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Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 30.09.2021
  • 4 Minuten

Leasing-Rückgabe: Diese Kosten und Rückzahlungen können auf Sie zukommen.

Wer ein Fahrzeug least, der muss sich früher oder später auch mit der Leasing-Rückgabe beschäftigen. In welchen Fällen dabei zusätzliche Kosten entstehen und wann Sie eine Rückzahlung erhalten können, hängt von der Leasingart ab. Es stehen Ihnen zwei Leasing-Modelle zur Auswahl: das Restwert- und das Kilometerleasing. Wir erklären Ihnen alles Wichtige über beide Arten und die Fahrzeugrückgabe am Ende des Leasingvertrags.  

Kalender und Wecker

Das Restwertleasing und die Leasing-Rückgabe.

Beim Restwertleasing vereinbaren Sie bei Vertragsunterzeichnung mit dem Leasinggeber einen geschätzten Restwert, den das Fahrzeug bei der Rückgabe noch wert sein soll. Dieser wird natürlich nicht willkürlich festgelegt, sondern basiert auf Faktoren wie Kaufpreis, Laufzeit des Leasingvertrages und Fahrzeugmarke oder -modell. An diesem Restwert orientiert sich auch die monatliche Leasingrate: Je höher der angesetzte Restwert, desto niedriger kann diese ausfallen und umgekehrt. Denken Sie also am besten schon bei der Vertragsunterzeichnung an die Rückgabe und setzen Sie den Restwert nicht zu hoch an. Das ist im ersten Moment zwar verlockend, kann aber bei der Rückgabe ein Fallstrick sein. Und zwar dann, wenn der tatsächliche Restwert Ihres Leasingfahrzeugs niedriger als der im Vertrag angesetzte ist. In diesem Fall müssen Sie nämlich die Differenz nachzahlen.

Sollte der Leasingwagen bei Rückgabe mehr Wert sein, als zu Vertragsbeginn angenommen, erhalten Sie als Leasingnehmer abhängig von der vertraglichen Vereinbarung einen finanziellen Ausgleich. Sollte der Wagen hingegen weniger wert sein, als zu Beginn angenommen, müssen Sie für die Differenz aufkommen. Für faire Bedingungen zwischen Ihnen und dem Leasinggeber lassen Sie den Restwert im besten Fall von einem oder mehreren Sachverständigen bei der Rückgabe bestimmen.

Ist Ihnen ein Restwertleasing zu risikoreich, sollten Sie einen Blick aufs Kilometerleasing werfen – statt des Fahrzeugwertes entscheiden hier die zurückgelegten Kilometer über eine mögliche Nach- oder Rückzahlung.


Wertverlust entgegenwirken mit regelmäßigen Inspektionen.

Regelmäßige Wartungs- und Inspektionsarbeiten in vom Hersteller anerkannten Werkstätten halten Ihr Fahrzeug im bestmöglichen Zustand. Mit dem Service Wartung & Inspektion von VW FS zahlen Sie dafür einen monatlichen Beitrag – und machen die Kosten so kalkulierbar.

Zu Wartung & Inspektion

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Das Kilometerleasing und die Leasingrückgabe.

Beim Kilometerleasing müssen Sie sich über ein Restwertrisiko keine Gedanken machen. Abrechnungsgrundlage bei der Rückgabe ist die Kilometerleistung des Fahrzeugs. Sie legen zu Vertragsbeginn mit Ihrem Leasinggeber fest, wie viele Kilometer Sie innerhalb der Vertragslaufzeit mit Ihrem Leasingwagen maximal fahren wollen. Für jeden gefahrenen Kilometer über diese vereinbarte Fahrleistung hinaus, zahlen Sie je nach Vertrag einen festgelegten Centbetrag nach. Unterschreiten Sie die Kilometer, bekommen Sie für jeden Minderkilometer Geld zurück. Sowohl nach oben als auch nach unten gibt es dabei eine Toleranzgrenze.

Mit Blick auf mögliche Minderkilometer eine besonders hohe Kilometerleistung innerhalb des Leasingvertrages festzulegen, lohnt sich allerdings in der Regel eher nicht. Denn der Minderkilometersatz ist für gewöhnlich niedriger als der für Mehrkilometer und eine hohe vereinbarte Fahrleistung lässt die monatliche Leasingrate steigen. Am besten schätzen Sie Ihre Fahrleistung so realistisch wie möglich ein.

Sollten Sie sich dabei mal verschätzt haben oder ändern sich – zum Beispiel aufgrund eines Arbeitgeber- oder Wohnortwechsels – Ihre Fahrgewohnheiten, können Sie in der Regel auch während der Vertragslaufzeit eine Anpassung der Fahrleistung bei Ihrem Leasinggeber beantragen. 


Auto-Leasing über VW FS.

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Die Fahrzeugrückgabe im Detail.

