Frau und Mechaniker schauen sich in der Werkstatt ein Auto an

Garantieverlängerung fürs Auto.

Modelle im Überblick.

Garantieverlängerung, Gewährleistung & Co.

Ein Auto bleibt oft jahrelang im eigenen Besitz – mit steigendem Fahrzeugalter kann es mitunter zu Zwischenfällen kommen, die eine Reparatur erfordern. Wenn der Motor plötzlich zu stottern beginnt oder der Scheinwerfer erlischt, sind Sie mit einer Garantie in vielen Fällen abgesichert. Sie bleiben nicht auf den Reparaturkosten sitzen, die Schäden sind schnell behoben und die gemeinsame Reise kann weitergehen. Sollte die Garantie bereits erloschen sein, können Sie Ihren Schutz mit einer Anschlussgarantie oder einer Garantieverlängerung aufrechterhalten. Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Garantie-Modelle.

Neuwagengarantie.

Ein Neuwagen ist etwas ganz Besonderes. Fabrikneue Fahrzeuge warten in der Regel mit glattem Lack und voll funktionstüchtigen Bauteilen auf. Damit das so bleibt, sind Besitzer eines Neuwagens in den ersten zwei Jahren nach dem Kauf mit der Neuwagengarantie besonders gut geschützt. Und auch danach lässt sich mit einem passenden Vertrag noch für umfassenden Fahrzeug-Schutz sorgen. In welchen Fällen Gewährleistung, Herstellergarantie, Anschlussgarantie und Garantieverlängerung sinnvoll sind, erfahren Sie im Folgenden. 

Garantieverlängerungen & Anschlussgarantien.

Gehen Sie auf Nummer sicher und schützen Sie Ihr Auto über die reguläre Garantie des Herstellers hinaus vor unerwarteten Reparaturkosten.

Gewährleistung vom Händler.

Die Gewährleistung oder auch Sachmängelhaftung ist gesetzlich vorgeschrieben und gilt für einen Neuwagen genauso wie für einen Gebrauchtwagen. Der Unterschied: Die Laufzeit der Neuwagengarantie beträgt zwei Jahre, bei einem Gebrauchtwagen darf die Sachmängelhaftung auf ein Jahr verkürzt werden.

In der Praxis heißt das für Sie als Privatperson: Treten in den ersten ein oder zwei Jahren nach dem Kauf ohne Ihr Zutun Mängel an dem gekauften Fahrzeug auf, dürfen Sie vom Verkäufer verlangen, dass diese behoben werden oder Ersatz fordern. Verschleißteile wie Bremsscheiben und Zahnriemen sind hier aber - wenig überraschend - ausgenommen.

In den ersten 12 Monaten nach dem Kauf Ihres Autos profitieren Sie dabei auch von der sogenannten Beweislasterleichterung. Das bedeutet konkret, dass – sofern der Händler nichts Gegenteiliges beweisen kann – in dieser Zeit davon ausgegangen wird, dass ein bemerkter Mangel bereits bei der Übernahme des Fahrzeugs bestanden hat. Danach wird es dann etwas kniffliger: Um die Gewährleistung in Anspruch zu nehmen, ist es dann nämlich an Ihnen, zu beweisen, dass der Defekt schon beim Kauf bestand.

Nur eine Sachmängelhaftung ermöglicht es Ihnen, vom Kauf zurückzutreten oder den Preis zu mindern. Der ADAC empfiehlt daher, nicht einfach die Herstellergarantie in Anspruch zu nehmen, sondern sich zunächst an den Händler zu wenden.

Übrigens: Die Gewährleistung, bzw. Sachmängelhaftung, gilt auch für reduzierte Ware. Wenn Ihr neues Auto ein echtes Schnäppchen war, ändert das nichts an Ihren Ansprüchen.

Die Garantie – ein Qualitätsversprechen des Herstellers.

