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Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 31.05.2021
  • 7 Minuten

Unterwegs mit dem Fahrrad – Regeln, Planung und Tipps.

10,7 Millionen Radreisende haben sich laut dem BMVI Fahrradmonitor 2020 im vergangenen Jahr für Ihren Urlaub aufs Rad geschwungen. Ganze 37 % davon zum ersten Mal. Der Hauptgrund dafür ist – wie sollte es auch anders sein – Corona. Ein Urlaub per Fahrrad bietet schließlich die ideale Möglichkeit, Menschenansammlungen an Flughäfen, in Zügen oder auf dem Kreuzfahrtschiff zu entgehen und den Urlaub ganz nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten.

Damit Sie als Radfahrer im Urlaub auf alles vorbereitet sind, haben wir Ihnen nicht nur Tipps für die Planung und Vorbereitung, sondern zudem diverse Regeln zur Verkehrsordnung in Deutschland und anderer Länder zusammengetragen.

Gepäck Urlaub mit dem Faahrrad

Der Weg ist das Ziel – planen Sie Ihre Tour. 

In fast keinem anderen Zusammenhang passt das Sprichwort „Der Weg ist das Ziel“ so gut, wie bei der Planung eines Fahrradurlaubs. Radfahren im Urlaub lebt von den zahlreichen Eindrücken, die man unterwegs sammelt, während man auf ruhigen Straßen und Radwegen durch Wälder, Wiesen oder an der Küste entlangfährt.

Um Ihre Route zu planen, können Sie sich spezielle Fahrradreise-Apps oder das EuroVelo-Netz zu Hilfe nehmen. EuroVelo ist ein vom Europäischen Radfahrer-Verband ECF entwickeltes Radrouten-Verzeichnis, das eine große Auswahl an Radwegen für Ihren Urlaub bietet. Überlegen Sie sich am besten bereits im Vorfeld, wie lang Ihre letztendliche Route werden soll und wie Sie Ihre Etappen gestalten möchten. Als Einteilung bietet sich zum Beispiel an, jeweils vormittags und nachmittags zwei Stunden Rad zu fahren und zwischenzeitlich einige kleine Pausen einzulegen. Auch ein ganzer Ruhetag sollte in der Planung berücksichtigt werden, so strapazieren Sie Ihren Körper nicht über und Sie haben neben dem Radfahren Zeit, um etwas Sightseeing zu betreiben. Steht Ihr grundlegender Plan zu Etappenlänge und Zeiteinteilung, können Sie sich geeignete Radwege raussuchen und die Strecke planen.

Wie lang die tägliche Strecke sein kann, hängt von Ihrem Fitnesszustand und Ihrem Fahrrad ab. Sind Sie schon lange keine größeren Touren mehr gefahren und nutzen ein herkömmliches Rad, planen Sie pro Tag rund 20 bis 30 Kilometer auf dem Fahrrad ein. Sind Sie hingegen sehr sportlich unterwegs, können Sie auch 50 Kilometer, bei flachem Gelände sogar bis zu 100 Kilometer pro Tag anvisieren. Deutlich mehr Strecke ist schaffbar, wenn Sie für die Tour ein E-Bike beziehungsweise ein Pedelec oder S-Pedelec nutzen. Dann sollten Sie bei der Planung jedoch darauf achten, dass Sie während Ihrer Tour die Möglichkeit haben, den Akku Ihres Rads wieder aufzuladen.

Informieren Sie sich – gerade jetzt in Zeiten von Corona – über Beherbergungsmöglichkeiten auf Ihrer Strecke, damit Sie sich abends in Ruhe von Ihrer Radtour erholen können. Ob Sie in einer Jugendherberge, einem Hotel oder in einem Zelt übernachten, bleibt dabei vollkommen Ihnen überlassen. Achten Sie jedoch darauf, dass eine sichere Abstellmöglichkeit für Ihr Fahrrad verfügbar ist.


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Die ideale Vorbereitung für Ihren Radurlaub.

