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Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 08.11.2018
  • 4 Minuten

Ein Dialog aus 1en und 0en? – Programmiersprachen lassen dich deinen Computer besser verstehen. 

Wer sich für einen Job im IT-Bereich interessiert, kommt nicht um Programmiersprachen herum. Sie sind das Herz einer jeden Website und ohne sie würden sich Mensch und Computer nicht verstehen. Hier erfährst du alles Wichtige über Java, HTML und Co. – und ganz nebenbei auch noch ein paar Fun Facts.

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In der Schule lernst du neben Englisch vielleicht noch Französisch oder Spanisch – doch um Computersprachen sprechen zu können, helfen weder Vokabelheft noch Textbuch und auch Hörverstehensübungen werden dich dort nicht weiterbringen.

Aber: Programmiersprachen werden in Zeiten der zunehmenden Digitalisierung immer wichtiger. Wolfgang Schmitz, Hauptgeschäftsführer vom Unternehmerverband geht gar davon aus, dass sie genauso wichtig sind wie Fremdsprachen.

Was sind die gängigsten Programmiersprachen?

Laut einem Ranking der TIOBE Ranking Community zu den beliebtesten Programmiersprachen landet „Java“ im Oktober 2018 auf Platz 1. Das war auch schon ein Jahr davor im Oktober 2017 so. Beim PYPL-Ranking ist Java im Oktober 2018 auf Platz 2 runtergerutscht – verdrängt von der Sprache Python. Auch beim Ranking von RedMonk vom August 2018 landet Java nur auf Platz 2 – dafür steht JavaScript auf der Eins.

Neben Java(Script) und Python landen auch die Sprachen C# (sprich: C sharp) und CSS in der Regel weit oben in der Rangliste. Doch was unterscheidet die einzelnen Sprachen?

Der Champion Java ist sehr weit verbreitet und ein Allrounder, also sehr flexibel einsetzbar. Diese Programmiersprache funktioniert sowohl in Windows-Systemen sowie auf Linux- oder Apple-Computern und ist auch für Android nutzbar. Mit Java lassen sich zum Beispiel Apps und Spiele programmieren.

JavaScript ist mindestens genauso bekannt wie Java – wenn nicht sogar bekannter. Auch mit JavaScript lassen sich Apps und Spiele programmieren. Der Vorteil: Diese Programmiersprache ist ganz einfach über den Browser nutzbar und sehr zeitsparend einsetzbar.

C# geht auf die Programmiersprache C++ zurück und ist dementsprechend eine Weiterentwicklung. Diese Programmiersprache funktioniert am besten auf Windowsplattformen. Ansonsten ist sie wie die schon beschriebenen Sprachen sehr vielfältig einsetzbar.

CSS ist genau wie HTML und DOM eine der hauptsächlich genutzten Programmiersprachen. Das World Wide Web Consortium zählt diese drei Sprachen zum „Lebensstandard“ und stuft sie damit als sehr wichtig ein. Deswegen werden diese Sprachen auch stetig weiterentwickelt. HTML und CSS werden zum Beispiel im Webdesign eingesetzt.

Und zu guter Letzt: Der Aufsteiger Python ist eine sehr übersichtliche und gut zu lernende Programmiersprache – und damit ein guter Einstieg für Programmieranfänger. Viele bekannte Internetplattformen und auch Spiele sind mittlerweile zum Teil mit Python gestrickt worden.

Verwirrende Vielfalt? Eine Sprache müsste doch eigentlich reichen…

Es gibt hunderte verschiedene Programmiersprachen. Sie unterscheiden sich vor allem über ihren Quellcode und werden für unterschiedliche Zwecke genutzt. Aber warum ist das überhaupt so?

Also erstmal ist der Grund für die unterschiedlichen Programmiersprachen ein ganz simpler: Es gibt verschiedene Sprachen, weil die Ansprüche an Programmiersprachen sich mit der Zeit verändert und ausgeweitet haben. Die Sprachen mussten also mitwachsen und sich ständig weiterentwickeln. Ganz am Anfang hat man sogar komplett ohne Programmiersprachen und stattdessen mit dem binären Code aus 1en und 0en gearbeitet. Irgendwann kamen über den „Assembler“ Befehle wie abgekürzte, einfache Wörter (z. B. „Mov“ für „Move“) hinzu.

Gegen Ende der 1950er Jahre entwickelten Informatiker dann die ersten komplexeren Programmiersprachen wie COBOL. Diese Sprachen machten das Programmieren einfacher und vielfältiger. Man konnte zum Beispiel mathematische Formeln eingeben, die dann automatisch berechnet wurden. COBOL wird bis heute zum Beispiel zum Programmieren von kaufmännischen Anwendungen benutzt. Und das obwohl nach ihrer Entwicklung noch hunderte weitere Programmiersprachen entstanden sind.

