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Wiki: Darlehen.

Was Sie über Darlehen wissen sollten.

Was ist ein Darlehen?

Bei einem Darlehen stellt der Darlehensgeber dem Darlehensnehmer einen bestimmten Geldbetrag zur Verfügung. Der Darlehensnehmer verpflichtet sich laut Darlehensvertrag, die Darlehenssumme zu einem festgelegten Zeitpunkt oder innerhalb einer bestimmten Laufzeit zurückzuzahlen. Zusätzlich verpflichtet sich der Darlehensnehmer zur Zahlung von Zinsen.

Die Begriffe Darlehen und Kredit werden häufig synonym verwendet. Ein Darlehen betrifft jedoch fast immer die Überlassung von Geld. Bei einem Kredit können auch andere Gegenstände überlassen werden. Dies ist etwa bei einem Lieferantenkredit der Fall. Der Lieferant stellt seinem Kunden Ware zur Verfügung und räumt ein Zahlungsziel ein.

Welche Darlehensarten gibt es? 

Darlehen lassen sich im Hinblick auf ihren Verwendungszweck und ihre Tilgungsstruktur unterscheiden.

Darlehensarten nach Verwendungszweck. 

Viele Darlehen in Deutschland werden als Ratenkredite ohne Zweckbindung ausgezahlt. Mit diesen auch als Konsumentenkredite, Verbraucherdarlehen oder Privatkredite bezeichneten Darlehen leihen sich Privathaushalte von Darlehensgebern Geld. Solche Darlehen werden häufig allein mit der Bonität des Darlehensnehmers besichert. Das bedeutet, dass der Darlehensnehmer in diesem Fall keine besonderen Sicherheiten hinterlegt.

Anders verhält es sich bei Immobilienkrediten. Diese dienen zur Finanzierung einer Immobilie. Immobilienkredite werden in der Regel durch eine Grundschuld oder eine Hypothek abgesichert. Das bedeutet, dass neben der Bonität des Kreditnehmers bei diesen Darlehen auch die Immobilie für Zahlungsverzug des Darlehensnehmers haftet.

Darlehensarten nach Tilgungsstruktur. 

Darlehen lassen sich auch im Hinblick auf die Struktur der Tilgung unterscheiden. Relevant sind etwa Annuitätendarlehen, Tilgungsdarlehen und Ballonfinanzierungen.

Annuitätendarlehen.

Bei einem Annuitätendarlehen zahlt der Darlehensnehmer über eine bestimmte Laufzeit eine feste monatliche (bei Immobilienkrediten manchmal auch quartalsweise) Rate. Diese Rate wird auch als Annuität bezeichnet. Die Annuität besteht aus einem Zinsanteil und einem Tilgungsanteil. Da der valutierende Kreditbetrag mit jeder geleisteten Rate sinkt, sinkt im Zeitverlauf auch der Zinsanteil an der Annuität. Im selben Umfang wie der Zinsanteil sinkt, steigt der Tilgungsanteil.

Tilgungsdarlehen.

Tilgungsdarlehen werden häufiger von gewerblichen Darlehensnehmern genutzt. Das Prinzip: Für den Darlehensbetrag wird eine lineare Tilgung vereinbart. Zusätzlich zahlt der Darlehensnehmer die Zinsen auf den jeweils noch ausstehenden Kreditbetrag.

Ballonfinanzierung.

Eine Ballonfinanzierung ist eine Kombination aus einem Annuitätendarlehen mit einer erhöhten Restrate. Diese Darlehensvariante kommt besonders häufig bei Fahrzeugfinanzierungen zum Einsatz. 

Ballonfinanzierungen reduzieren die monatliche Ratenbelastung durch ein Darlehen. Die absoluten Zinskosten fallen jedoch höher aus als bei einem klassischen Annuitätendarlehen. Der Grund liegt in der längeren mittleren Ausleihdauer des gesamten Darlehens. Die endfällige Rate muss während der gesamten Laufzeit in voller Höhe verzinst werden, da hierauf keine Tilgung erbracht wird.

