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Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 05.09.2019
  • 4 Minuten

Wendige Elektromobilität: Unter Strom auf zwei Rädern.

Umweltbewusstsein hat viele Gesichter: Veganismus, Verpackungs- und Flugvermeidung sowie Elektromobilität in allen Formen und Farben. So kam es gerade kürzlich zu einem kleinen Boom von Elektro-Zweirädern. Man denke zum Beispiel an die Flut von E-Scootern in den Großstädten. Neben diesen zumeist leihbaren zweirädrigen Gefährten gibt es eine bunte Palette an weiteren strombetriebenen Zweirädern: Elektro-Fahrräder, -Roller, -Mofas und -Lastenräder. Egal, ob zwei oder drei Räder: Die kleinen, schmalen Elektrofahrzeuge sind auf dem Vormarsch und ermöglichen die wendige Fortbewegung und entspanntes Parken vor allem in Großstädten. Ein Selbsterfahrungsbericht:

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Schmalspurmobilität: 2019 ist das Jahr der E-Zweiräder.

Ich weiß ja nicht, in welcher Stadt Sie leben – aber die Stadt, in der ich lebe, ist ein einziger Slalom-Abenteuer-Parkour für Autofahrer. Ich mag das irgendwie – verstehen Sie mich nicht falsch. Aber allzu oft ist es auch sehr unangenehm. Wenn man eh schon spät dran ist zum Beispiel. Oder an heißen Tagen. Oder, wenn man ängstliche Beifahrer hat. Und vor allem immer dann, wenn man parken will.

Mit einem Zweirad unterwegs zu sein, würde einem also eine Menge Ärger ersparen. Da kommt die Elektrokleinstfahrzeuge Verordnung (eKFV), die seit 15. Juni 2019 zum Beispiel E-Scooter unter bestimmten Bedingungen im Straßenverkehr zulässt, gerade recht. Okay, die Regeln sind noch nicht allen Nutzern hundertprozentig geläufig – auf Berliner Gehwegen rasen derzeit beispielsweise diverse Leute euphorisch im Slalom durch Touristenmassen, obwohl sie doch eigentlich genauso wie die Radfahrer auf der Straße oder den Radwegen fahren müssten. Und dennoch muss man festhalten: Praktisch sind sie, die E-Scooter. Schließlich ersparen sie dem Fahrer neben diversen Kosten für Benzin und Co. vor allem Stauodysseen.

Aber in der Stadt sind die Wege teilweise auch recht lang und wenn man einen weiten Arbeitsweg hat oder oft den Aufenthaltsort wechseln muss, kann Radfahren schnell ermüdend sein. Da erscheint die kleine Hilfe eines Elektromotors sehr verlockend. Nur was ist, wenn ich überdies viel transportieren muss – seien es nun Prospekte, große Gegenstände oder auch Kinder? So ein Fahrradkorb hat schließlich auch seine Grenzen. An dieser Stelle ist ein Elektro-Lastenrad die praktischste Lösung:

Es gibt verschiedene Hersteller, die ein solches Rad produzieren und damit in elektrobetriebene Mikromobilität investieren. Auch Volkswagen erkundet den Markt der elektrobetriebenen Zweiräder und hat mittlerweile 8 Prototypen des konzerneigenen Cargo e-Bikes produziert. Ende August 2019 wurde mit 40 Bikes die Testphase eingeläutet und schon Ende 2019 soll die Markteinführung starten. Aber wie fährt sich so ein Elektro-Lastenrad überhaupt? Ich habe das Cargo e-Bike von Volkswagen mal getestet.

In die Kurve gelegt: Das Cargo e-Bike Probe gefahren.

Ich sitze auf einem Dreirad. Das letzte Mal saß ich vor über 30 Jahren auf einem solchen Gefährt. Aber das hier ist definitiv ein ganz anderer Schnack: Die „Stützräder“ stabilisieren nicht einen kleinen Fahrrad-Newbie, sondern die potenzielle Ladung, die ich vorne auf dem Cargo-Bike transportieren könnte. Zugegeben, ein angenehmer Nebeneffekt ist das schon, mal wieder abstiegsfrei Rad fahren zu können. Dem ein oder anderen älteren oder körperlich gehandicapten Menschen wird das sicherlich zusätzlich zur Elektro- und Lastenfunktion des Fahrrads zugutekommen.

Ich düse los und will als Speedjunkie gleich mal testen, was das Rad so auf den Tacho bringt. Ich gebe alles und trete mit voller Kraft in die Pedale, aber über die gesetzlich vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h komme ich beim besten Willen nicht … Gut, man gebe mir einen Abhang und Rückenwind, dann klappt es vielleicht. Scherz beiseite: Schneller darf man mit dem E-Bike ohnehin nicht fahren. Und immerhin wiegt das Rad von Volkswagen alleine ja schon 40 Kilogramm, die erstmal bewegt werden müssen. Nicht unüblich übrigens für ein Lastenrad. Zum Vergleich: Klassische Elektrofahrräder ohne Cargofunktion sind durch die ganze Elektronik bereits ein wenig schwerer als normale Fahrräder und wiegen in der Regel um die 20 Kilo.

