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Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 03.04.2019
  • 4 Minuten

Leasingrückgabe: Diese Kosten und Rückzahlungen können auf Sie zukommen.

Wer ein Fahrzeug least, der muss sich früher oder später auch mit der Leasingrückgabe beschäftigen. In welchen Fällen dabei Kosten entstehen und wann Sie sogar eine Rückzahlung erhalten, hängt von der Leasingart ab. Wir erzählen Ihnen die ganze Geschichte über Restwert- und Kilometerleasing.

Kalender und Uhr neben Auto zeigen Leasingrückgabe an.

Es war einmal…

Nein, kleiner Scherz. Das Thema Leasing ist nämlich keine Geschichte aus vergangenen Zeiten, sondern aktueller denn je. Laut Bundesverband Deutscher Leasingunternehmen (BDL) waren 2017 39,7 % aller Neuzulassungen von Kraftfahrzeugen in Deutschland Leasingfahrzeuge. Das waren rund 5% mehr neu zugelassene Leasingfahrzeuge als im Vorjahr.

Wie genau Fahrzeugleasing funktioniert und wie es sich von einer Fahrzeugfinanzierung unterscheidet, erfahren Sie in den jeweils verlinkten Texten.

Hier in Kürze das Wesentliche: Genau wie bei einer Finanzierung zahlen Sie auch beim Leasing für eine im Vertrag definierte Laufzeit eine monatliche Rate. Allerdings erwerben Sie den Wagen in der Regel nicht, sondern nutzen ihn für einen vertraglich vereinbarten Zeitraum und geben es am Ende der Vertragslaufzeit wieder an den Händler zurück.

Wie genau diese Rückgabe funktioniert und was es dabei alles zu beachten gibt, lesen Sie hier:

Restwertleasing: Auto fährt Berg bis zur Leasingrückgabe herunter

Die Geschichte vom Restwertleasing und der Leasing-Rückgabe.

Ein Leasingnehmer schloss einst einen Leasingvertrag ab und entschied sich dabei für Restwertleasing. Nun steht er vor der Leasingrückgabe…

Beim Restwertleasing tragen Sie als Leasingnehmer das sogenannte Restwertrisiko. Sie vereinbaren also bei Vertragsunterzeichnung mit dem Leasinggeber einen Restwert, den das Fahrzeug bei der Rückgabe noch wert sein soll. Daran orientiert sich auch die monatliche Rate: Je höher der angesetzte Restwert, desto niedriger kann die monatliche Rate ausfallen und umgekehrt. Denken Sie also am besten schon bei der Vertragsunterzeichnung an die Rückgabe und setzen Sie den Restwert nicht zu hoch an. Das ist im ersten Moment zwar verlockend, kann aber eben bei der Rückgabe ein Fallstrick sein. Und zwar dann, wenn der tatsächliche Restwert Ihres Leasingfahrzeugs deutlich niedriger ist. In dem Fall müssen Sie die Differenz nämlich nachzahlen.

Sollte der Wagen mehr Wert sein, als zu Vertragsbeginn angenommen, erhält der Leasingnehmer abhängig von der vertraglichen Vereinbarung einen finanziellen Ausgleich. Sofern Sie beim Händler einen Folgevertrag abschließen möchten, können Sie sich diese Summe zum Beispiel anteilig auf den neuen Vertrag gutschreiben lassen. Sollte der Wagen hingegen weniger wert sein, als zu Beginn angenommen, kommt der Leasingnehmer für die Differenz auf. Für faire Bedingungen zwischen Leasingnehmer und Leasinggeber wird der Restwert im besten Fall von einem oder mehreren Sachverständigen bei der Rückgabe bestimmt.

Tipp: Sollten Sie auf Grund von kleineren Schäden schon mit einer Nachzahlung rechnen, haben Sie noch eine Alternative zur klassischen Leasing-Rückgabe: Sie können unter bestimmten Voraussetzungen vor Rückgabe auch einen Käufer suchen, der das Auto zum kalkulierten Restwert nach Vertragsablauf vom Leasinggeber kaufen würde. Ob das in Ihrem Fall möglich ist, besprechen Sie am besten direkt mit Ihrem Leasinggeber oder Händler.

Sie haben ein Leasing-Fahrzeug mit Kilometervertrag im Auge statt mit Restwertvertrag? Dann ist die nächste Geschichte eher etwas für Ihren Geschmack.

Tacho zeigt Zeit für die Leasingrückgabe an.

Die Geschichte vom Kilometerleasing und der Leasingrückgabe.