Darlehen beantragen: Ablauf und Voraussetzungen. 

Der Antrag auf ein Darlehen kann je nach Bank und Wahl des Darlehensnehmers unter anderem in einer Filiale, per Telefon oder online gestellt. Die Anzahl an Darlehen, die überwiegend online beantragt werden, wächst seit Jahren beständig.

Für einen Darlehensantrag sind zunächst verschiedene Angaben des Darlehensnehmers erforderlich. Dazu gehören Angaben zur Person und zu den wirtschaftlichen Verhältnissen. Im Darlehensantrag werden zum Beispiel regelmäßige Einnahmen und Ausgaben, bereits bestehende Kreditverbindlichkeiten und ähnliche Aspekte erfragt.

Anforderungen an die Bonität.

Wer ein Darlehen erhalten will, muss eine ausreichende Bonität vorweisen. Die Bonitätsprüfung im Kreditgeschäft basiert primär auf zwei Säulen. Die erste Säule ist die Selbstauskunft des Kreditnehmers über regelmäßige Einnahmen und Ausgaben. Auch die Quelle der Einnahmen ist relevant.

Viele Banken verlangen für Verbraucherdarlehen ein ungekündigtes Festanstellungsverhältnis außerhalb der Probezeit. Mit diesem Anstellungsverhältnis muss ein ausreichendes Einkommen erzielt werden. 

Eine weitere wichtige Voraussetzung ist eine einwandfreie SCHUFA-Auskunft. Nahezu jede Bank in Deutschland informiert sich im Vorfeld der Kreditvergabe bei der SCHUFA. Liegen dort Negativmerkmale vor, ist ein Darlehen fast immer ausgeschlossen. Negativmerkmale betreffen zum Beispiel in der Vergangenheit nicht zurückgezahlte Kredite.

Vom Antrag zum Darlehen: der Ablauf.

Der genaue Ablauf beim Darlehen unterscheidet sich von Bank zu Bank. Ein typischer Ablauf für online beantragte Kredite sieht so oder so ähnlich aus:

  1. Zunächst erfolgt die Eingabe personenbezogener Daten auf der Website der kreditgebenden Bank. Dort werden auch Angaben zu Einnahmen und Ausgaben gemacht.
  2. Nachdem alle Daten eingegeben wurden, prüft die Bank den Antrag auf ein Darlehen rechtlich unverbindlich vor. Dabei wird in Echtzeit auch eine SCHUFA-Abfrage gestartet.
  3. Am Ende dieser Prüfung wird dem Antragsteller ein rechtlich nicht verbindliches Ergebnis des Antrags mitgeteilt.
  4. Fällt dieses Ergebnis positiv aus, muss der Antragsteller seine Identität nachweisen und Einkommensnachweise vorlegen. Die Legitimation ist zum Beispiel über das PostIdent- oder mittels VideoIdent-Verfahren möglich. Als Einkommensnachweis können zum Beispiel die letzten zwei bis drei Lohnabrechnungen dienen.
  5. Anschließend sendet der Darlehensnehmer den Darlehensvertrag unterzeichnet an die Bank.
  6. Fiel die Bonitätsprüfung positiv aus, erfolgt nach Eingang der Unterlagen bei der Bank die Auszahlung des Darlehensbetrags zugunsten eines Kontos des Darlehensnehmers.

Selbstständige Antragsteller erhalten nicht bei allen Banken ein Darlehen. Vergibt eine Bank Darlehen auch an Freiberufler und/oder Gewerbetreibende, unterscheidet sich der Ablauf des Antrags vor allem beim Einkommensnachweis. Viele Banken verlangen dann zum Beispiel die Vorlage der letzten zwei bis drei Steuererklärungen.

