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Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 06.12.2018
  • 3 Minuten

I bims, der Neujahrsvorsatz! Und so hält man mich ein …

Alle Jahre wieder duckt sich der Schweinehund – denn zum Jahreswechsel wollen wir ihn endlich bekämpfen. So richtig. Echt jetzt. Besserungswillig grübeln wir also über unsere Vorsätze für das neue Jahr. Schließlich soll alles schöner, glücklicher und gesünder werden. Oft schlägt diese Vorfreude aber schneller in Resignation um als uns lieb ist: Denn die meisten Neujahrsvorsätze verstauben am Ende in der Schreibtischschublade. Viele Leute sind daher frustriert und lassen das mit den Vorsätzen einfach ganz sein. Wie es doch klappen kann, erfahren Sie hier.

Neujahrsvorsätze: Wunderkerze an Silvester

Die geringe Haltbarkeit des Neujahrsvorsatzes.

Die Silvesterböller zischen durch die Luft, die Liebsten werden links und rechts geküsst und der Sekt prickelt auf der Zunge. Wem kam in diesem Moment nicht schon mal der Gedanke: „Nächstes Jahr wird alles besser!“ Weniger rauchen – oder zumindest keine Menthol-Zigaretten mehr? Sich endlich mal wieder bei Großtante Ulla melden? Alkohol nur noch an den Wochenenden. Und wenn es ganz gut läuft, auch noch den Planeten schützen und weniger Plastikmüll produzieren.

Was uns in der Silvesternacht – oder bei den ganz Ambitionierten sogar schon Tage und Wochen davor – durch den Kopf schwirrt, verflüchtigt sich häufig schon vor dem Frühjahrsputz. Irgendwie sind wir alle nicht besonders konsequent, was die Umsetzung unserer Neujahrsvorsätze angeht. Viele haben die Sache daher längst aufgegeben.

Neujahrsvorsätze: Treppe zum Erfolg

Es gibt Hoffnung – Schritt für Schritt zu funktionierenden Vorsätzen.

Glücksforscher Tobias Rahm von der Technischen Universität Braunschweig kennt das Problem: „Wir wollen alle gute Menschen sein. Aber wir müssen uns selbst auch realistisch einschätzen und unsere eigenen Motive kritisch überprüfen. Sonst fällt es schwer, Vorsätze einzuhalten.“ Dabei ist es so wichtig fürs Gemüt, sich an selbst gesteckte Ziele zu halten und sie zu erfüllen. Das motiviert und spornt an. Aufgeben und Scheitern hingegen frustrieren vor allem bei Zielen zur Selbstoptimierung – schließlich wirft man da ja Ambitionen über Bord, die nur dem eigenen Besten dienen sollen.

Warum also frustriert ins Neue Jahr starten? Viel geschickter wäre es doch, wenn man sich mal etwas vornehmen würde, was auch wirklich zu schaffen ist. Tobias Rahm empfiehlt daher, sich kleine Ziele zu setzen. Die lassen sich gut erreichen und das wiederum macht glücklich. Also versuchen Sie nicht, von heute auf morgen einen Marathon laufen zu können, sondern arbeiten Sie sich Kilometer für Kilometer an Ihr Ziel heran.

Glücklichsein auf mehreren Ebenen.

Insgesamt ist es wohl am wichtigsten, Dinge zu tun, die einen selbst glücklich machen und nicht das anzustreben, was Freunde, Familie oder gar die Gesellschaft von einem zu erwarten scheinen. Das bedeutet aber auch, dass man ehrlich zu sich selbst sein muss und lernen sollte, sich realistisch einzuschätzen und zu reflektieren.

Wissenschaftlich gesprochen entscheiden drei Kriterien darüber, ob und wie glücklich wir sind: Laut der Selbstbestimmungstheorie nach Richard M. Ryan und Edward L. Deci wollen wir …

  • nicht einsam sein.
  • Kompetenzerfahrungen machen, indem wir merken, dass wir einen positiven Einfluss auf andere haben.
  • Autonomie erleben. Das heißt, wir wollen Wahlfreiheiten haben.

Der letzte Punkt lässt sich laut Tobias Rahm am besten anhand eines einfachen Beispiels veranschaulichen: „Stellen Sie sich vor, zwei Menschen gehen unabhängig voneinander in die Innenstadt und stoßen auf ein Produkt. Der eine kann sich das Produkt nicht leisten und kauft es daher nicht. Der andere kauft das Produkt auch nicht. Allerdings aus einem anderen Grund: Er erkennt, dass er es nicht braucht. Beide gehen am Ende also ohne das Produkt nach Hause. Die zweite Person wird aber deutlich glücklicher damit sein, da sie die freie Wahl hatte.“

Laut dem Psychologie-Professor Willybald Ruch gibt es außerdem bestimmte kulturell geprägte Charakterstärken wie Wissen und Gerechtigkeit. Es macht uns glücklich, wenn unsere Mitmenschen uns diese zuschreiben. Daher macht es viele Menschen auch froh, gute Taten zu vollbringen. Die Definition von Glück wird allgemein von vielen Faktoren beeinflusst – seien es kulturelle, gesellschaftliche oder persönliche.

Neujahrsvorsätze: Sektgläser

Was heißt das für unsere Neujahrsvorsätze? 

Es bedeutet, dass die entscheidenden Punkte für das eigene Wohlbefinden und damit auch das Gelingen von Neujahrsvorsätzen in der Regel sehr vielfältig sind. Der gemeinsame Nenner sind die Faktoren Gesellschaft, Selbstwertgefühl und Wahlfreiheit.

Natürlich können diese Aspekte von Mensch zu Mensch eine unterschiedlich große Rolle spielen. Aber eins ist sicher: Wenn wir an Selbstoptimierung denken, sollten wir all diese Punkte im Kopf haben – denn am Ende ist es eine gute Balance. Dementsprechend bringt es nichts, wenn wir aus einer Karrierefokussierung heraus so viel arbeiten, dass wir keine Zeit mehr für Freunde und Familie haben. Andererseits fördert es wahrscheinlich auch nicht die Glückseligkeit, wenn wir einen Job ausüben, der unsere Kompetenzen nicht fördert. Dieses Beispiel lässt sich auf fast alle Lebensbereiche übertragen. 

Happy new year auch vong Vorsätze her.

Die Absichten für das neue Jahr sollten Sie also nicht überfordern und trotzdem ein bisschen zur Selbstoptimierung anspornen. Das macht glücklich. Und beachten Sie: Eigentlich sind sie auch völlig unabhängig vom Jahresende, diese guten Vorsätze. Wenn es also zum neuen Jahr nicht geklappt hat, dann warten Sie nicht bis zum nächsten Jahreswechsel, sondern probieren Sie es doch mal mit alternativen Anlässen: Die „Geburtstags“-, „Oster“-, „Erster Tag am See“- oder „Ich habe mir ein Auto gekauft“-Vorsätze können auch ganz gelungen sein. Lesen Sie hier, warum das so ist.

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