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Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 31.08.2021
  • 8 Minuten

Ein Auto privat (ver)kaufen – Schritt für Schritt zum idealen Deal.

In Deutschland wechseln jährlich Millionen von Autos ihren Besitzer – und das oftmals auf privatem Wege: Fast 7 Millionen Autos sind 2020 nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes auf diese Weise dauerhaft umgezogen. Es ist also einiges los auf dem Gebrauchtwagenmarkt und sowohl Käufer als auch Verkäufer sollten ein paar Dinge auf dem Zettel haben. Wir erklären in fünf Schritten, was es zu beachten gilt, und machen Sie fit für den privaten Gebrauchtwagenhandel. Schlendern wir also gemeinsam einmal entlang der verschiedenen Stationen.

Schritt für Schritt zum Gebrauchtwagenkauf

Zeit getrennte Straßen zu fahren?

Gründe für einen Fahrzeugwechsel gibt es viele: Zuwachs in der Familie, der Wunsch nach einem sparsameren Modell oder einfach die Lust auf Veränderung. In vielen Fällen geht der Kauf eines neuen Fahrzeuges mit der Veräußerung des alten einher. Spielen Sie derzeit mit dem Gedanken, Ihren Gebrauchten zu verkaufen, behalten Sie den Wertverfall im Hinterkopf – denn Gebrauchtwagen haben gerade in ihrer „Kindheit“ einen recht hohen Wertverlust. Laut ADAC verliert ein Auto circa 25 % des Listenpreises im ersten Jahr, etwa 50 % nach drei Jahren und anschließend rund 5 % pro Jahr.

Wer sich von seinem Neuwagen während der ersten Wert-Talfahrt trennt, gibt also viel Auto für verhältnismäßig wenig Geld her. Als potenzieller Käufer heißt das für Sie natürlich im Umkehrschluss: Jahreswagen und junge Gebrauchte bieten viel Neuwagen-Luxus ohne das entsprechende Preisschild. Hier warten manchmal echte Preis-Leistungs-Kracher und Sie brauchen keine steilen Wertverlust-Kurven zu umfahren.


Auto privat (ver)kaufen und finanzieren – mit Vender

Wenn Sie Ihren Gebrauchtwagen privat mit Vender kaufen oder verkaufen, können Sie alle Schritte von der Vertragserstellung bis hin zur Bezahlung innerhalb der Web App abwickeln. Digital, sicher und einfach.

Mehr zu Vender

Schritt 1: Das passende Inserat finden oder schreiben.

Angebote über Angebote: Insbesondere Online-Plattformen bieten uns die Möglichkeit, etliche Inserate zu durchstöbern und genau das passende Fahrzeug zu finden. Wer mag, kann natürlich ganz klassisch die Annoncen der lokalen Presse durchstöbern und dabei vielleicht das ein oder andere Schnäppchen entdecken. Ein wesentlicher Anteil des Gebrauchtwagenhandels spielt sich heutzutage allerdings digital ab. Damit Sie auch wirklich das passende Vehikel entdecken, den Überblick behalten und die Suche effizient angehen, bestimmen Sie idealerweise bereits im Vorhinein einige Eckdaten – das ist übrigens für Sie als Verkäufer auch interessant.

  1. Ausstattung.
    Ganz vorne mit dabei: das passende Modell. Doch neben dem ersten Wow-Effekt beziehen Sie idealerweise noch ein paar weitere Faktoren mit in Ihre Entscheidung ein. Unter anderem, über welche Ausstattung das Fahrzeug verfügen soll, was natürlich maßgeblich vom Einsatzzweck des Wagens abhängt. Schließlich punktet ein funktionales Familienauto mit anderen Features als ein schicker Oldtimer und Sie sparen wertvolle Zeit, wenn Sie nicht massenhaft unpassender Inserate durchforsten müssen.
     
    Einen guten ersten Überblick über Modelle und deren Ausstattungsmerkmale liefern zum Beispiel die verschiedenen ADAC Gebrauchtwageninformationen, die es zu einer Vielzahl unterschiedlicher Fahrzeuge gibt. Darin finden Sie beispielsweise: Motorisierungsvarianten, besondere Ausstattungsmerkmale und gängige Mängel.
     