Ein Leasingnehmer schloss einst einen Leasingvertrag ab und entschied sich dabei für Kilometerleasing. Nun steht er vor der Leasingrückgabe…

Beim Kilometerleasing tragen Sie kein Restwertrisiko. Abrechnungsgrundlage bei der Rückgabe ist die Kilometerleistung des Fahrzeugs. Sie geben zu Vertragsbeginn also eine Kilometerzahl an, die Sie bei Rückgabe höchstens zurückgelegt haben dürfen, ohne dass Mehrkosten entstehen. Hier spielt aber niemand Prinzessin auf der Erbse – es gibt eine Toleranzgrenze. Etwa 2.500 Mehrkilometer werden in der Regel akzeptiert, ohne dass für Sie Mehrkosten entstehen. Für jeden gefahrenen Kilometer über diese vereinbarte Fahrleistung hinaus, zahlen Sie je nach Vertrag einen festgelegten Centbetrag nach.

Die gute Nachricht ist, dass Sie für nicht gefahrene Kilometer – sogenannte Minderkilometer – Geld zurückbekommen. Aber auch hier wird die beschriebene Toleranzgrenze abgezogen. Mit Blick auf mögliche Minderkilometer eine besonders hohe Kilometerleistung innerhalb des Leasingvertrages festzulegen, lohnt sich aber häufig nicht. Denn der Minderkilometersatz ist niedriger als der für Mehrkilometer und eine hohe Kilometerleistung lässt die Leasingrate steigen.

Am besten schätzen Sie Ihre Fahrleistung so realistisch wie möglich ein.

Sie können aber auch schon während der Vertragslaufzeit über Ihren Händler eine Anpassung der Fahrleistung beantragen. Das ist besonders dann praktisch, wenn Sie merken, dass Sie sich verkalkuliert haben oder sich Ihre Fahrgewohnheiten – zum Beispiel aufgrund eines Arbeitgeber- oder Wohnortwechsel – ändern.

Ein Blick auf den Tacho und dann ist die Leasingrückgabe beim Kilometerleasing abgeschlossen? Ganz so einfach ist es dann doch nicht. Der Leasinggeber möchte das Fahrzeug als Eigentümer natürlich in einem möglichst gepflegten Zustand zurückbekommen und für Mängel entschädigt werden.

Leasinggeber und -nehmer stellen bei der Rückgabe gemeinsam den Fahrzeugzustand fest und dokumentieren alles im Rückgabeprotokoll. Sind sich Leasinggeber und Leasingnehmer über den Zustand und eventuelle Nachzahlungen einig, unterschreiben beide das Rückgabeprotokoll.

Ein Tipp am Rande: Fahren Sie doch ein paar Woche vor dem Rückgabetermin schon mal zum Händler und bitten ihn um eine Einschätzung zu eventuellen Beanstandungen. Vielleicht lohnt es sich, kleinere Reparaturarbeiten vor der Rückgabe erledigen zu lassen.

Doch gelten jeder Kratzer, jede Beule und jeder Steinschlag gleich als Schaden, für den Sie zahlen müssen? Nein. Wie der Verband Deutscher Automobilhersteller (VDA) formuliert, muss das Leasingauto bei Rückgabe in „einem dem Alter und der Fahrleistung entsprechendem Erhaltungszustand“ sein. Das heißt: Für Spuren des üblichen Gebrauchs wie leichte, polierbare Kratzer an der Lackoberfläche, kleine Steinschläge an der Scheibe, die die Sicht nicht beeinflussen oder leichter Abrieb an den Stoßleisten muss der Leasingnehmer nicht aufkommen.

Für beispielsweise nicht auspolierbare Kratzer, Steinschläge mit Rissbildung oder Verformung der Stoßleisten müssen Sie hingegen aufkommen. Welche Gebrauchszustände akzeptiert und nicht-akzeptiert werden, halten viele Leasinggeber übrigens in einem Schadenkatalog fest. Unseren VW FS-Schadenkatalog finden Sie hier.

Und die Moral von der Geschicht: Leasingrückgabe ist kein Bösewicht. 😊

Ganz gleich welche unserer „Geschichten“ Ihnen besser gefällt, der Zustand Ihres Leasingwagens fällt bei der Leasingrückgabe ins Gewicht. Denken Sie deshalb an die regelmäßige Fahrzeugpflege, halten Sie Inspektionstermine ein, lassen Sie Verschleißteile rechtzeitig austauschen und alles entsprechend im Serviceheft dokumentieren. Denn auch das wird der Sachverständige bei der Fahrzeugprüfung zu Rate ziehen.

Auch können Sie vor der Rückgabe einen Gutachter Ihrer Wahl auf das Auto schauen lassen, um selbst gut vorbereitet zu sein.

Kein Märchen: Problemlose Leasingrückgabe.

Auch wenn Sie beim Thema Rückgabe vielleicht zunächst erstmal etwas unsicher sein sollten, können wir Sie beruhigen: In den wenigsten Fällen kommt es zu Uneinigkeiten. Eventuelle Nach- und Rückzahlungen werden getätigt, das Auto geht ohne Umwege zurück an den Leasinggeber und der Leasingnehmer kann ein neues Fahrzeug leasen, wenn er möchte. Und wenn sie nicht gestorben sind, leasen sie noch heute.

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