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Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 10.01.2019
  • 6 Minuten

Finanzielle Freiheit durch Genügsamkeit: Richard Meadows hat es geschafft und verrät wie.

Urlaub machen, wann und wo Sie möchten. Einkaufen, was Ihnen gefällt. Nur noch aus Spaß an der Arbeit arbeiten. Klingt verlockend? Das ist auch ohne Lottogewinn, Millionenerbe oder Hollywoodkarriere möglich. Wir haben mit Richard Meadows gesprochen, der erfolgreich reich geworden ist und verraten Ihnen seine Geheimnisse.

Richard Meadows - Finanziell unabhängiger Mann beim Wandern

Das Sparschwein füttern: So macht’s Richard Meadows.

Richard Meadows führte einst ein ganz gewöhnliches Leben. Er wuchs wohlbehütet im australischen Auckland auf, studierte und begann einen Job als Journalist. 2016 wurde er dann mit Schlagzeilen wie dieser bekannt: „26-Jähriger hat in nur 3 Jahren 100.000 Dollar gespart.“ Wie es dazu kam?

Eines Tages beschloss Meadows, einen genaueren Blick auf seine Finanzen zu werfen. Als er sich die Differenz zwischen Verbindlichkeiten wie Schulden und Vermögenswerten wie Ersparnissen oder Anlagen anschaute, war er überrascht: Meadows befand sich mit seinem Nettovermögen im Minus, obwohl er Vollzeit arbeitete und keinen ausschweifenden Lebensstil führte. Als Konsequenz änderte Meadows seinen Umgang mit Geld: Er reduzierte seine Ausgaben drastisch und begann, die Hälfte seines monatlichen Einkommens zu investieren. So wenden Sie Richard Meadows Sparstrategie selber an:

  1. Den Überblick behalten:
    Behalten Sie Ihr Nettovermögen stets im Auge und rechnen Sie Einnahmen und Ausgaben regelmäßig gegeneinander. Das hilft, unnötige Kosten aufzudecken und zu reduzieren. Außerdem gibt es keine bessere Motivation als den Blick auf das bereits erreichte Vermögen.
  2. Der Versuchung aus dem Weg gehen:
    Lassen Sie Geld direkt nach dem Gehaltseingang auf ein Sparkonto, in Investitionen oder Ihre Altersvorsorge fließen und richten Sie dafür am besten eine automatische Überweisung ein. So haben Sie keinen Zugriff mehr auf das Geld und geben es nicht „aus Versehen“ für Kleidung, Unterhaltungselektronik oder Dekoration aus, die sie eigentlich gar nicht brauchen.

Mit Tipp 1 verringerte Meadows seine Lebensunterhaltskosten. Er verkaufte einen Großteil seiner Besitztümer, benötigte dadurch keine große Wohnung mehr und zog in eine Wohngemeinschaft. Er begann außerdem, Fahrrad statt Auto zu fahren, Sport draußen statt in einem teuren Fitnessstudio zu treiben und sein Essen selbst zu kochen statt essen zu gehen. Das dadurch gesparte Geld floss, wie in Tipp 2 vorgeschlagen, automatisch in verschiedene Anlagen.

Nach drei Jahren disziplinierten Sparens hatte es Meadows endlich geschafft und er verzeichnete 100.000 Dollar auf seinem Konto. Mit diesem finanziellen Polster kündigte er seinen Job, verkaufte seine restlichen Besitztümer, packte einen Rucksack und machte sich auf nach Asien. Bis heute lebt Meadows möglichst sparsam, um weiterhin reisen zu können und nur die Jobs annehmen zu müssen, auf die er wirklich Lust hat. So schreibt er für verschiedene Medien und auf seinem Blog „The Deep Dish“ über seine Geschichte, Geld, Minimalismus und Reiseerlebnisse.

Wir haben Richard auf seiner Backpack-Reise durch Südostasien kurz aufgehalten und zu den Details seines Lebensentwurfs befragt:

Das Interview: Freiheit durch Genügsamkeit.

Warum genau hast du dich entschieden, dein Geld zu sparen und warum tust du es immer noch? Was ist das Gesamtziel?

