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Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 08.11.2018
  • 2 Minuten

Geisteswissenschaften und Informatik = Neues Traumpaar?

Altes Klischee: Geisteswissenschaftler haben kein Verständnis für Technik und Informatiker können nichts mit Literatur, Philosophie und Co. anfangen. Im Zuge der sich weiter ausbreitenden Digitalisierung werden die Grenzen der Disziplinen nun aufgeweicht. Wie Sie als Geisteswissenschaftler auch in der IT-Branche Fuß fassen können, erfahren Sie hier:

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Umdenken im Silicon Valley – und in Deutschland.

Seit 2013 wirbt das amerikanische Center for Humane Technology – gegründet von ehemaligen Größen der IT-Branche – für mehr Reflexion bei der Entwicklung neuer Technologien. Die Grundannahme ist, dass moderne Technologien die Menschen negativ beeinflussen. So würden Werte wie Freundschaft neu definiert und eine Fragmentierung der Gesellschaft gefördert. Das Ziel des Center for Humane Technology ist es dementsprechend, moderne Technologien im besten Interesse der Gesellschaft anzupassen. Ganz in diesem Sinne entschied man sich 2018 an der Stanford-University – eben der Universität, die viele Vordenker des Silicon Valleys ausbildet – die Rolle der Ethik für den technologischen Wandel mit in den Lehrplan aufzunehmen.

In der IT geht es also nicht mehr nur um die Entwicklung der effizientesten Lösung. Die Verantwortlichen der Technologie-Giganten sehen sich stärker mit dem Einfluss ihrer Produkte auf die Gesellschaft konfrontiert.

Und was im Silicon Valley begann, hält nun auch Einzug in Deutschland. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) spricht in einer im April 2018 veröffentlichten Pressemitteilung von „umfassender Forschung“, um technische Entwicklungen wie künstliche Intelligenz „auch aus ethischer, sozialer und rechtlicher Perspektive verstehen zu können“. Ähnlich wie die Amerikaner empfiehlt auch das BMBF, Technologien vom Menschen her zu denken. Und genau hier kommen Geisteswissenschaftler ins Spiel.

Was genau machen Geisteswissenschaftler in der IT?

Geisteswissenschaften beschäftigen sich mit dem Menschen, seinem Denken und Handeln sowie seinen Errungenschaften. Und dazu zählen nun mal auch moderne Technologien und ihre Auswirkungen auf den Menschen. Auch wenn IT noch selten Thema in den Vorlesungssälen der Geisteswissenschaften ist, bringen Absolventen die nötige Denke für eine Position als Schnittstelle zwischen Technologie und Gesellschaft mit.

Denn an eben dieser Schnittstelle kommt es nicht so sehr darauf an, was man weiß, sondern wie man denkt. Geisteswissenschaftler sind es gewohnt, jenseits fachlicher Grenzen nach Lösungen zu suchen. Sie denken vernetzt und nehmen verschiedene Perspektiven ein. Damit haben Sie das Zeug zum IT-Projektmanager: Sie bewerten Projekte nicht nur in Hinsicht auf technische Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit, sondern auch auf mögliche Folgen für die Gesellschaft. Ist die Entwicklung ethisch vertretbar? Wird das Angebot auf Akzeptanz treffen? Wie verändert die Technologie das Leben der Nutzer?

Unternehmen übernehmen durch den Einsatz von Geisteswissenschaftlern mehr Verantwortung für das eigene Angebot, treten in Austausch mit Gesellschaft sowie Politik und entwickeln im Idealfall ein besseres Produkt. Und davon profitieren alle Beteiligten.

Wir halten fest: Informatik und Informationstechnologie können von ein paar Quereinsteigern aus den Geisteswissenschaften nur profitieren. Doch sieht das andersherum genauso aus? Ein klares „Ja“. Dafür sorgen die Digital Humanities. Aber wie?

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Was sind Digital Humanities?

Digital Humanities oder Digitale Geisteswissenschaften entwickeln mithilfe der Informatik neue Methoden, um Daten der Geisteswissenschaften – wie Literatur, Noten oder auch historische Artefakte – darzustellen und zu analysieren. So entstehen beispielsweise digitale Rekonstruktionen von archäologischen Funden oder Datenbanken mit digitalisierten Texten.

Der Vorteil: Digitale Informationen sind leichter zugänglich. Verschiedene Wissenschaftler können gleichzeitig von unterschiedlichen Orten aus auf einen Datensatz zugreifen. Außerdem können große Datenmengen maschinell ausgewertet werden. Zum Beispiel kann ein Programm die Artikel verschiedener Zeitungen über mehrere Jahre hinweg nach einem Stichwort durchsuchen, um die Berichterstattung zu einem bestimmten Thema nachzuvollziehen.

Interessiert? Den Studiengang Digital Humanities bieten Universitäten in München, Würzburg, Leipzig und Trier an. 

Geisteswissenschaften und Informatik: Eine vorteilhafte Verbindung.

Ob Sie als Geisteswissenschaftler Ihren Weg in der IT finden, oder als Informatiker ins Hoheitsgebiet der Geisteswissenschaften einziehen, eines ist klar: Beide Fachrichtungen entsprechen nicht mehr dem eingangs erwähnten Klischee. Die Grenzen verschwimmen und jede Seite profitiert von den Kompetenzen der anderen.

 

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