Mit den 40 Kilo unterm Sattel düse ich ungefähr einen Kilometer geradeaus und muss dann die erste Kurve nehmen. Das ist erstmal gewöhnungsbedürftig. Durch die für normale Radfahrer ungewohnte Länge wirkt das Rad steif und hat einen im Vergleich zum klassischen Fahrrad großen Wendekreis. Aber dazu wurde mir vorab ein Trick verraten, den ich gleich ausprobiere: Man kann beim Cargo e-Bike einen Neigungswinkel einstellen. Das hat dann ein wenig was von Motorradfahren. Zugegeben: Die ersten Meter sind etwas wackelig, aber wenn man dann den Dreh raushat, kann man sich richtig lässig und mit einer ordentlichen Geschwindigkeit in die Kurven legen. Hui. Ich drehe gleich noch eine Extrarunde, bis der Cargo e-Bike-Projektkoordinator Ferhat Akkus das Rad wieder an sich nimmt und in die Entwicklungshallen am Produktionsstandort Hannover zurückschiebt. Schließlich möchte er neben dem Fahrerlebnis auch noch ein paar Fakten zum Bike mit mir teilen.

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Daten und Fakten: Das Cargo e-Bike von Volkswagen.

Ferhat Akkus erklärt, dass das Cargo e-Bike dem Fahrer vor allem dazu dienen soll, die so genannte „letzte Meile“ zu meistern. Was heißt das konkret? In einer Lieferkette ist der letzte Weg zum Kunden vor die Haustür oft die größte Herausforderung. Grund sind volle Innenstädte, wenige Haltemöglichkeiten, Fahrverbote und Restriktionen von Kommunen. Das ist ein Grund dafür, dass das Cargo e-Bike vor allem von Paket-Zulieferern genutzt werden soll. Immerhin kann man samt Fahrer 210 Kilogramm mit dem Bike transportieren und hat selten Parkprobleme. Zudem hat der Fahrer beim Cargo e-Bike die Ladung direkt vor der Nase und kann immer kontrollieren, ob noch alles an Ort und Stelle ist. Zur Fixierung und wetterfesten Aufbewahrung der Ladung gibt es außerdem eine spezielle verschließbare Cargobox.

Aber auch Privatpersonen hätten für das Bike verschiedene Verwendungsmöglichkeiten: Neben dem Transportieren des Einkaufs oder der Campingausrüstung kann man zum Beispiel mit einer speziellen Vorrichtung auch den eigenen Nachwuchs im entsprechenden Kindersitz durch die Stadt kutschieren.

Aber wie weit komme ich eigentlich mit dem Bike? Je nach Ladung und Fahrstil schafft das Cargo e-Bike etwa 100 Kilometer, bevor es wieder geladen werden muss. Das Laden ist dann ganz praktisch über jede Steckdose möglich – einfach Akku rausnehmen und zu Hause, im Restaurant oder im Hotel anstöpseln.

Und was wird der ganze Spaß kosten? Noch ist der Preis nicht fix, aber er wird unter 5.000 Euro bleiben, erklärt Ferhat Akkus. Eine Investition, die sich gerade dann lohnt, wenn man das Bike zum Beispiel als Ersatz für einen Zweitwagen nutzt. Ein durchaus realistisches Zukunftsszenario, wie der Projektkoordinator festhält. Die Leute seien immer umweltbewusster unterwegs und hätten festgestellt, dass ihnen ein Elektro-Lastenrad fast die gleichen Möglichkeiten bietet wie der vorwiegend in der Stadt genutzte Kleinwagen. Die Fahrt zum Supermarkt oder Kindergarten sei damit genauso möglich – im besten Fall wegen der erhöhten Wendigkeit sogar vereinfacht.

Laut Ferhat Akkus wird die elektrobetriebene Mikromobilität in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen. „Das Ganze ist noch in den Kinderschuhen und wird sich in den nächsten Jahren stärker in den Köpfen der Menschen festsetzen.“ Wir können also in Zukunft mehr E-Fahrzeuge generell und auch speziell E-Zweiräder auf den Straßen erwarten. Der angenehme Nebeneffekt: weniger Autoslalom.

Zweirädrig durch den Kiez.

Die Vorteile eines elektrobetriebenen Zweirades liegen auf der Hand: Es ist wendig und umweltschonend. Zugegeben, wenn es speziell ein elektrobetriebenes Lastenrad sein soll, dann können die Wenigsten das aus der Portokasse bezahlen. Sollten Sie dennoch mit dem Gedanken spielen, sich eines anzuschaffen, dann wäre eine Finanzierung des Fahrrads zum Beispiel über einen Ratenkredit denkbar. So starten Sie vielleicht bald auch schon strombetrieben in den nächsten Wochenendtrip.

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PRODUKTINFORMATIONEN

E-Zweirad finanzieren mit dem Ratenkredit der Volkswagen Bank.

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