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Das Geschäftskunden-Magazin der Volkswagen Leasing.
  • 12.10.2022
  • 4 Minuten

Mit der Alpen-Methode das Zeitmanagement verbessern.

Die Alpen-Methode auf einen Blick:

  • Die Alpen-Methode ist eine strukturierte Zeitmanagement-Technik, mit der Aufgaben realistisch geplant, priorisiert und durch eine tägliche Nachkontrolle kontinuierlich optimiert werden.
  • Durch die fünf Schritte Aufgaben sammeln, Bearbeitungszeit schätzen, Puffer einplanen, Prioritäten setzen und nachkontrollieren sorgt die Alpen-Methode für einen übersichtlichen und effizienten Arbeitsalltag.
  • Besonders im Fuhrparkmanagement unterstützt die Alpen-Methode dabei, vielseitige und ungeplante Aufgaben flexibel zu steuern und die eigene Arbeitseffizienz nachhaltig zu steigern.

 

 

Mitarbeitende sitzen gemeinsam in einem Meeting und arbeiten mit Laptops an einem Tisch.

Die Alpen-Methode einfach erklärt.

Die Alpen-Methode ist eine Zeitmanagement-Technik, die Aufgaben nicht nur sammelt, sondern systematisch plant, priorisiert und überprüft. Der deutsche Autor Lothar J. Seiwert entwickelte sie mit dem Ziel, To-do-Listen sinnvoll zu ergänzen und die tägliche Zeitplanung effizienter zu machen.

Der Name ergibt sich aus den fünf Arbeitsschritten, deren Anfangsbuchstaben das Wort ALPEN bilden:

  1. A Aufgaben definieren und sammeln
  2. L Länge der Bearbeitung einschätzen
  3. P – Pufferzeit berücksichtigen
  4. E – Entscheidungen für den Tagesplan treffen
  5. N – Nachkontrolle durchführen

Die Bestandteile der Alpen-Methode im Überblick.

1. Aufgaben definieren und sammeln.

Das Zeitmanagement mit der Alpen-Methode beginnt mit dem Sammeln aller anstehenden Aufgaben. Ziel ist es, eine vollständige und realistische To-do-Liste zu erstellen.

Tipps für diesen Schritt:

-  Idealerweise sammeln Sie Aufgaben am Ende des Arbeitstages für den Folgetag

-  Offene To-dos werden so nicht vergessen – besonders vor Wochenenden

-  Alternativ ist das Sammeln auch zu Tagesbeginn möglich

-  Mithilfe der Time-Blocking-Methode lassen sich feste Planungszeiten einrichten

Der Zeitaufwand ist gering, kann aber durch die spätere Priorisierung zu einer deutlichen Effizienzsteigerung führen.

2. Länge der Bearbeitung einschätzen.

Im nächsten Schritt schätzen Sie für jede Aufgabe die voraussichtliche Bearbeitungsdauer.

Dabei gilt:

1.  Zeit nicht zu knapp, aber realistisch planen

2.  Eigene Erfahrungswerte nutzen

3.  Für jede Aufgabe ein klares Zeitlimit festlegen

Berücksichtigen Sie außerdem, ob digitale Tools oder Online-Systeme Zeit einsparen können. Anschließend erhält jede Aufgabe eine feste Timebox.

Achtung: Auch Pausenzeiten sollten Sie in Ihrer Planung nicht vergessen – schließlich sind diese laut Arbeitszeitgesetz vorgeschrieben und dienen der Regeneration der Konzentrationsfähigkeit, sodass Sie sich im Anschluss mit neuer Energie Ihren Aufgaben widmen können.


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3. Pufferzeit berücksichtigen.

Ein zentraler Bestandteil der Alpen-Methode im Zeitmanagement ist die Planung von Pufferzeiten. Denn nicht jede Aufgabe läuft wie geplant.

Bewährt hat sich die 60/40-Regel:

-  60 % der Arbeitszeit für geplante Aufgaben

40 % als Puffer

Von der Pufferzeit sollte etwa die Hälfte für spontane Aufgaben, wie unerwartete Schäden oder dringende Rückfragen, reserviert sein.

Bleibt am Tagesende Pufferzeit übrig, kann diese sinnvoll für die Vorbereitung des nächsten Tages genutzt werden.

4. Entscheidungen für den Tagesplan treffen.

Oft zeigt sich bei der Zeitplanung, dass nicht alle Aufgaben an einem Tag erledigt werden können. In diesem Fall müssen Prioritäten gesetzt werden.

Hilfreiche Methoden zur Entscheidungsfindung sind:

-   Pareto-Prinzip

-   Eisenhower-Methode

-   ABC-Analyse.

Nachdem Sie entschieden haben, welche Aufgaben erledigt werden, bearbeiten Sie diese Schritt für Schritt. Für konzentriertes Arbeiten empfiehlt sich die Pomodoro-Technik:

1.  25 Minuten Arbeiten

2.  5 Minuten Pause

3.  nach vier Einheiten eine längere Pause

5. Nachkontrolle vor dem Feierabend.

Der letzte Schritt der Alpen-Methode ist die Nachkontrolle.

Stellen Sie sich dabei folgende Fragen:

1.  Welche Aufgaben wurden erledigt?

2.  Welche Aufgaben sind offen geblieben?

3. War die Pufferzeit realistisch eingeplant?

Diese Reflexion hilft, das eigene Zeitmanagement langfristig zu verbessern. Nicht erledigte Aufgaben können direkt in den nächsten Tagesplan übernommen werden.

Effektives Fuhrparkmanagement mit der Alpen-Methode.

Gerade im Fuhrparkmanagement, das von vielseitigen und oft parallel anfallenden Aufgaben geprägt ist, bietet die Alpen-Methode im Zeitmanagement einen besonders hohen Mehrwert. Tätigkeiten wie die Organisation von UVV-Prüfungen, die Pflege von Fahrzeugstammdaten, das Management von Strafzetteln oder die Koordination von Führerscheinprüfungen lassen sich mithilfe der Alpen-Technik realistisch planen und priorisieren.

Durch das strukturierte Einschätzen der Bearbeitungsdauer profitieren Fuhrparkmanager vor allem von ihren Erfahrungswerten: Mit zunehmender Routine lässt sich immer genauer bestimmen, wie viel Zeit einzelne Aufgaben tatsächlich in Anspruch nehmen. Zusätzlich können digitale Fuhrpark- und Online-Systeme dazu beitragen, Prozesse zu beschleunigen und Zeit einzusparen – etwa durch automatisierte Prüfungen, elektronische Reportings oder zentrale Verwaltungsübersichten.


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Die Alpen-Methode im Fuhrparkmanagement hilft somit nicht nur dabei, die Arbeitseffizienz zu steigern, sondern auch unerwartete Ereignisse wie kurzfristige Schadensmeldungen oder Rückfragen flexibel in den Tagesplan zu integrieren. Durch regelmäßige Nachkontrollen können zeitintensive Aufgaben identifiziert und die eigene Zeitplanung kontinuierlich optimiert werden.

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