Also nein, eine Programmiersprache ist definitiv nicht genug. Sie würde auch gar nicht ausreichen, um die Vielzahl an Bereichen, in denen Programmiersprachen verwendet werden, abzudecken. Schließlich hat jede Sprache ihre Stärken und Schwächen.

Du würdest ja auch nicht fragen, warum es verschiedene Modelle von Kaffeemaschinen gibt. Die einen stehen auf klassischen Filterkaffee und andere wollen lieber einen Multifunktionsautomaten, der wild schäumend Café au lait ausspuckt.

Und genauso eignet sich auch jede Programmiersprache für unterschiedliche Zwecke. Die eine ist vorwiegend zum Programmieren von Computerspielen da und die andere für die Pflege einer textlastigen Website. Manchmal kommt es auch vor, dass ein Softwareentwickler eine neue Sprache entwickeln muss, um ein Problem zu lösen. Diese gezielt entwickelten Programmiersprachen heißen domänenspezifische Sprachen.

Am Ende hängt es – genau wie beim Kaffee – auch manchmal einfach von den Vorlieben des Programmierers oder seines Kunden ab, welche Sprache genutzt wird.

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Das Gespräch mit dem PC: Welche Programmiersprache solltest du lernen?

Wenn du eine von den gängigsten Sprachen draufhast, ist es deutlich einfacher, auch die anderen zu lernen. Es ist sinnvoll, erstmal mit einem der Klassiker zu beginnen: HTML, CSS oder JavaScript. Als Programmierer solltest du am besten irgendwann alle drei beherrschen.

Und wenn du dann später als Programmierer sowohl Erfahrungen mit den Sprachen und der Arbeit im für den Benutzer sichtbaren Bereich (Front-End) als auch mit dem dahinterliegenden Systembereich (Back-End) hast, ist das ein unschlagbarer Vorteil auf dem Arbeitsmarkt.

Exkurs: Skurrile Fakten rund um die Programmiersprachen.

Auf der Seite 99 Bottles of Beer bekommst du einen Eindruck, wie vielfältig die Welt der Programmiersprachen ist. Dort haben mehrere User ein Programm in 1500 Varianten abgebildet – also in 1500 Programmiersprachen umgesetzt. Eine davon nennt sich „Whitespace“ und ist besonders ausgefallen, denn im Quellcode siehst du: nichts! Diese Programmiersprache besteht einzig und allein aus Leerzeichen. Der Entwickler, der sich diese Sprache ausgedacht hat, scheint ein lustiger Typ zu sein.

Und hier bekommst du noch eine Info für dein „Unnützes Wissen“-Repertoire: Programmieren kann auch esoterisch sein! Whitespace zum Beispiel ist eine esoterische Programmiersprache. Diese Sprachen werden im Grunde nicht für die praktische Anwendung entwickelt, sondern schlicht aus Spaß an der Freude. Oder um etwas Neues auszuprobieren. Oder etwas besonders Kompliziertes. Oder Einmaliges. Daher erscheinen diese Programmiersprachen für Laien oft unsinnig. Dieses Phänomen führte auch zu dem übergeordneten Namen der Sprachen: Auch die Esoterik wird oft als wirklichkeitsfremd wahrgenommen.

Die esoterische Programmiersprache „Ook!“ zum Beispiel soll so einfach sein, dass sie selbst von Affen verstanden wird. Sie besteht nur aus drei Syntaxelementen: „Ook.“, „Ook?“ und „Ook!“.

Im Gegensatz dazu soll „Malbolge“ die schwierigste Programmiersprache von allen sein – nur etwas für sehr geduldige und geschickte Programmierer. Warum sie so kompliziert ist? Zum Beispiel, weil eingegebene Befehle, nachdem sie einmal ausgeführt wurden, einfach so durch andere ersetzt werden.

Es gibt noch viele weitere solcher esoterischen Programmiersprachen: Eine basiert auf Klingonisch, die andere ist Shakespeare-Fan und die nächste verwendet bewusst falsche Sprache wie in einem Internet-Meme. Stöber dich einfach mal durch die oben genannte Seite – dort findest du sie alle.

Auf in die Welt von Bits und Bytes!

Jetzt, wo du die wichtigen Fakten rund um Programmiersprachen kennst, kannst du ja mal ausprobieren, einen Quellcode zu schreiben. Taste dich langsam heran. Und wenn du dann angefixt bist, kannst du dich über Ausbildungsmöglichkeiten für den IT-Bereich informieren. Dann ist der Weg in die Welt von Bits und Bytes nicht mehr weit.

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