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Paar hat dank ausreichender Bonität ein neues Haus finanziert

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Wiki: Bonität.

Was Sie über Bonität wissen sollten.

Bonität: Die Kreditwürdigkeit.

Der Begriff der Bonität taucht immer dann auf, wenn Unternehmen oder Konsumenten Kredite aufnehmen möchten. Für die Bewilligung eines Darlehens ist in der Regel eine Information zur Kreditwürdigkeit des potenziellen Schuldners notwendig. Dieser Artikel erläutert, was sich hinter dem Begriff Bonität verbirgt und welche Faktoren sich auf das Rating auswirken.

Bonitätsprüfung – was bedeutet das?

Das Wort „Bonität“ leitet sich vom lateinischen Terminus „bonitas“ ab, was übersetzt etwa „Vortrefflichkeit“ bedeutet. Das deutsche Pendant ist der Begriff Kreditwürdigkeit. Gemeint ist die Zahlungswilligkeit bzw. Zahlungsfähigkeit einer Privatperson („natürliche Person“), eines Unternehmens oder eines Staates bei einer gewünschten Kreditaufnahme. Die Bonitätsprüfung hinterfragt, wie es um die Zahlungsmoral und die Zahlungsfähigkeit eines potenziellen Antragstellers steht. 

Wann wird die Bonität geprüft?

Die Bonität wird immer dann geprüft, wenn Unternehmen oder Privatpersonen Verträge abschließen möchten. Bei Krediten und Mietverhältnissen spielt die Kreditwürdigkeit ebenso eine Rolle wie beim Abschluss eines Telefon-, Internet- oder Mobilfunkvertrags. Auch Leasing-Dienstleister und Handelsunternehmen verlangen eine Selbstauskunft von potenziellen neuen Partnern.

Die Bonitätsprüfung ist für einen Vertragsabschluss wichtig, damit der Kreditgeber, Dienstleister, Händler oder Vermieter eine gewisse Zahlungswahrscheinlichkeit hat. Versicherungsgesellschaften bilden hier keine Ausnahme. Je nachdem, wie Kunden in Online-Shops bezahlen möchten, kann auch hier im Rahmen des Bestellvorgangs die Prüfung der Kreditwürdigkeit obligatorisch sein. 

Warum ist die Bonitätsprüfung wichtig?

Die Prüfung der Bonität ist für Banken und andere Kunden der Auskunfteien bedeutend, da sie auf Informationen zum Risiko einer Kreditvergabe oder einer Rechnungsstellung angewiesen sind. Kreditgeber weisen in ihren AGB ausdrücklich darauf hin, dass sie die Bonität eines Kreditnehmers prüfen, bevor die gewünschten Mittel bereitgestellt werden. Die Überprüfung der Kreditwürdigkeit ist ein zentraler Pfeiler der gesamten Finanzwirtschaft. 

Welche Bonitätsauskünfte gibt es?

Ratingagenturen oder auch Auskunfteien ermitteln, wie es um die Zahlungswilligkeit und die Zahlungsfähigkeit der Kreditnehmer steht und damit um die Rückzahlungswahrscheinlichkeit. Denn: Nicht jeder Darlehensnehmer zahlt Kredit- und Tilgungsraten fristgerecht. Entsprechend geht es also um die Berechnung der Wahrscheinlichkeit einer reibungslosen Kreditrückzahlung. Jede Auskunftei nutzt im Rahmen der Berechnungen verschiedene Daten und Parameter als Hilfe. Nur wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind, ist die Kreditvergabe sichergestellt.

Unter vielen Auskunfteien ist die SCHUFA die bekannteste. Sie erstellt Ratings für Unternehmen und Privatpersonen. Weitere Dienstleister der Branche sind zum Beispiel Creditreform, der Anbieter Bürgel Wirtschaftsinformationen, Arvato Infoscore, Euler-Hermes oder der Berliner Anbieter Creditsafe, auf deren Dienste nicht nur Banken vertrauen. Unterschiede zeigen sich hinsichtlich der Zielgruppen. Einige Ratingagenturen richten sich eher an Firmenkunden.

Andere richten sich eher an Privatkunden, die beispielsweise Informationen zur wirtschaftlichen Lage eines Bauträgers abrufen möchten, bevor sie einen Auftrag vergeben und Geld investieren. Darüber hinaus existieren weitere Auskunfteien, die auf Wunsch einen Bonitätsindex erstellen. Die SCHUFA jedoch ist mit Abstand die Nr. 1 in Deutschland. Am Kreditmarkt fällt auf, dass eine Bank oft nicht allein auf die Daten eines Bonitätsermittlers vertraut, sondern mehrere Informationsquellen nutzt, bevor sie ein Darlehen vergibt. 

Bonitätsprüfung – was wird geprüft?

Um die wirtschaftliche Lage Ihrer Kunden zu bewerten, fordert der Kreditgeber zunächst Angaben und Unterlagen vom Antragsteller ein. Zusätzlich ist eine Selbstauskunft, beispielsweise zu laufenden Krediten, anzufertigen. Die Angaben hieraus werden anschließend mit den Daten einer Auskunftei, zumeist der SCHUFA, abgeglichen.

Die Auskunftei analysiert vorrangig das Zahlungsverhalten in der Zeit vor Antragsstellung durch Unternehmen und Privatpersonen. Welche Kriterien für das individuelle Rating relevant sind, hängt vom Antragsteller ab. Zunächst speichern SCHUFA & Co. Namen, Geburtsdaten sowie aktuelle und frühere Anschriften.