Endet Ihr Leasingvertrag, steht die Fahrzeugrückgabe an, bei der das Auto mit Blick auf seinen Gesamtzustand begutachtet wird. Ist das Fahrzeug in einem guten, altersgemäßen Zustand, wird es in der Regel ohne Beanstandungen zurückgenommen. Weist das Auto größere Schäden auf, müssen Sie eine entsprechende Nachzahlung leisten. In bestimmten Situationen können Sie sogar Geld zurückbekommen. Aber lassen Sie uns den Ablauf der Leasingrückgabe mal etwas genauer betrachten:

1.      Fahrzeugbegutachtung.
Ihr Autohändler vereinbart in der Regel kurz vor Ende der Vertragslaufzeit einen Termin mit Ihnen zur Fahrzeugprüfung. Dabei begutachten Sie gemeinsam mit dem Händler das Fahrzeug und halten den Zustand in einem Rückgabeprotokoll fest.

Häufig wird die Begutachtung auch durch einen unabhängigen Sachverständigen durchgeführt. Bringen Sie zu diesem Termin alle Fahrzeugdokumente sowie Nachweise über Inspektionen und Untersuchungen mit, die Sie während der Nutzungszeit durchführen lassen haben. Dazu gehören das (digitale) Inspektionsheft, die Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) und Belege von der Hauptuntersuchung.

2.      Zustandsermittlung.
Ihr Leasingfahrzeug hat leichte Gebrauchsspuren? Keine Sorge. Ein über mehrere Jahre genutztes Auto weist eben kleinere Schäden auf. Gebrauchsspuren, die den optischen Gesamteindruck des Fahrzeuges nicht negativ beeinflussen, werden in der Regel durch den Leasinggeber akzeptiert. So werden zum Beispiel leichte, polierbare Kratzer an der Lackoberfläche, ein Steinschlag ohne Rissbildung oder auch ein leichter Abrieb an Stoßleisten für gewöhnlich nicht beanstandet. Größere Schäden, die der Gutachter oder der Leasinggeber nicht als alltägliche Gebrauchsspuren einstuft, müssen Sie hingegen bezahlen. Wichtig hierbei: Die Leasinggesellschaft berechnet nicht die anfallenden Reparaturkosten, sondern den Betrag, um den der Wert des Fahrzeugs durch den Schaden gemindert wird.

Grundlage für die Begutachtung sollte ein Schadenkatalog sein, in dem klare Leitlinien für den akzeptierten Rückgabezustand des Fahrzeugs definiert sind. Informieren Sie sich also bei Ihrem Leasinggeber, ob ein solcher Katalog vorhanden ist und wie Sie ihn einsehen können. Um einen Eindruck zu bekommen, wie ein solcher Schadenkatalog aussehen kann, werfen Sie für doch mal einen Blick in den interaktiven VW FS-Schadenkatalog.

3.      Rückgabeprotokoll.
Mit dem Unterzeichnen des Rückgabeprotokolls schaffen Sie eine gegenseitig akzeptierte Abrechnungsbasis. In diesem Protokoll halten Sie und der Leasinggeber den Zustand des Wagens sowie die Höhe der gegebenenfalls anfallenden Nachzahlung fest.

Im Falle des Restwertleasings wird auch der ermittelte Restwert des Autos vermerkt. Lesen Sie das Dokument genau durch und holen Sie bei Unklarheiten ruhig eine zweite Meinung ein, bevor Sie es unterschreiben.

Anders als beim Restwertleasing werden beim Kilometerleasing nach der Zustandsermittlung auch noch die vereinbarten und die tatsächlich zurückgelegten Kilometer verglichen. Haben Sie die vereinbarte Gesamtfahrleistung sowie die häufig eingeräumte Toleranzgrenze überschritten, müssen Sie pro Mehrkilometer einen zuvor festgelegten Centbetrag nachzahlen. Liegt die Anzahl Ihrer zurückgelegten Kilometer unter der vereinbarten Leistung und der Toleranzgrenze, erhalten Sie eine Rückzahlung der Minderkilometer.  

4.      Finanzielle Absicherung.
Ein kleiner Tipp: Damit Sie sich um eine potenzielle Nachzahlung keine Gedanken machen müssen, können Sie die Leasingrückgabe bei einzelnen Leasinggebern mit einer so genannten Rückgabeschadenversicherung absichern. Das hat den Vorteil, dass größere Beschädigungen im vereinbarten Rahmen vom Anbieter Ihrer Versicherung übernommen werden oder Ihnen bei den Kosten entgegengekommen wird. Wenden Sie sich bei Interesse an einer solchen Versicherung oder Schadenpauschale am besten direkt an Ihren Leasinggeber.

Und die Moral von der Geschicht: Leasingrückgabe ist kein Bösewicht. 😊

Ganz gleich welches Leasingmodell Ihnen besser gefällt, der Zustand Ihres Leasingwagens fällt bei der Leasingrückgabe ins Gewicht. Denken Sie deshalb an die regelmäßige Fahrzeugpflege, halten Sie Inspektionstermine ein, lassen Sie Verschleißteile rechtzeitig austauschen und alles entsprechend im Serviceheft dokumentieren. Sie können vor der Rückgabe auch einen Gutachter Ihrer Wahl auf das Auto schauen lassen, um selbst gut vorbereitet zu sein.

Auch wenn Sie beim Thema Rückgabe vielleicht zunächst erst mal etwas unsicher sein sollten, können wir Sie beruhigen: In den wenigsten Fällen kommt es zu Uneinigkeiten und Sie können den Wagen unbeschwert zurückgeben und – wenn Sie mögen – direkt ein neues Fahrzeug leasen.

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