Ladestation fürs Elektroauto im eigenen Zuhause.

Was Sie bei einer Ladestation ohne Garage beachten sollten.

Das Elektroauto laden – mit einer eigenen Ladestation.

 

Aus praktischen Gründen entscheiden sich die meisten Menschen, die ein Elektroauto laden möchten, für eine eigene Ladestation – zum Beispiel für eine sogenannte Wallbox. Im Gegensatz zu einer öffentlichen Ladestation, die meist in der Form einer Ladesäule anzutreffen ist, handelt es sich bei einer Wallbox um eine kleine Wandvorrichtung.

Das bedeutet: Wer statt einer großen, abschließbaren Garage lediglich einen festen Stellplatz in der Nähe eines Stromanschlusses besitzt oder sein Auto in der Tiefgarage laden möchte, kann von den Vorteilen einer solchen Wallbox profitieren.

Dank des Wohnungseigentumsmodernisierungsgesetzes, kurz WEMoG, ist es für Wohnungseigentümer und Mieter mittlerweile um Einiges leichter geworden, die Anbringung einer Wallbox durchzusetzen. Dabei empfiehlt es sich, im Vorfeld ein paar Punkte zu beachten.

Elektroauto laden: Vorteile einer Wallbox.


Besonders praktisch ist bei einem Elektroauto das Laden über Nacht: Haben Sie Ihr Fahrzeug zu Hause nachtsüber an eine Ladestation angeschlossen, lässt es sich bereits am nächsten Tag wieder vollständig einsetzen. So verringert sich die Wartezeit bis zum Abschluss des Ladevorgangs erheblich. Hierbei bietet Ihnen die Wallbox vor allem drei Vorteile:

Unabhängigkeit.

Neben den rund 40.000 (teil-)öffentlichen Ladepunkten in Deutschland können Sie jederzeit Ihre eigene Wallbox nutzen – Sie sind also nicht ausschließlich auf öffentliche Stationen angewiesen.

Schnelligkeit.

Das Laden mit einer Wallbox ist bis zu achtmal schneller, als wenn Sie die Batterie Ihres Elektroautos über eine herkömmliche Steckdose an den Strom anschließen.

Förderung.

Je nachdem, für welchen Anbieter Sie sich bei Ihrer Wallbox entscheiden, können Sie sich verschiedene Prämien von Kommunen und Energieversorgern sichern.

Praktikabilität.

Eine Wallbox ist klein, unauffällig und lässt sich im Vergleich zu einer Ladesäule flexibel platzieren. Der ID. Charger von VW sieht darüber hinaus futuristisch aus und ermöglicht zudem das Aufwickeln des Ladekabels um die Wallbox herum.

Wie lange dauert das Laden eines Elektroautos mit einer Wallbox? 

Wie lange es braucht, bis der Ladevorgang Ihres Lithium-Ionen-Akkus, also Ihrer Fahrzeug-Batterie, vollständig abgeschlossen ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Unter anderem kommt es auf die Größe der Batterie an. Eine mittlere Batterie von 58 kWh benötigt dank einer Wallbox etwa sechs bis sieben Stunden bis zum vollständigen Abschluss des Ladevorgangs.

Besonders praktisch ist bei einem Elektroauto das Laden über Nacht: Haben Sie Ihr Fahrzeug zu Hause nachtsüber an eine Ladestation angeschlossen, lässt es sich bereits am nächsten Tag wieder vollständig einsetzen. So verringert sich die Wartezeit bis zum Abschluss des Ladevorgangs erheblich.

Wie teuer ist das Laden eines E-Autos?

Wenn Sie Ihr Auto im eigenen Zuhause aufladen, können Sie den Preis für das Laden besser nachvollziehen. Denn lassen wir Installations- und Wartungskosten außen vor, müssen Sie lediglich den Preis pro Kilowattstunde Ihres eigenen Netzbetreibers mit der Batteriekapazität Ihres Elektrofahrzeugs multiplizieren.

