Der Service ist zur Zeit leider nicht verfügbar. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

Das Magazin von Volkswagen Financial Services.

  • 11.10.2018
  • 4 Minutes

Unerwartete Ausgaben: Wenn Haushaltsgeräte streiken.

„Die Waschmaschine hat erst leise gequietscht und irgendwann nur noch laut gescheppert. Da hab' ich das Gerät erstmal ausgemacht.“ Marid Guntermanns Waschmaschine fiel nach acht Jahren treuem Dienst ganz plötzlich aus. „Ich stand da mit Bergen von Wäsche und dann hatte ich auch noch Waschdienst für den Großen und seine komplette Fußballmannschaft. Ich war quasi aufgeschmissen.“ Also hörte sich die 43-Jährige im Bekanntenkreis um, recherchierte im Internet und rief den Kundenservice an. „Der Kundendienst wollte alleine 80 Euro für die Anfahrt. Da wären die Reparaturkosten noch nicht mal drin gewesen“, erklärt Marid Guntermann.

Es stellt sich also die generelle Frage, ob sich das Reparieren einer nicht mehr ganz neuen Waschmaschine überhaupt lohnt, oder ob die Anschaffung eines neuen, energieeffizienteren Gerätes nicht vielleicht sinnvoller wäre.

Frau ruft Reparaturservice für Waschmaschine

Alt verbraucht oft zu viel: Verbannen Sie Energiefresser.

Eine Bekannte von mir sagte außerdem, dass die Maschine mit ihren gut acht Jahren auf dem Buckel eine absolute Energieschleuder sei“, erinnert sich Marid Guntermann*. Und tatsächlich ist es so, dass sich hinsichtlich der Energieeffizienz von Elektrogeräten in den vergangenen Jahren sehr viel getan hat. Es mag zwar erst einmal absurd erscheinen, ein defektes Gerät gleich durch ein neues zu ersetzen – die Wegwerfgesellschaft lässt grüßen. Aber die stetige Verbesserung der technischen Standards und damit der Energieeffizienz von Haushaltsgeräten spricht tatsächlich dafür. Der Kauf einer neuen Waschmaschine wirkt sich mittelfristig nicht nur positiv auf den Geldbeutel, sondern langfristig auch auf die Umwelt aus. Man kann also durchaus Neues anschaffen, um zu sparen.

  • Name redaktionell geändert

Nach der Waschmaschine ist vor dem Kühlschrank.

Fünf Euro ins Phrasenschwein! Aber mal im Ernst: Legen Sie doch einfach jeden Monat ein paar Euro zurück, damit Sie so etwas wie eine kaputte Waschmaschine finanziell nicht so hart trifft. Beim nächsten Mal ist es vielleicht der defekte Kühlschrank im Hochsommer, da will man doch vorbereitet sein.

12 Jahre durchschnittliche Nutzungsdauer Waschmaschinen

„Ach, die paar Euro!“: Tappen Sie nicht in die Kleingeldfalle.

Marid Guntermann hat sich mittlerweile bei einem Elektronikfachgeschäft eine neue Waschmaschine für rund 300 Euro ausgesucht. Der Händler bietet ihr an, die Maschine kostenlos am nächsten Tag zu liefern. Eine Lieferung noch am selben Tag ist auch möglich, würde aber 15 Euro kosten. „Ich denke, ich werde mir die Maschine noch heute liefern lassen. Ganz ehrlich: Bei einem Kaufpreis von 300 Euro kommt es auf die 15 Euro doch jetzt auch nicht mehr an. Und dann kann ich gleich heute Abend schon eine Wäsche anschmeißen“, schmunzelt Marid Guntermann. Willkommen in der Kleingeldfalle! Viele Menschen tendieren dazu, bei großen Ausgaben Summen, die ihnen im Verhältnis klein erscheinen, ohne jeden Zweifel zu bezahlen, auch wenn sie sie ohne größere Umstände einsparen könnten. Anders verhält es sich da bei kleineren Beträgen: Bei einer Tasche für 60 Euro würde Ihnen ein Rabatt von 15 Euro vermutlich sehr lohnend vorkommen. Versuchen Sie sich das bei teureren Anschaffungen immer vor Augen zu führen.

Frau füllt Waschmaschine

Verlockende null Prozent: Ist die Neuanschaffung wirklich notwendig?

Klar, eine neue Waschmaschine lässt sich nicht einfach so vom Klimpergeld aus dem Sparschwein bezahlen. Vor allem dann nicht, wenn Sie sich wie Marid Guntermann nicht darauf vorbereiten konnten. Eine 0-Prozent-Finanzierung wirkt da oft wie die ideale Strategie, um dem Kontosaldo nicht bei einer Rutschpartie zusehen zu müssen. Stück für Stück können Sie ganz in Ruhe die Kosten für Ihren neuen Haushaltshelfer scheinbar ohne zusätzliche Kosten abbezahlen und müssen nicht auf eiserne Reserven zurückgreifen. Vorübergehende finanzielle Engpässe können so einfacher bezwungen werden.
Allerdings sollte Ihnen bewusst sein, dass eine 0-Prozent-Finanzierung auch ihre Nachteile haben kann. Grundsätzlich kann das Finanzieren ohne Zinsen schnell zu Impulskäufen führen. Sie sollten sich also immer ganz rational überlegen, ob Sie das Gerät wirklich brauchen.

Ansonsten geraten Sie schnell in die klassische Schuldenfalle. Beachten Sie auch das Kleingedruckte im Vertrag. Besonders bezüglich des Datenschutzes sollten Sie sehr sensibel sein. Außerdem kann es durchaus auch möglich sein, dass Sie das Produkt anderswo ohne 0-Prozent-Finanzierung günstiger bekommen würden.

Auch interessant:

Paar prüft Haushaltsausgaben auf Laptop

Aktuell

Geld & Zukunft

Sparen mit dem Haushaltsbuch.

Mit einer guten Kostenkalkulation bleibt auch am Monatsende genügend Geld übrig. Lesen Sie unsere Tipps für ein gut geführtes Haushaltsbuch! 

 

  • 11.10.2018
  • 4 Minuten
Frau schreibt Haushaltsplan

Aktuell

Geld & Zukunft

Effizient planen: So können Sie mehr als einen Notgroschen in Reserve haben.

Vielen geht es tagtäglich so: Das Leben fordert seine Fixkosten ein und die lockenden Stimmen der Zusatzausgaben werden auch nicht leiser.

  • 11.10.2018
  • 3 Minuten
Junge Leute im gemeinsamen Wohnzimmer

Aktuell

Familie & Leben

Wohnen & sparen: So geht's.

Mieten und Nebenkosten werden immer teurer. Wie Sie beim Wohnen bares Geld sparen, erfahren Sie hier.

  • 11.10.2018
  • 3 Minuten