Ich hatte einen guten Job, aber ich fühlte mich, als würde ich alt werden. Ich wollte auf Reisen gehen und etwas Zeit freimachen, um neue Möglichkeiten zu entdecken. Ich habe kein Gesamtziel – nur ein wenig Lust, mich auszuprobieren. Generell habe ich gerne die Freiheit, die Dinge zu tun, die ich liebe und gerne tue.

Wie bist du genau vorgegangen auf dem Weg zum Ziel?

Ich begann, jeden einzelnen Bereich meiner Ausgaben unter die Lupe zu nehmen und nach Möglichkeiten zu suchen, effizienter zu werden oder verschwenderische Ausgaben zu reduzieren.
Ich habe auch eine Tabelle erstellt, um meinen Nettowert zu messen – alle meine Vermögenswerte, abzüglich aller meiner Schulden. Dies half mir zu sehen, ob sich meine Bemühungen auszahlen. Außerdem konnte ich mich selbst im Zweifel auch ein bisschen zur Rechenschaft ziehen.
Ich begann, meine Ersparnisse anzulegen, nachdem ich meine Schulden zurückgezahlt hatte. Das hat noch nicht viel dazu beigetragen, mein Ziel zu erreichen, aber es hat den Prozess interessanter und mich engagierter gemacht.

Hast du konkrete Tipps für Menschen, die das Gleiche tun wollen?

Konzentrieren Sie sich in erster Linie auf die größten Ausgabenkategorien: Unterkunft, Verpflegung und Transport. Radfahren zur Arbeit, eigene Mahlzeiten zubereiten oder ein Haus mit Freunden oder Familie teilen – das sind einfache und wirksame Maßnahmen, um schonmal einen Haufen Geld zu sparen. Setzen Sie danach rigoros den Rotstift an: Kündigen Sie zum Beispiel ungenutzte Abos oder handeln Sie bessere Konditionen bei Ihrem oder einem neuen Stromanbieter aus. Beschränken Sie sich auf das Notwendigste.
Schließlich können Sie sich bemühen, unbedachte Ausgaben für Dinge wie Kleidung oder Zigaretten zu reduzieren. Dies erfordert konsequent viel Willenskraft und raubt Energie – daher sollte der letzte Punkt die niedrigste Priorität haben.

Bitte beschreibe doch mal einen normalen Gang zum Supermarkt... Wie kaufst du ein?

Ich laufe herum wie ein Roboter, verfolge den exakt gleichen Weg und kaufe jede Woche fast die exakt gleichen Artikel. Ich bin in vielerlei Hinsicht ein Gewohnheitsmensch, denn ich möchte meine begrenzte Aufmerksamkeit auf wichtigere Dinge richten als die Entscheidung, welche Nudelsauce ich kaufen soll.
Meine Mahlzeiten sind in 80 Prozent der Fälle immer komplett gleich. So kann ich sichergehen, dass ich immer die richtigen Nährstoffe bekomme, meine Grundnahrungsmittel in großen Mengen kaufen kann und alles „auf Autopilot“ zubereiten kann. Die restlichen 20 Prozent meiner Ernährung sind völlig variabel – zum Beispiel, wenn ich mit Freunden ausgehe.

Richard Meadows: Finanziell unabhängiger Mann auf Berggipfel

Bist du manchmal auch ein Opfer deiner Impulse?

Ja, natürlich! Ich habe eigentlich eine ziemlich schlechte Impulskontrolle.

Wann hast du das letzte Mal etwas gekauft, das du eigentlich gar nicht benötigt hast und was war es?

Mein dämlichster Kauf war ein Schnellboot, obwohl das schon vor einigen Jahren war.
Ich kann mich nicht erinnern, wann ich mir zum letzten Mal etwas Gegenständliches gekauft habe. Der begrenzte Platz in meinem Rucksack dient als nützliches Hindernis – aber ich gebe oft zu viel Geld für Essen und Trinken aus, auch wenn ich weiß, dass die zukünftige Version von mir nicht glücklich darüber sein wird.

Wie ist deine Einstellung gegenüber Geschenken?

Ich gebe oder empfange gerne Erfahrungen, die mit Menschen geteilt werden können – wie zum Beispiel in ein schönes Restaurant zu gehen oder eine gemeinsame Unternehmung. An gegenständlichem Besitz habe ich nicht viel Interesse. Wenn mir jemand einen Gegenstand schenkt, muss ich höflich einen Weg finden, ihn wieder loszuwerden!