Herstellergarantien gehören heute im Grunde zum Standard eines jeden Herstellers. Sie sind so etwas wie der doppelte Boden der Gewährleistung geworden und sorgen für unbeschwerten Fahrspaß in den ersten Jahren. Es handelt sich allerdings um eine freiwillige Leistung der Fabrikanten – und weil sie nicht gesetzlich vorgeschrieben ist, unterscheidet sie sich von Marke zu Marke bezüglich abgedeckter Schäden und Laufzeit. Eine Übersicht hierzu findet sich beim ADAC.

Wie auch bei der Gewährleistung deckt die Neuwagengarantie keinen gewöhnlichen Verschleißteile und Abnutzungserscheinungen ab, wie sie an Luftfiltern oder Keilriemen auftreten können. Fängt der Motor aber nach wenigen tausend Kilometern bereits an zu stottern, ist das häufig ein Fall für die Garantie. Während dieser Zeit sollte der Wagen bei sachgemäßer Behandlung eigentlich geschmeidig laufen. Dass Sie sich gut um Ihren fahrbaren Untersatz gekümmert haben, können Sie dann mit dem Scheckheft belegen, welches heute oft auch „Serviceheft“ genannt wird. Haben Sie die Wartungsintervalle eingehalten, wird das defekte Teil von einem Servicepartner repariert und Sie sind im Handumdrehen wieder auf der Straße, ohne für die Reparaturkosten oder die Kosten des Ersatzteils aufkommen zu müssen.

Wurde der Wagen nicht bei den vorgeschriebenen Kilometerständen gewartet, wird es komplizierter. Dann muss darüber entschieden werden, ob ein ausgelassener Termin für den Defekt des Teiles ausschlaggebend war – im Zweifelsfall rechtlich. Mit einem scheckheftgepflegten Auto sind Sie über derartige Zweifel erhaben. Dem Wagen in seinem jungen Leben die entsprechende Aufmerksamkeit zu schenken, zahlt sich also aus.

Die Anschlussgarantie.

Möchten Sie Ihren Neuwagen über die Neuwagengarantie hinaus langfristig absichern, könnte eine Anschlussgarantie das Richtige sein, die in der Regel vom Hersteller direkt angeboten wird. Dabei handelt es sich im Grunde um die Verlängerung der Herstellergarantie, die häufig einen ähnlich umfangreichen Schutz bietet. Da der Vertrag für die Anschlussgarantie meist nur direkt bei der Konfiguration Ihres Neuwagens mit abgeschlossen werden kann, ist es sinnvoll, sich im Vorhinein darüber zu informieren. Beim Abschluss können Sie dann oftmals wählen, ob Sie das Auto für weitere ein, zwei oder sogar drei Jahre absichern möchten.

Auch wenn Anschlussgarantien viele Fahrzeugteile abdecken, lohnt es sich, die Bedingungen noch einmal genau zu studieren, um für den Ernstfall gewappnet zu sein. Sinnvoll ist beispielsweise zu kontrollieren, ob die wertvolle Xenon-Lichtanlage oder die Batterie eines Hybrid- oder Elektroautos abgedeckt sind. Bei solchen Bauteilen lohnt sich eine Anschlussgarantie häufig schon bei einem einmaligen Schadensfall. Noch ein Plus: Viele der Garantien lassen sich übertragen. Sollten Sie Ihr Fahrzeug also doch einmal in gute Hände weitergeben wollen, profitiert auch der Käufer noch davon – und Sie vom gesteigerten Wert des Autos.

Die Garantieverlängerung.

