolistenpreises versteuern. Dies gilt für alle Elektroautos mit einem Bruttolistenpreis bis 60.000 Euro. Teurere E-Fahrzeuge werden – genau wie die Plug-in-Hybriden – mit 0,5 % besteuert. Zum Vergleich: Bei Verbrennern muss der geldwerte Vorteil mit 1 % versteuert werden.

Fazit: Hybridfahrzeug oder Elektroauto?

Letztlich hängt die Wahl zwischen Hybridauto und E-Auto von mehreren Faktoren ab, die Sie individuell für Ihr Unternehmen bewerten müssen. Die wichtigsten Aspekte, die jeweils für einen Plug-in-Hybriden oder für ein Elektroauto sprechen, haben wir Ihnen im Folgenden noch einmal abschließend zusammengefasst.

 Ein Plug-in-Hybrid ist geeignet:

✓ bei mäßiger Abdeckung von Ladestationen – zum Beispiel in ländlichen Regionen.

✓ für lange Dienstreisen, deren genaue Strecke vorab nur schwer planbar ist.

✓ für Dienstreisen in Länder, in denen die Ladeinfrastruktur noch nicht ausreichend ausgebaut ist.

✓ beim Wunsch nach flexibler, spritsparender Mobilität.

Ein Elektroauto ist geeignet:

✓ bei guter Ladestruktur in unmittelbarer Umgebung oder eigener Ladestation auf dem Firmengelände.

✓ für innerstädtische Fahrten, kurze Dienstreisen oder gut planbare lange Dienstreisen.

✓ beim Wunsch nach lokal emissionsfreiem Fahren.

Planen Sie eine Fuhrparkumstrukturierung, können Sie Ihren Fahrzeugpool natürlich auch sowohl mit Plug-in-Hybriden als auch Elektroautos ausstatten. Auf diese Weise profitieren Sie von den Vorzügen beider Antriebsarten und Ihre Mitarbeiter können – je nach Streckenbegebenheiten und Situation – den passenden Wagen auswählen.

Für den Fall, dass Sie bei der Planung und Umsetzung fachliche Unterstützung benötigen, bieten wir Ihnen eine Reihe an Beratungs- und Serviceangeboten. Schildern Sie uns einfach Ihr Anliegen und wir finden gemeinsam mit Ihnen eine adäquate Lösung.

Weitere Informationen und Angebote:

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