Welche Rolle spielt Luxus in deinem Leben?

Ich genieße den ganzen kleinen Luxus des Lebens. Ich sehe nichts Falsches im Hedonismus, solange man sich daran erinnert, dass es einen Kompromiss zwischen kurzfristigem Vergnügen und langfristiger Lebenszufriedenheit geben sollte. Der Trick ist, jeden Luxus zu einem seltenen Genuss zu machen, damit er den Reiz des Neuen behält. Sonst gerät man in den Teufelskreis, nach immer teureren Nervenkitzeln suchen zu müssen, ohne tatsächlich glücklicher zu werden.

Was ist die Definition von Geld für dich?

Geld ist nichts anderes als ein Mittel zum Zweck. Es ist ein Stück glänzendes Metall, oder ein paar Nullen und Einsen auf einem Computerserver. Es nimmt erst dann einen Wert an, wenn man es gegen etwas Wertvolles eintauscht.

Wie hat sich dein Privatleben verändert, als du einen gewissen Geldbetrag angespart hattest?

Ich habe meinen Job gekündigt, bin all meinen Besitz losgeworden und habe mir ein One-Way-Ticket nach Südostasien gekauft. So stand mein Leben auf einmal völlig Kopf! Das ist jetzt mehr als 2,5 Jahre her. Ich hätte nie erwartet, dass ich das so lange durchziehe, aber ich genieße es sehr.

Wie reich bist du jetzt?

Mein Nettovermögen ist weiter gestiegen, was mich überrascht hat, da ich in den letzten Jahren nicht viel bezahlte Arbeit geleistet habe. Es ist keine besonders beeindruckende Summe, aber genug, um meinen kostengünstigen Lebensstil so lange aufrechtzuerhalten, wie ich will.

Wo siehst du dich in 5, 10, 20 … Jahren?

Eine der interessanteren neuen Erkenntnisse in der Psychologie ist, dass wir schrecklich darin sind, vorherzusagen, was wir wollen. Die Version von mir in 20 Jahren könnte auch ein völlig Fremder für mein heutiges Selbst sein und wird zweifellos ganz andere Vorlieben und Wünsche haben. Also ist meine Strategie einfach, sich für alles zu öffnen, was da kommen mag.
Dazu sammle ich derzeit Geld, Fähigkeiten, Wissen und Gesundheit. Ich gehe einfach den Weg, der mir zu diesem Zeitpunkt interessant erscheint. Ich habe jetzt schon mehr Ideen für Projekte und Erfahrungen auf meiner „Bucket List“, als ich jemals umsetzen kann. Man darf gespannt sein. Behalten Sie meinen Blog im Auge!

Finanzielle Freiheit durch Sparen

Jetzt sind Sie dran! Die Strategie zum Reichwerden ist typabhängig.

Wer sein Leben nicht ganz so stark umkrempeln und sich trotzdem ein kleines Vermögen ansparen möchte, wird wahrscheinlich etwas länger als drei Jahre dafür brauchen. Und trotzdem: Wer früh beginnt, jeden Monat kleine Beträge zur Seite zu legen und diese klug anlegt und investiert, kann sich spätestens bis zum Rentenbeginn eine hübsche Summe zusammensparen und den Ruhestand voll auskosten.

Wer zu Vermögen kommen möchte, sollte darauf achten, mehr zu verdienen als auszugeben. Dafür können Sie Ihre Ausgaben stark reduzieren oder Ihr Einkommen deutlich erhöhen – oder Sie machen beides in Maßen. Auch die Kombination aus einem sparsamen Lebensstil, sinnvollen Geldanlagen, Fleiß und einem guten Job kann Sie reich machen. Vielleicht nicht so schnell wie bei unserem Fallbeispiel, aber dafür vielleicht auch mit weniger Kompromissen. Je nach Einstellung und persönlicher Vorstellung von Reichtum können Sie Ihren Vermögensaufbau unterschiedlich angehen.

Warum Sie für finanziellen Erfolg auch viel mentale Stärke brauchen erfahren Sie in unserem Artikel über die grundsätzlichen Tricks reicher Menschen. Lassen Sie sich inspirieren und beginnen Sie Ihre eigene Erfolgsgeschichte!

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