Beschäftigen Sie sich frühzeitig damit, eine Packliste für Ihren Fahrradurlaub zu erstellen, damit es Ihnen unterwegs an nichts mangelt. Je früher Sie mit der Gepäckplanung beginnen, desto mehr Zeit haben Sie, fehlendes Zubehör nachzukaufen. Für einen möglichst bequemen Transport eigenen sich geräumige Radtaschen, in denen Sie Kleidung und Co. verstauen können.

Folgende Dinge sollten auf Ihrer Tour nicht fehlen:

  • Angemessene Kleidung (Funktionskleidung, Regenkleidung, bequemes Schuhwerk etc.)
  • Ausreichend Beleuchtung (auch in Form von Taschen- oder Stirnlampen)
  • Geld und Dokumente (bestenfalls in wassergeschützten Hüllen)
  • Reparatur-Kit für Ihr Fahrrad (Flickzeug, Fahrradschlauch, Pumpe, Multitool, Kettenöl etc.)
  • Essen und Trinken
  • Kleine Reiseapotheke (Pflaster, Verband, Schmerztabletten etc.)
  • Zelt, Luftmatratze und Schlafsack, falls keine Hotelübernachtungen geplant sind

Ein gewisses Maß an Vorbereitung gehört zu jedem Urlaub dazu – beim Fahrradurlaub kommt neben Planung, Packlisten und Ideen für Aktivitäten aber noch ein weiterer wichtiger Aspekt hinzu: die körperliche Fitness. Schließlich steigen Sie für den Reiseweg nicht einfach in den Bus, Zug oder ins Auto, sondern treten selbst in die Pedale.

Damit Sie nicht bereits nach wenigen Kilometern des Radfahrens der Wunsch überkommt, vor Erschöpfung wieder umzudrehen, sollten Sie einige Wochen vor Abreise damit beginnen, sich auf den Fahrradurlaub vorzubereiten. Laut ADAC ist es empfehlenswert, sich über einen Zeitraum von ein paar Wochen mindestens dreimal pro Woche für etwa 20 bis 60 Minuten aufs Fahrrad zu schwingen, um genügend Kondition für den Urlaub aufzubauen.

Zur Vorbereitung Ihres Fahrradurlaubs gehört auch, Ihr Fahrrad rechtzeitig auf Fahrtauglichkeit im Straßenverkehr gemäß der StVZO zu überprüfen. Funktionieren die Bremsen? Gehen die Lichter? Können Sie einwandfrei den Gang wechseln? Ist die Kette unbeschädigt und geölt? Anschließend sollten Sie sichergehen, dass Sie sich ausführlich über die geltenden Vorschriften in Ihrer Zielregion informieren, um gesetzeskonform am Straßenverkehr teilzunehmen und andere Verkehrsteilnehmer nicht zu behindern. 

Mann macht Pause bei der Fahrradtour

Worauf müssen Sie unterwegs achten?

Planen Sie eine innerdeutsche Tour, müssen Sie sich an die StVO halten. Dabei wird unterschieden, ob Sie ein Fahrrad oder ein motorunterstütztes Rad fahren. Pedelecs bis maximal 25 km/h Höchstgeschwindigkeit sind Fahrrädern rechtlich gleichgestellt. Sogenannte S-Pedelecs, die auch bis zu 45 km/h auf die Piste bringen, gelten als Kleinkrafträder und unterliegen zusätzlichen Regelungen.