An öffentlichen Ladestationen wird nach unterschiedlichen Tarifen abgerechnet: Entweder nach Kilowattstunden oder nach Ladezeit pro Ladevorgang. Zusätzlich schwanken je nach Anbieter und Ladeleistung die Preise teils stark. Vorab lassen sich die Kosten fürs Laden also nur schwer kalkulieren.

Ladestation ohne Garage: Tipps.



Sie haben keine Garage oder möchten Ihr Fahrzeug in der Tiefgarage laden? Dann erhalten Sie bei uns Tipps zu Ihrer Wallbox.

Welcher Stromanschluss ist für das Elektroauto geeignet? 

Als Stromanschluss für ein Elektroauto kann zunächst eine übliche Haushaltssteckdose zum Einsatz kommen. Für das Aufladen eines elektrischen Autos benötigen Sie lediglich ein ICCB-Anschlusskabel, das Sie meist zusammen mit Ihrem Fahrzeug erhalten. Bei einem herkömmlichen Stecker nach CEE 7/4 beträgt die Ladeleistung circa 2,3 kW bei einer elektrischen Spannung von 230 Volt und einer Stromstärke von 10 Ampere. Gewöhnliche Steckdosen und die Elektroinstallation dahinter sind jedoch nicht für häufiges langes Laden unter hoher Last ausgelegt. Es besteht daher ein Überhitzungsrisiko, wodurch die Sicherung herausspringen und im schlimmsten Fall ein Kabelbrand entstehen kann. Das Laden an herkömmlichen Steckdosen empfiehlt sich also lediglich als Notfalloption.

Bis zu zehnmal schneller und deutlich sicherer als an Haushaltssteckdosen gelingt der Ladevorgang mit einer Wallbox oder an einer öffentlichen Ladesäule. Diese sind für die Dauerbelastung ausgelegt und mit einem Fehlerstrom- und einem Leitungsschutzschalter ausgestattet.

Welchen Stromanschluss braucht eine Wallbox?

Für das Laden Ihres Elektroautos ist der Stromanschluss essenziell. Um Ihr Fahrzeug über eine Wallbox, ganz gleich von welchem Anbieter, an den Strom anzuschließen, benötigen Sie üblicherweise einen Drehstromanschluss, der eine elektrische Spannung von 400 Volt aufweist. Bei einer Stromstärke von 16 Ampere beträgt Ihre Ladeleistung 11 kW. Je nach Absicherung ist sogar die doppelte Ladeleistung, also eine von 22 kW, möglich. Mit Zustimmung des Netzbetreibers lässt sich diese Ladeleistung sogar noch weiter erhöhen.

Die Wallbox vor unerlaubtem Zugriff schützen.

Die Tiefgarage, in der Sie Ihr Elektroauto laden möchten, nutzen auch andere und Ihre Wallbox ist somit für jeden zugänglich? Dann sollten Sie sicherstellen, dass nur von Ihnen ausgewählte Fahrzeuge den Strom nutzen können. Hierfür stehen Ihnen mehrere Optionen zur Verfügung.

Entweder Sie entscheiden sich für eine Wallbox mit einem Schlüssel. Bei einer solchen ist das Schloss oftmals in die Halterung des Ladekabels integriert. Oder Sie entscheiden sich für eine Wallbox mit einer RFID-Sicherung. Ein großer Vorteil der RFID-Ladestation: Die Freigabe erfolgt kontaktlos durch einfaches Vorhalten einer Karte oder eines Chips. Darüber hinaus können bei diesen „smarten“ Wallboxen auch Abrechnungen erstellt werden, die nach Nutzer getrennt sind. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn mehrere Tiefgaragennutzer sich eine Ladestation teilen.

Die Wallbox klug positionieren.

Garagenbesitzer werden nicht lange überlegen, wie sie ihr Elektroauto laden: Sie installieren ihre Ladestation in der Regel direkt in der Garage, um eine gute Ladeleistung zu erhalten. Doch was müssen Sie hinsichtlich des Standorts der Wallbox beachten, wenn Sie nicht über eine Garage oder ein Carport verfügen? 