Wer beim Autokauf noch nicht ganz sicher war, wie lange der neue Pkw im eigenen Besitz verbleiben soll, schließt vielleicht nicht gleich eine verlängerte Garantie ab. Stellen Sie im Nachhinein fest, genau das richtige Fahrzeug gefunden zu haben, haben Sie glücklicherweise nicht gleich das Nachsehen. Denn: Für solche Fälle gibt es die Garantieverlängerung. Auch wenn das Auto vielleicht schon ein gewisses Fahrzeugalter erreicht und einige Kilometer zurückgelegt hat, lässt sich die Garantie mit der Garantieverlängerung oftmals um ein bis drei Jahre verlängern. Allerdings ist der Abschluss der Garantieverlängerung teilweise nur bis zu einer bestimmten Laufleistung möglich, auch das Eintrittsalter des Wagens ist teilweise begrenzt. Wie die Werte für Laufleistung und Fahrzeugalter genau ausfallen, variiert je nach Anbieter und Vertrag. Hier macht es Sinn, sich über die Garantieverlängerung zu informieren, bevor der Wagen in die Jahre gekommen ist – der 24. Monat und der 100.000. Kilometer stellen einen guten Richtwert dar.

Gebrauchtwagen-Garantie.

Einige Autos begleiten Fahrer eine ganze Weile und wachsen während dieser gemeinsamen Zeit ans Herz. Wir gewöhnen uns an ihr Fahrverhalten, können die Mittelkonsole blind bedienen und wissen genau, in welche Parklücke wir gerade noch hineinpassen. Ein vertrauter Wagen hat seine Vorteile und nicht selten einen emotionalen Wert. Damit die gemeinsame Reise unbeschwert weitergehen kann, bringt eine Gebrauchtwagengarantie finanzielle Sicherheit.

Eine solche Garantie deckt in der Regel die im Garantiefall entstehenden Kosten zumindest in Teilen ab. Je nach Tarif sollten Sie sich aber auf eine Selbstbeteiligung einstellen. Im Gegenzug darf die Laufleistung bei Vertragsabschluss aber auch höher als bei anderen Garantieformen und der Wagen etwas älter sein.

Auch im Falle von Gebrauchtwagen-Garantien gilt: unbedingt einen Blick in die Bedingungen werfen. Hier sollten Sie darauf achten, dass anfällige oder teure Fahrzeugteile Ihres Wagens abgedeckt sind. Die optimale Garantie befreit Sie im Ernstfall von der unliebsamen Frage, ob sich die Reparatur des Autos überhaupt noch lohnt.

Garantien für Oldtimer.

Wer einen Oldtimer sein Eigen nennt, freut sich zu hören, dass inzwischen sogar für die fahrenden Kulturgüter Garantien angeboten werden. Die gibt es nicht nur für die verhältnismäßig neuen Youngtimer, zu denen Fahrzeuge ab einem Alter von „nur“ 15 Jahren zählen, sondern auch für echte H-Kennzeichen mit einem Alter von mindestens 30 Jahren. In diesem Fall prüft ein Sachverständiger, dass sich das Fahrzeug in einem technisch einwandfreien Zustand befindet. 

Garantie und Garantieverlängerung – für langfristigen Schutz.

Ob Sie sich gerade erst auf die Suche nach einem neuen Fahrzeug begeben oder schon stolzer Besitzer eines Autos sind: Mit einer Garantie und einer Garantieverlängerung machen Sie sich das Leben in vielen Fällen leichter. Die gibt es inzwischen für alle Phasen im Leben eines Automobils. So bleiben Ihnen Ihr Lieblingswagen und ein sorgenfreier Fahrspaß lange erhalten.

Garantieverlängerungen & Anschlussgarantien.

Gehen Sie auf Nummer sicher und schützen Sie Ihr Auto über die reguläre Garantie des Herstellers hinaus vor unerwarteten Reparaturkosten.

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Wenn Sie einen Gebrauchtwagen kaufen, sichert die Sachmängelhaftung Sie gegen bestimmte Risiken ab. Was die Sachmängelhaftung beinhaltet, wann sie gilt und mehr erfahren Sie hier.

Die Garantieprodukte.

Gehen Sie auf Nummer sicher: Zum Beispiel mit der Garantieverlängerung für Neuwagen und junge Gebrauchtwagen. Schützen Sie Ihr Auto über die reguläre Garantie des Herstellers hinaus vor unerwarteten Reparaturkosten.

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