Familienstand, Berufssituation und gegebenenfalls Arbeitgeberdaten sind bei Privatpersonen, Selbstständigen oder Freiberuflern wichtig. Gleiches gilt für den Güterstand. Mietangaben und auch die Zahl unterhaltspflichtiger Kinder werden ebenfalls erfragt. Neben der Einkommens-, Ausgaben- und Vermögenssituation fließt auch die aktuelle Schuldenlage in die Analyse ein.

Unterschiedliche Bonitätsprüfung je nach Gläubiger.

Banken beurteilen im Vorfeld einer Kreditvergabe vor allem das regelmäßige aktuelle Einkommen sowie bestehende Zahlungsverpflichtungen. Händler wiederum achten eher auf die Zahlungsmoral ihrer Kunden. Variieren kann, je nach Höhe des Kreditwunsches, auch die Strenge der Prüfung. Banken setzen für die Vergabe von Darlehen eine möglichst gute Bonität voraus – bei Firmen wie bei natürlichen Personen.

Eine hundertprozentige Gewissheit über eine erfolgreiche Rückzahlung von Krediten gibt die Bonitätsprüfung nicht, denn sie nimmt zwangsläufig nur Bezug auf Daten aus der Vergangenheit. Die Informationen erlauben jedoch erfahrungsgemäß recht genaue Prognosen zum wahrscheinlichen Zahlungsverhalten des Schuldners.

Welche Informationsquellen nutzen die Auskunfteien?

Die Auskunftei bezieht ihre Informationen zu Kreditverträgen und Tilgungen direkt von Banken, Baufinanzierern und anderen Geldgebern. Geprüft werden außerdem Daten, die Versandhändler, Vermieter, Kreditkartengesellschaften, Leasing-Anbieter oder Online-Händler übermitteln. Hinzu kommen Angaben von Telekommunikationsunternehmern, Inkasso-Anbietern und anderen Geschäftspartnern der Rating-Ermittler. Kunden in spe müssen der Datenweitergabe zustimmen. 

Was kann für eine gute Bonität ausschlaggebend sein?

Eine gute Bonität setzt sich aus verschiedenen Aspekten zusammen. Positiv wirken sich aus:

  • Regelmäßige Einkünfte oder Umsätze
  • Pünktlich bezahlte Rechnungen
  • Rasche Reaktion auf Mahnungen
  • Möglichst keine oder geringe Schulden
  • Kein Überziehen des Girokontos

Tauchen ungerechtfertigte Negativeinträge auf, kann eine umgehende Rücksprache mit dem potenziellen Verursacher dafür sorgen, dass der negative Eintrag entfernt wird. 

Welche Bonitätsstufen gibt es?

SCHUFA & Co. setzen unterschiedliche Prüfmethoden an. Teilweise wird mit Punktesystemen gearbeitet, während andernorts Prozentskalen zum Einsatz kommen. Einheitliche Kriterien sowie verschiedene Bonitätsstufen gibt es innerhalb der Branche der Auskunfteien also nicht. Kunden müssen deshalb genau verstehen, wie der Bonitätsindex im Einzelfall ermittelt wird.

Wann ist die Bonität negativ?

Negativen Einfluss auf die Bonität hat es, wenn Schuldner einer Zahlungspflicht nicht oder wiederholt verspätet nachkommen. Insbesondere Ausfälle während der Rückzahlungsphase von Krediten, nicht beglichene Handyrechnungen oder dauerhafte Überziehungen des Dispokredits werden negativ bewertet.

Verschlechtern kann sich die Bonität auch durch mehrere Darlehensanfragen, ohne dass es zur Kreditvergabe kommt, wie Kritiker seit Jahren bemängeln. Die Wohnsituation kann ebenso die Kreditwürdigkeit beeinflussen. Wer Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, muss mit einem Negativeintrag rechnen.

Wie kann man die Bonität verbessern?

Werden Kredite bis zum Ende der Laufzeit ordnungsgemäß bedient, kommt es nach Ablauf einer dreijährigen Frist zur Eintragslöschung. Wer feststellt, dass negative Einträge scheinbar widerrechtlich länger gelistet werden, kann eine Prüfung durch die Auskunftei samt anschließender Löschung beantragen.

Ein Tipp: Umschuldungen mehrerer Darlehen auf ein einziges können sich bezahlt machen. Auch das Kündigen überflüssiger Bankkonten und Kreditkarten wirkt sich positiv auf die Bonität aus. Experten raten weiterhin, auf Ratenkäufe und unnötige Kreditanfragen zu verzichten, da diese negativ bewertet werden können.

Wie lange ist eine Bonitätsauskunft gültig?

Bonitätsauskünfte sollten aktuell sein, da der Bonitätscheck als Momentaufnahme gilt. Die Ratingagenturen aktualisieren ihre Datenbanken meist quartalsweise. Zwischenzeitliche Eintragslöschungen wirken sich positiv aus, weshalb es sich lohnt, erneut die eigene Bonität prüfen zu lassen. Bonitätsauskünfte, die älter als drei Monate sind, werden von möglichen Vertragspartnern oft nicht akzeptiert. Stattdessen sollten Unterlagen maximal vier Wochen alt sein.

Eigene Bonität prüfen: So geht’s.

Jeder kann herausfinden, wie es um die eigene Bonität bei der SCHUFA oder einer anderen Auskunftei bestellt ist. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn die Aufnahme eines Kredits oder der Abschluss eines Mietvertrags geplant ist. Hierzu kann direkt bei der entsprechenden Auskunftei ein Antrag gestellt werden. Einmal jährlich steht jedem diese Auskunft kostenlos zu. Bei der SCHUFA kann sowohl postalisch als auch online unter meineschufa.de ein Einblick in die Daten erfolgen. Im Internet stehen auch kostenlose Services zur Verfügung, die die Einträge bei diversen Ratingagenturen zur Verfügung stellen.

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