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Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 14.02.2019
  • 3 Minuten

Genau mein Typ! Das Verhältnis zwischen Typklasse und Kfz-Versicherung.

Erinnern Sie sich noch an Ihre erste Familienkutsche? Haben Sie damals Ihren treuen Gebrauchten, der Sie durch die ersten Berufsjahre gebracht hat, schweren Herzens gegen einen schicken Kombi getauscht? Und überrascht festgestellt, dass die Haftpflichtversicherungsprämie plötzlich niedriger war? Erfahren Sie wie und warum Kfz-Versicherungskosten mit dem Fahrzeugtyp zusammenhängen.

Frau hat Kfz-Versicherung abgeschlossen und freut sich

Ein Job für die Statistiker: Welche Modelle sind schadenanfällig?

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ordnet jedes Automodell einer Typklasse zu. Diese ist für den Versicherer ein Hinweis auf das Versicherungsrisiko eines bestimmten Automodells. Welche Summe an Schäden wird er statistisch gesehen für dieses Auto regulieren müssen? Deshalb ist die Typklasse ein Tarifmerkmal für den Versicherer und beeinflusst in der Regel die zu zahlende Versicherungsprämie. Doch wie wird die Typklasse bestimmt?

Der GDV betrachtet die Gesamtsumme an Fahrzeugschäden und Reparaturkosten der einzelnen Automodelle in den vergangenen drei Jahren. Wurden eher weniger Schäden gemeldet und vom Versicherer reguliert, erhält das Modell eine niedrigere Typklasse. Dann sind oft auch die Versicherungskosten geringer. Bei vielen Schäden und entsprechend höheren Kosten, stuft der Verband das Modell in eine höhere Typklasse ein und die Versicherungskosten steigen tendenziell.

Jedes Jahr wird die Typklassenzuordnung durch den GDV aktualisiert und zum 1. Oktober veröffentlicht. Meist passen die Versicherer bestehende Verträge dann zum 1. Januar des Folgejahres an. Bekommen Sie also gegen Ende des Jahres Post von Ihrem Versicherer, hat sich vielleicht die Typklasse Ihres Autos zum Positiven verändert und Sie können sich über niedrigere Versicherungskosten freuen.

Anderer Schaden = andere Versicherung = andere Typklasse.

Weil Typklassen aufgrund von Schäden berechnet werden und verschiedene Kfz-Versicherungen verschiedene Schadenarten abdecken, gibt es je nach Versicherung unterschiedliche Typklassen:

  1. Kfz-Haftpflichtversicherung:
    Für die Beitragshöhe der Kfz-Haftpflichtversicherung werden 16 Typklassen von 10 bis 25 herangezogen. Bei der Einstufung betrachtet der GDV die Versicherungsleistungen für geschädigte Dritte nach Verkehrsunfällen. Wie hoch waren also die von der Versicherung übernommenen Kosten bei Schäden, die alle Besitzer Ihres Fahrzeugmodells in Deutschland an anderen Autos verursacht haben?
  2. Teilkasko-Versicherung:
    Die Teilkasko-Versicherung umfasst 24 Typklassen von 10 bis 33. Für die Einstufung betrachten die Statistiker des GDV Schäden, auf die der Fahrzeugbesitzer keinen Einfluss hat. Zu diesen Teilkaskoschäden gehören Autodiebstahl, Glasschäden, Wildunfälle und Schäden durch Naturereignisse. Die Frage ist hier: Wie hoch waren die Versicherungsleistungen für Teilkaskoschäden bei allen Teilkaskoversicherungsnehmern Ihres Fahrzeugmodells?
  3. Vollkasko-Versicherung:
    Bei der Vollkasko-Versicherung kann Ihr Auto in 25 Typklassen von 10 bis 34 eingestuft werden. Neben den Haftpflicht- und Teilkaskoschäden werden hierbei auch selbstverschuldete Schäden am eigenen Fahrzeug in die Einstufung einbezogen. Wie hoch waren die von der Versicherung übernommen Kosten für Teilkaskoschäden und selbstverschuldete Schäden am eigenen Auto aller Besitzer Ihres Fahrzeugmodells?

Wenn Sie wissen möchten, in welche Typklasse Ihr Auto fällt, können Sie die Typklassenabfrage des Verbraucherportals des GDV nutzen. Mithilfe Ihrer Fahrzeugdaten finden Sie ganz einfach die Klasse Ihres Fahrzeugs für Haftpflicht-, Teilkasko- und Vollkaskoversicherung heraus.

Kfz-Versicherung: Einstufung des Automodells

Einmal niedrige Typklasse, immer niedrige Typklasse?

Probieren Sie die GDV-Typklassenabfrage mit Ihrem Automodell für verschiedene Versicherungsarten aus, stellen Sie vielleicht fest, dass Ihr Fahrzeug unterschiedlich hoch eingestuft wird. Wie das kommt? Das erklären wir am besten an einem Beispiel:

Schließen Sie für einen neuwertigen Oberklassewagen eine Teilkasko-Versicherung ab, zahlen Sie wahrscheinlich höhere Versicherungskosten. Das liegt daran, dass solche Autos häufiger geklaut werden als beispielsweise gebrauchte Kleinwagen und deshalb bei der Teilkasko-Versicherung in einer höheren Typklasse landen. Dafür können Sie auf eine niedrigere Prämie für Kfz-Haftpflichtversicherung und Vollkasko-Versicherung hoffen. Denn diese Automodelle sind tendenziell seltener in Unfälle verwickelt.

Das gleiche Prinzip gilt für den Tausch Ihres treuen, gebrauchten Jugendfahrzeugs gegen den schicken Kombi: Typische Fahranfängermodelle werden bei der Kfz-Haftpflichtversicherung in der Regel in höhere Typklassen eingeordnet als familientaugliche Neuwagen.

Übrigens: In der niedrigsten Typklasse der Kfz-Haftpflicht- und Vollkasko-Versicherung finden Sie in der Praxis nur noch Oldtimer, weil diese nur selten und besonders vorsichtig gefahren werden.

Beziehungsstatus: solide.

Egal, ob Sie das neue Familienauto, das erste eigene Auto für Ihren Nachwuchs, oder doch den Oldtimer versichern: Die Typklasse hat in der Regel Auswirkung auf die Kfz-Versicherungskosten. Aber natürlich spielen bei der endgültigen Versicherungsprämie auch andere Faktoren wie zum Beispiel die Regional- und Schadenfreiheitsklasse eine Rolle.  Wie sich das genau bei Ihrem Auto verhält, fragen Sie am besten Ihren Versicherungsberater. Dann klappt´s auch mit der Typklasse.

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