  1. Straße, Fußweg oder Radweg – wo dürfen Sie als Radfahrer fahren?
    Grundlegend gilt für Fahrräder und Pedelecs gemäß § 2 StVO: Ist ein Radweg vorhanden und befahrbar, nutzen Sie diesen. Ist kein Radweg vorhanden, nutzen Sie die Straße – Lastenfahrräder oder Räder mit Anhänger können jederzeit auf die Straße ausweichen.
    Gehwege befahren Sie nur, wenn sie durch das „Radfahrer frei“-Zeichen ausdrücklich dafür vorgesehen sind. Sie sind jedoch nicht dazu verpflichtet, die Gehwege zu nutzen, sondern können stattdessen die Straße nutzen. Alternativ ist die Nutzung von Gehwegen zum Fahrradfahren auch erlaubt, wenn Sie Ihr Kind begleiten. Um die kleinen Fahrradfahrer zu schützen, sind sie bis zum achten Lebensjahr verpflichtet, den Gehweg statt der Straße zu nutzen, wenn kein baulich abgetrennter Fahrradweg vorhanden ist. Kinder bis zehn Jahre dürfen den Gehweg nutzen, müssen es aber nicht. Da es sich um Gehwege handelt, haben die Fußgänger stets Vorrang und Sie sollten Rücksicht auf diese nehmen – besonders, wenn Sie mit einem motorisierten Pedelec unterwegs sind. Nutzen Sie für Ihre Tour ein S-Pedelec, ist die Benutzung von Gehwegen und Radwegen verboten. Sie müssen also die Straße nutzen.
    Im Ausland können diese Regelungen für Radfahrer durchaus etwas abweichen. Zum Beispiel unterscheiden sich teilweise die Regelungen zum Fahren auf Radwegen je nachdem, ob Sie sich innerorts oder außerorts befinden. Schauen Sie deshalb im Vorfeld in den jeweiligen Straßenverkehrsordnungen des Landes nach und stellen Sie so sicher, dass Sie in Ihrem Urlaub stets auf der richtigen Spur fahren.
  2. Gibt es eine allgemeine Helmpflicht beim Radfahren?
    In Deutschland besteht keine Helmpflicht beim Fahrradfahren. Sie dürfen also unabhängig von der Straßenlage den Helm zuhause lassen, ohne ein Bußgeld befürchten zu müssen. Anders ist das bei S-Pedelecs: Da es sich laut Gesetz um Kleinkrafträder handelt, muss jederzeit ein geeigneter Helm getragen werden.
    In anderen Ländern, wie Montenegro, Albanien und Finnland, herrscht im Gegensatz zu Deutschland eine generelle, altersunabhängige Helmpflicht samt Bußgeld bei Nichtberücksichtigung. In Spanien und der Slowakei müssen Sie zumindest außerorts jederzeit einen Helm tragen. Einige Länder besitzen laut dem Österreichischen Automobil- Motorrad- und Touring-Club (ÖAMTC) auch spezielle Schutzhelm-Richtlinien für Jugendliche: Frankreich, Lettland – Helmpflicht bis 12 Jahre, Schweden, Slowakei, Slowenien – Helmpflicht bis 15 Jahre, Kroatien, Spanien – Helmpflicht bis 16 Jahre und Portugal, Tschechien – Helmpflicht bis 18 Jahre.
    Grundlegend dient ein Helm jedoch vor allem Ihrem persönlichen Schutz, weshalb das Tragen eines Schutzhelms beim Radfahren jederzeit empfehlenswert ist – auch wenn Sie es gesetzlich nicht müssen. Bedenken Sie auch, dass Sie als erwachsener Fahrradfahrer stets eine Vorbildfunktion für jüngere Verkehrsteilnehmer haben. Gerade wenn Sie mit Kindern unterwegs sind, sollten Sie also nicht auf den Helm verzichten. 
  3. Darf man Kinder auf dem Fahrrad transportieren?
    Ist Ihr Nachwuchs noch zu klein, um den Fahrradurlaub auf dem eigenen Rad anzugehen, können Sie Ihr Kind laut § 21 Absatz 3 StVO mithilfe eines geeigneten Sitzes auf Ihrem Rad transportieren – vorausgesetzt Sie selbst sind über 16 Jahre alt und das Kind hat das siebte Lebensjahr noch nicht vollendet. Bei Kindern mit körperlicher oder geistiger Einschränkung gilt diese Altersbeschränkung nicht.
    Sind Sie mit einem S-Pedelec unterwegs, ist der Transport von Kindern grundlegend verboten, da es sich um ein motorisiertes Kleinkraftrad handelt, und wird unter anderem mit einem Bußgeld geahndet.
  4. Wo liegt das Alkohollimit beim Fahrradfahren?
    In der Mittagssonne noch ein Bierchen zischen, bevor man für die nächste Etappe aufs Fahrrad steigt? Da sollten Sie – je nach Land – lieber vorsichtig sein, sonst droht Ihnen schnell ein Bußgeld. In Deutschland gibt es zwei verschiedene Promillegrenzen für Fahrradfahrer. Die erste liegt bei 0,3 Promille. Ab dann kann auffälliges Fahrverhalten von der Polizei geahndet und auch bestraft werden. Die zweite Grenze sieht man in der Regel bei 1,6 Promille – diese ist allerdings nicht gesetzlich festgelegt. Vielmehr ist laut Gesetzestext generell die „absolute Fahruntüchtigkeit“ strafbar – und wann diese erreicht ist, muss im Zweifel jeweils durch einen Sachverständigen geklärt werden. Sollte eine solche absolute Fahruntüchtigkeit bei Ihnen festgestellt worden sein, dann erhalten Sie Punkte in Flensburg und müssen eine Geldstrafe zahlen. Zusätzlich sind Sie dann verpflichtet, an einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) teilzunehmen. Übrigens: Nutzen Sie ein S-Pedelec, gelten für Sie sogar die gleichen Regeln wie für Autofahrer. Sprich: Ab 0,5 Promille begehen Sie eine Ordnungswidrigkeit, ab 1,1 Promille eine Straftat.
    In einigen Ländern liegt die maximale Promillegrenze fürs Radfahren laut ÖAMTC bei 0,5 %. Das ist vor allem in vielen europäischen Ländern wie Italien, Luxemburg, Niederlande, Frankreich oder auch Belgien der Fall. Tschechien verfolgt eine strikte 0,0 Promillegrenze, auch die Slowakei duldet keinen Alkoholkonsum, wenn Fahrradwege außerorts genutzt werden. Andere Länder – zum Beispiel in Norwegen, Schweden, Finnland, Großbritannien, Irland oder Dänemark – besitzen offizielle Promillegrenzen. Dennoch droht Ihnen ein Fahrverbot, wenn Sie alkoholbedingt nicht dazu in der Lage sind, das Fahrrad sicher zu führen. Wie hoch das Bußgeld für Radfahrer ausfällt, die sich nicht an die Alkoholvorschriften halten, variiert ebenfalls stark.