    Übrigens: Sonderausstattungen wie etwa eine elektrische Heckklappe, ein Panoramadach oder ein Sportfahrwerk spielen sicher nicht für jeden dieselbe Rolle. Für manchen stellen Sie aber ein wichtiges Kriterium dar. Gerade im Meer der Online-Inserate kann es zudem hilfreich sein, die Suche nicht allein über Marke, Modell, Alter, Kilometerstand, und Ort einzugrenzen, sondern ein paar Angaben mehr zu machen. Sind Sie beispielsweise überzeugter Besitzer einer Dachbox, beschränken Sie ihre Autosuche ruhig einmal auf Angebote mit Dachreling. Da ersparen Sie sich mit Sicherheit den ein oder anderen Klick.
     
    Steht bei Ihnen der Autoverkauf an, versetzen Sie sich in die Situation des Käufers und liefern Sie sinnvolle Zusatzinfos. Wenn Sie präzise und detailliert inserieren, finden umso mehr Interessenten ein überzeugendes Kaufargument in Ihrer Annonce.
     
  2. Antriebsart.
    Ebenfalls ein wesentlicher Aspekt bei der Entscheidung für den nächsten Wagen: die Antriebsart. Längst stehen nicht mehr nur Diesel und Benziner zur Auswahl – auch Elektro- und Hybridantriebe finden sich in großer Zahl und haben angesichts eines steigenden Umweltbewusstseins an Aufmerksamkeit gewonnen. Zurecht, wie der aktuelle ADAC Ecotest zeigt: 9 der 10 Autos in den Top Ten der Umwelthelden sind elektrisch betrieben, lediglich ein Autogas-Kandidat konnte sich dort ebenfalls ansiedeln. Vielleicht liebäugeln Sie ja auch schon seit längerem mit den Vorzügen der Elektromobilität und möchten die Gelegenheit für den Umstieg nutzen? Gute Idee, denn teilweise sind selbst gebrauchte E-Autos förderfähig.
     
    Alles was Sie dazu wissen müssen und wann sich gebrauchte Elektro- oder Hybridwagen rechnen, haben wir Ihnen hier zusammengestellt.
  3. Unterhaltskosten.
    Kommen wir zum nächsten Faktor, zugegeben etwas unliebsam, aber halb so schlimm, wenn Sie im Vorhinein schon einmal hinschauen: die Unterhaltskosten. Sie setzen sich maßgeblich aus drei Posten zusammen: Versicherungen, Kfz-Steuern und Betriebskosten.
     
    Gerade bei den Betriebskosten und verschiedenen Versicherungen gibt es jede Menge Variablen, die Einfluss auf die Gesamtsumme haben. Wie die verschiedenen Kostenpunkte im Detail aussehen? Das haben wir zusammengefasst und zeigen, wie Sie die Unterhaltskosten für Ihr Auto kalkulieren und möglichst geringhalten können.

Schritt 2: Losstöbern.

Was gibt es da groß zu sagen: Los geht’s! Ob Sie nun die regionalen Kleinanzeigen sondieren oder das Internet durchkämmen, Sie gestalten Ihre Schnäppchenjagd so, wie es Ihnen passt. Die größte Auswahl an Fahrzeugen findet sich mittlerweile online auf speziellen Gebrauchtwagen-Portalen. Deshalb haben Sie dort auch die besten Chancen, den für Sie passenden Wagen zu finden.

Doch was ist überhaupt passend? Nun ja, das bestimmen Sie: Überlegen Sie sich, was Ihnen persönlich bei Ihrem neuen Auto wichtig wäre. Ihr Auto, Ihre Prioritäten – schließlich ist auch der Gebrauchtwagenkauf oftmals nicht ganz billig und Sie möchten lange Spaß an Ihrem Wagen haben.

Finden Sie dann ein Auto, das exakt Ihren Vorstellungen entspricht, jedoch etwas außerhalb Ihres Budgets liegt, kann es durchaus Sinn ergeben, den Wagen zu finanzieren.

Was Sie sonst noch beim Gebrauchtwagenkauf beachten sollten, erfahren Sie hier.