  • Eine Ladestation, die draußen angebracht wird, muss über die entsprechende Schutzklasse verfügen – also wasserfest sein.
  • Trotz Wasserfestigkeit sollte die Wallbox vor Regen, Schnee und direktem Sonnenlicht geschützt werden. Wenn an passender Stelle keine Überdachung vorhanden ist, ist es von Vorteil, wenn Sie ein kleines Dach anbringen.
  • Platzieren Sie die Wallbox an der Seite des Stellplatzes, an dem sich die Ladebuchse des Autos befindet. So vermeiden Sie Stolperfallen durch herumliegende Stromladekabel auf Ihrem Grundstück. 

Wo ist das Laden möglich? Rechtliches.

Wenn Sie auf Ihrem eigenen Grundstück eine Ladestation installieren möchten, sind Sie rechtlich in der Regel auf der sicheren Seite. Beachten Sie jedoch, dass der Anschluss von einem Fachbetrieb ausgeführt werden muss, da die Ladestation an den Starkstrom angeschlossen wird. Eine unsachgemäße Montage in Eigenregie kann im schlimmsten Fall lebensgefährlich sein. Zudem kann die Eigenmontage zu Problemen mit der Versicherung führen.

Möchten Sie als Mieter zukünftig von herkömmlichen Haushaltssteckdosen auf eine moderne Wallbox umsteigen, um Ihr Elektroauto zu laden, ist dies dank des WEMoG inzwischen wesentlich einfacher. Der Vermieter hat mittlerweile kaum eine Möglichkeit mehr, der Anbringung einer Ladestation in der Nähe Ihres Zuhauses zu widersprechen.

Gleiches gilt, wenn Sie Teil einer Eigentümergemeinschaft sind. Auch hier haben Sie ein Recht auf die Installation einer Ladestation in der Nähe des Hauses, sofern dies möglich ist. Lediglich die Art der Ausführung wird von der Eigentümergemeinschaft beschlossen. Eventuell sind sogar weitere Bewohner der Wohnanlage an einer Wallbox interessiert – dann können Sie sich die Installationskosten teilen. In einem solchen Fall sollten Sie eine Ladestation mit RFID-Zugang einplanen, damit die Kosten des verbrauchten Stroms getrennt abgerechnet werden.

Was kostet eine Ladestation für Elektroautos?

Neben den Kosten für die Installation kommen auch für die Wallbox selbst Kosten auf Sie zu: Eine private Ladestation für Elektroautos kostet in der Regel zwischen 500 und 2.500 Euro. Eine höhere Ladeleistung führt meistens zu einem höheren Preis. Auch der Wunsch nach speziellen Funktionen hebt den Preis an. Wünschen Sie sich zum Beispiel eine Internetschnittstelle zur intelligenten Nutzung der Ladesäule oder die Anbindung an die Photovoltaikanlage? Oder besitzen Sie zwei Elektrofahrzeuge, weshalb Sie Platz für zwei Stecker fürs parallele Laden benötigen? Dann müssen Sie einen Aufpreis zahlen.

Wie bereits erwähnt, werden heimische Wallboxen teils finanziell gefördert – zum Beispiel durch Zuschüsse von Kommunen oder Energieversorgern. Bis Herbst 2021 gab es zudem einen speziellen Fördertopf der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Dieser ist jedoch inzwischen ausgeschöpft und eingestellt. Eine Förderung über die KfW ist derzeit nur noch für Betriebe und Kommunen möglich.

Ist die Ladestation erst mal in Betrieb, sollten Sie regelmäßig einen Sicherheitscheck vornehmen lassen. Der sogenannte E-Check wird zum Beispiel von Fachbetrieben des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke durchgeführt und ist abhängig von Anbieter und Gerät mit unterschiedlichen Kosten verbunden.

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