Sonderfälle beim Radfahren – das sollten Sie wissen.

Andere Länder, andere Richtlinien und Regeln. Aus diesem Grund sollten Sie sich vor Urlaubsantritt genau darüber informieren, welche Regeln in Ihrem Zielland für Radfahrer gelten. Dort müssen Sie sich schließlich – genau wie mit einem Pkw oder sonstigem Kraftfahrzeug – stets an die Straßenverkehrsordnungen halten, um kein Bußgeld zu riskieren. Die größten Unterschiede der Fahrradgesetze finden sich meist, wie eben schon beschrieben, bei der Straßen- und Radwegnutzung, der Promillegrenze sowie der Helmpflicht.

Zudem besitzen die Länder oder Regionen teils eigene Sonderregeln für Radfahrer. So dürfen laut den Fahrradregeln in Holland lediglich zwei Personen nebeneinander fahren, solange der Straßenverkehr nicht behindert wird. Überholen darf man andere Fahrradfahrer nur links – alle anderen Fahrzeuge und Verkehrsteilnehmer darf man auch rechts überholen.

Aber auch bei inländischen Fahrradurlauben sollten Sie sich vorab gut informieren. Sie planen beispielsweise eine entspannte Radtour nach Helgoland? Dann sollten Sie Ihre Reiseplanung lieber noch einmal überdenken: Auf der Nordseeinsel ist sowohl das Radfahren als auch jeglicher Verkehr mit Kraftfahrzeugen nach § 50 der StVO verboten, solange keine Ausnahmegenehmigung der Gemeinde vorliegt.

Ab aufs Rad, ab in den Urlaub.

Genießen Sie die ideale Mischung aus Erholungsurlaub und gesunder sportlicher Betätigung. Jetzt, wo Sie die wichtigsten Regelungen zum Fahrradfahren vor Augen haben und wissen, welche Aspekte Sie bei der Planung berücksichtigen sollten, steht Ihrem Urlaub mit dem Rad schließlich nichts mehr im Wege. Nun heißt es also: Reiseroute planen, Radtasche packen und kräftig in die Pedale treten. Und falls Sie sich noch nicht das passende Gefährt für die Tour ausgesucht haben, dann finden Sie ein paar Entscheidungshilfen in unserem Text über Fahrräder für den Urlaub. Gute Reise!

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