Schritt 3: Besichtigen und Probe fahren.

Haben Sie ein interessantes Angebot entdeckt, nehmen Sie sich auf jeden Fall Zeit für eine ausführliche Besichtigung und natürlich auch für eine Probefahrt. Wenn möglich nehmen Sie eine Begleitperson mit, die Ihnen bei schwierigen Kaufentscheidungen beratend zur Seite steht. Da die Sachmängelhaftung beim privaten Autoverkauf meist ausgeschlossen wird, sind Sie als Käufer bei der Beurteilung des Zustands deutlich mehr gefordert und sollten etwaige Mängel vor der Übernahme des Wagens erkennen.

Hier macht es Sinn, sich mit Checklisten zu behelfen, gerade wenn man mit der Materie „Gebrauchtwagenkauf“ noch nicht allzu vertraut ist.

  • Der ACE Auto Club Europa e. V. bietet dafür eine übersichtliche Checkliste, die Sie durch die verschiedenen Bereiche des Fahrzeugs sowie die Einträge der Fahrzeugpapiere lotst – ein guter Ausgangspunkt.
  • Auch der ADAC hat wertvolle Tipps auf Lager und stellt in seiner Checkliste viele zwischenmenschliche Aspekte dar, auf die Sie vor und während der Besichtigung achten sollten. Ist ein Verkäufer beispielsweise nicht bereit, Zusicherungen schriftlich zu bestätigen, ist etwas gesunde Skepsis angesagt.

Übrigens: Mit Ausdrücken wie „Nehme ich“ oder „Dann sind wir uns ja einig“ willigen Sie potenziell bereits in einen Kaufvertrag ein und sind zum Kauf des Gebrauchtwagens verpflichtet. Dafür braucht es nämlich nicht unbedingt einen schriftlichen Vertrag mit Unterschrift und Co. Formulieren Sie aufmerksam und Sie sind auf der sicheren Seite – wir gehen später noch einmal darauf ein.

Vermeiden Sie es als Käufer zu guter Letzt, in die Falle „versunkener Kosten“ zu tappen. Will heißen: Auch wenn Sie vielleicht einen weiten Weg zurückgelegt haben oder die Besichtigung besonders zeitintensiv war, kaufen Sie den Wagen nur, wenn er Ihnen tatsächlich zusagt! Allzu häufig haben wir das Gefühl, dass wir schon reichlich Zeit in die Anfahrt, Besichtigung oder Probefahrt gesteckt haben, sich der Trip am Ende aber „gelohnt“ haben muss – und setzen uns wegen des betriebenen Aufwands unnötig unter Druck. Kaufen Sie nur, wenn der Wagen Ihren Ansprüchen wirklich entspricht.

Finden Sie sich selbst in der Verkäuferrolle wieder, machen Sie sich doch am besten auch schon einmal mit den jeweiligen Listen vertraut. So sind Sie auf etwaige Nachfragen eingestellt, können sicher auftreten und wissen, welche Aussagen irritierend wirken können. Bevor eine Probefahrt unternommen wird, sollte zudem der Versicherungsschutz geklärt und eine schriftliche Vereinbarung unterzeichnet werden. Insbesondere als Verkäufer sollte Sie dem Interessenten in Erinnerung rufen, dass er für verursachte Schaden haftet.

Autokauf Checkliste

Schritt 4: Schriftlichen Kaufvertrag abschließen.

Einen Vertrag schriftlich abschließen, das klingt irgendwie doppelt gemoppelt, oder? Stimmt, klingt zwar so, ist es aber nicht. Kaufverträge können nämlich auch mündlich, per Handschlag oder auch stillschweigend geschlossen werden. Im Kern bedeutet es vor allem: Ein Kauf braucht kein offizielles Schriftstück, um Gültigkeit zu erlangen – besser ist es aber allemal. Denn nur wenn präzise erfasst wird, worauf sich Käufer und Verkäufer gerade einigen, lässt sich später nachvollziehen, ob auch wirklich alles seine Richtigkeit hatte. Die Musterverträge von Automobilclubs wie dem Automobil-Club Verkehr (ACV) und dem ADAC helfen Ihnen dabei. Folgende Angaben gehören unter anderem in einen Kaufvertrag zwischen Privatpersonen:

  • Hersteller, Modell und Fahrzeugidentifikationsnummer
  • Zustand des Fahrzeugs, z. B. Gesamtfahrleistung und Schäden
  • Sonderausstattungen und „Scheckheftpflege“
  • Ob die Sachmängelhaftung ausgeschlossen ist
  • Erhalt von Papieren und Kaufpreis

Wenn Ihnen das gerade alles etwas zu flott geht oder gar oberflächlich erscheint, schauen Sie doch einmal in unseren detaillierten Ratgeber rund um den Kaufvertrag beim privaten Gebrauchtwagenkauf. Da erklären wir dann auch noch einmal ganz genau, was es mit der Sachmängelhaftung auf sich hat, warum Sie diese gerade als Verkäufer im Blick haben sollten und wie Sie Interessenten Ihr Angebot auf seriöse Weise schmackhaft machen. Spoiler: Eine professionelle Fahrzeugbewertung kann Wunder wirken!

Schritt 5: Ummeldung und Papiere.

Mit dem Verkauf eines Fahrzeugs gehen auch sämtliche Papiere an den neuen Eigentümer über. Dazu zählen insbesondere:

Darüber hinaus sollte bei zugelassenen Fahrzeugen – und damit in den meisten Fällen – der letzte Bericht der Hauptuntersuchung vorliegen. Der Halter ist nämlich dazu verpflichtet diesen bis zur nächsten HU aufzubewahren. Darin finden sich dann auch die festgestellten Mängel und Sie sollten die benannten Teile als Käufer noch einmal gründlich unter die Lupe nehmen. Dass Sie die Mängel als Verkäufer natürlich beheben lassen sollten, versteht sich von selbst, oder?

An dieser Stelle noch einmal ein Tipp: Ein baldiger HU-Termin macht keinen guten Eindruck und weckt oftmals Misstrauen, weshalb Sie überlegen sollten die Untersuchung bei geplantem Verkauf vorzuziehen. Die Interessenten werden es Ihnen danken.

Und dann wäre da noch die Sache mit der Ummeldung – wer kümmert sich da eigentlich drum? Fest steht zunächst einmal, dass es erledigt werden muss, denn die zuständigen Behörden und Versicherer bekommen vom privaten Autohandel ja vorerst nichts mit. Bis zur Ummeldung haftet daher weiterhin der letzte Halter und zahlt auch die Kfz-Steuer sowie Versicherungsbeiträge. Im Kaufvertrag wird aus diesem Grund meist festgehalten, dass sich der Käufer verpflichtet, das Fahrzeug schnellstmöglich umzumelden. Wer als Verkäufer auf Nummer sicher gehen will, fährt gemeinsam mit dem neuen Besitzer zum zuständigen Amt oder meldet das Auto im Vorhinein ab. Aber aufgepasst: Ein abgemeldetes Auto darf nicht im öffentlichen Raum stehen und braucht für potenzielle Probefahrten ein Kurzzeitkennzeichen.

Zieleinlauf.

Kurze Zusammenfassung zum Schluss, damit Ihnen alles sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergeht: Nehmen Sie sich beim Gebrauchtwagenkauf von privat im Vorfeld genügend Zeit und halten Sie die wichtigsten Fakten zum Fahrzeug schriftlich fest. Sie wissen schließlich am besten, was Sie suchen oder anbieten. Achten Sie darauf, nicht voreilig zu entscheiden, und lernen Sie auch Ihren potenziellen Vertragspartner ausreichend kennen. Bereiten Sie sich auf die Besichtigung sowie Probefahrt vor. Halten Sie alle relevanten Details in einem schriftlichen Kaufvertrag fest und denken Sie daran, die Ummeldung des Wagens zu klären.

Ich weiß ja nicht, was Ihr Schrittzähler sagt, aber aus unserer Sicht war das jetzt schon ganz viel Bewegung für heute. Ob Sie nun direkt weiter zur Tat schreiten oder lieber einen Moment die Füße hochlegen, das überlassen wir gern Ihnen.

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