Bei vielen Banken wurde der Prozess durch digitale Antragsstrecken erheblich beschleunigt. So wird bei einzelnen Instituten der Einkommensnachweis durch eine Abfrage der Umsätze des Girokontos ersetzt. Dazu muss der Darlehensnehmer der Bank allerdings den Zugriff auf das Online-Banking seines Girokontos ermöglichen. Auch ein Upload der notwendigen Dokumente (z. B. Einkommensnachweise, Mieteinnahmen) ist bei einigen Banken bereits möglich. Darüber hinaus kommen digitale Signaturen immer häufiger zum Einsatz. Diese ersetzen das Einsenden (und gegebenenfalls auch das Ausdrucken) von Kreditunterlagen. 

Darlehen ohne Eigenkapital: Geht das? 

Das Eigenkapital spielt beim Abschluss eines Immobilienkredits eine Rolle. Als sehr gut gilt ein Eigenkapitalanteil in Höhe von 40 % und mehr. Viele Banken verlangen mindestens 20 bis 30 %. Einzelne Institute bieten jedoch sogenannte Vollfinanzierungen an. Dabei werden 100 % des Kaufpreises bzw. der Baukosten finanziert.

Auch Immobiliendarlehen, mit denen zusätzlich die Erwerbsnebenkosten und gegebenenfalls sogar die Einrichtung finanziert werden, sind prinzipiell erhältlich. Es handelt sich bei diesen Angeboten jedoch um Ausnahmen und Einzelfallentscheidungen. Generell gilt: Je geringer der Eigenkapitalanteil bei einer Immobilienfinanzierung, desto höher die Kosten und desto höher die Anforderungen an die Bonität des Kreditnehmers.

Laufendes Darlehen vorzeitig zurückzahlen: Wie geht das? 

Kreditnehmer können Kredite vorzeitig kündigen und zurückzahlen. Wenn die Rückzahlung vorzeitig möglich ist, lassen sich dadurch Zinskosten sparen. 

Darlehenskündigung: Unterschiede zwischen Verbraucher- und Immobilienkredit.

Bei Verbraucherdarlehensverträgen (und damit den meisten Ratendarlehen) steht Darlehensnehmern gemäß § 500 Abs. 2 BGB jederzeit ein Kündigungsrecht zu. Ab dem Zeitpunkt der vorzeitigen Rückzahlung darf der Darlehensgeber keine Zinsen mehr verlangen. Dem Darlehensgeber steht jedoch eine Vorfälligkeitsentschädigung zu. Diese darf gemäß § 502 BGB 1,0 % des abgelösten Saldos nicht überschreiten. Beträgt die Restlaufzeit zum Zeitpunkt der Darlehenskündigung maximal zwölf Monate, ist diese Vorfälligkeitsentschädigung auf 0,5 % des Ablösesaldos begrenzt.

Bei Immobilienkrediten verhält es sich anders. Ist ein Immobilienkredit mit einer Zinsbindung ausgestattet, steht dem Darlehensnehmer eine ordentliche Kündigung gemäß § 489 BGB erst nach Ablauf von zehn Jahren zu. Dann kann das Darlehen mit einer sechsmonatigen Kündigungsfrist gekündigt und vorzeitig zurückgezahlt werden. In diesem Fall dürfen Banken keine Vorfälligkeitsentschädigung erheben.

Wird ein Immobilienkredit mit Zinsbindung vor Ablauf der Zehnjahresfrist gekündigt, steht der Bank dagegen eine Vorfälligkeitsentschädigung zu. Kündigt der Darlehensnehmer aus berechtigtem Interesse, gibt es durch den BGH festgelegte Regeln für diese Vorfälligkeitsentschädigung. Diese schreibt Banken zum Beispiel vor, vertraglich vereinbarte Möglichkeiten für Sondertilgungen zu berücksichtigen und mit einem angemessenen Zinssatz zu rechnen.

Liegt kein berechtigtes Interesse vor, können Banken die Vorfälligkeitsentschädigung nach billigem Ermessen festlegen oder es gibt vertragliche Vereinbarungen zur Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung.

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Eine gute Bonität ist oft Voraussetzung für ein Darlehen. Doch was genau ist die Bonität eigentlich und wie wird sie ermittelt? Im Wiki-Artikel finden Sie alles Wissenswertes rund um die Kreditwürdigkeit.

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