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Mann erledigt Bankgeschäfte mit DBAN noch einfacher

Wiki: DBAN.

Was Sie über die DBAN wissen sollten.

Was ist eine DBAN?

Die Abkürzung DBAN steht im Banking-Bereich für „Dynamic Bank Account Number“ und ermöglicht eine einfachere Zahlungsweise für Geldtransaktionen. Grundlegend ist eine DBAN ein eindeutiger Bezeichner, der alle notwendigen Information für eine Geldtransaktion enthält und damit als eine Art Eingabehilfe fungiert.

Auf den ersten Blick erinnert die DBAN vom Aufbau an eine E-Mail-Adresse, denn auch hier werden i.d.R. Klarnamen verwendet, um die Eingabe von Daten für den Nutzer zu erleichtern. Technisch gesehen ist eine DBAN mit einer URL im Web-Bereich vergleichbar, denn hinter der „sprechenden“ Bezeichnung verbirgt sich auch hier ein umfangreiches Zahlenwerk (in diesem Fall die IP-Adresse), das von einem Server nach der Eingabe aufgelöst wird. 

IBAN oder DBAN?

Noch vor einigen Jahren war eine Überweisung nur möglich, indem eine Kontonummer sowie Bankleitzahl in Verbindung mit dem Verwendungszweck und Zahlungsbetrag eingegeben wurde. Mit der Einführung der IBAN (International Bank Account Number) wurden Kontonummer und BLZ in einer international eindeutigen Bezeichnung zusammengefasst. Seit dem 1. Februar 2016 gilt bei SEPA-Überweisungen auch für Privatpersonen die IBAN-Pflicht. 

Allerdings empfinden viele Bankkunden die IBAN auch Jahre nach ihrer Einführung als kompliziert, bzw. können sie sich schlicht nicht merken. Hier bietet die DBAN im Banking-Bereich einen anderen, einfacheren Ansatz, um Transaktionen erstens fehlerfrei und zweitens für den Kunden besser merkbar zu machen.

Je nach Art und Verwendung der DBAN sind hier bereits entweder die IBAN und BIC Informationen oder zusätzlich forderungsbezogen auch der zu zahlende Betrag sowie Verwendungszweck enthalten. Der Bankkunde muss bei einer Überweisung nur die entsprechende DBAN statt der IBAN und/oder BIC eingeben und alle notwendigen Angaben werden im Zahlungsformular beim Online-Banking vorausgefüllt. Eine manuelle Eingabe sämtlicher Daten entfällt somit, wodurch auch Zahlendreher und Tippfehler vermieden werden können. Des Weiteren kann eine DBAN sofort auf Echtheit überprüft und muss nicht wie bei einer IBAN mittels Prüfziffer validiert werden.

Wie funktioniert eine DBAN im Banking?

Was erst einmal kompliziert klingt, funktioniert in der Praxis sehr einfach und kann den Prozess der Überweisung enorm beschleunigen. Grundsätzlich unterscheidet man bei der DBAN in zwei Varianten: die einfachen und die forderungsbezogenen DBANs. Beide Varianten sind im Vergleich zur IBAN meist nicht nur kürzer, sondern auch für den Kunden deutlich besser zu merken.

Die einfache DBAN

Eine einfache DBAN könnte z.B. so aussehen: „zahlung#vwfs.de“. In dieser DBAN sind die IBAN und die BIC des Zahlungsempfängers enthalten. Ein solche DBAN könnte auch von verschiedenen Kunden verwendet werden, da die allgemeinen Zahlungsinformationen gleichbleiben und der Zahlende seine spezifischen Daten wie Betrag und Verwendungszweck separat eingeben muss. 

Die forderungsbezogene DBAN

Um den Prozess auf der Seite der Bank noch einfacher zu gestalten, ist die forderungsbezogene DBAN empfehlenswert. Eine solche Nummer könnte wie folgt aussehen: „zahlung1234#vwfs.de“. Hier werden bspw. durch eine spezifische Rechnungsnummer neben den Kontodaten des Empfängers auch gleichzeitig der zu zahlende Betrag sowie der Verwendungszweck mitgeliefert. Zahlungseingänge können so schneller und besser erfasst werden, da alle Informationen standardisiert für den Empfänger aufbereitet und Fehler bei der Dateneingabe praktisch nicht mehr möglich sind.

Die DBAN funktioniert online und offline

Bei Überweisungen im Onlinebanking kann eine DBAN sehr hilfreich sein. Statt einer meist 22-stelligen IBAN wird eine besser lesbare Bezeichnung eingegeben und alle Formularfelder füllen sich automatisch mit den notwendigen Zahlungsinformationen. Aber auch bei Überweisungen in der Bankfiliale ist ein Einsatz der DBAN denkbar und gut möglich.

Indem bspw. der Rechnungssteller (oder Zahlungsempfänger) auf seinen Unterlagen statt den üblichen Kontodaten nun eine forderungsbezogene DBAN angibt, könnte der Kunde auch auf einem Papierträger die DBAN angeben. Die ausführende Bank löst dann bei der Überweisung die DBAN auf und hat alle für die Transaktion notwendigen Daten zur Verfügung. Auch eine Verwendung beim Mobile-Banking ist hier gut vorstellbar. So ließe sich der Zeichensatz der DBAN auch als QR-Code speichern. Beim Einscannen des grafischen Codes werden die Informationen entschlüsselt und direkt mit einer passenden Banking-App verarbeitet.

In 8 Schritten zur erfolgreichen Geldtransaktion.

  1. Der Zahlungsempfänger übermittelt seine Kontodaten, die Höhe des zu zahlenden Geldbetrags und den Verwendungszweck (oder auch Referenznummer) an den DBAN-Server. Dieser generiert daraus eine „sprechende“ Bezeichnung – die „Dynamic Bank Account Number“.
  2. Der Zahlungsempfänger erstellt seine Rechnung und gibt hier die entsprechende DBAN an, z.B. „zahlung1234#vwfs.de“.
  3. Der Zahler empfängt die Rechnung.
  4. Er gibt bei der Überweisung die DBAN in sein Bankink-Portal, seiner Banking-App oder auf einem Überweisungsträger in seiner Bank-Filiale an.
  5. Bei der Übermittlung der jeweiligen Payment-Methode überprüft der DBAN-Server den Bezeichner auf Echtheit und liefert die daran geknüpften Zahlungsinformationen zurück.
  6. Mit diesen Informationen wird nur ein Überweisungsauftrag an die Bank des Zahlers gesendet. Sonderfall: sollte die Überweisung offline (z.B. durch Ausfüllen eines Überweisungsscheins) getätigt werden, so kann das Auflösen der DBAN erst in einem nachgelagerten Schritt vom Geldinstitut selbst vorgenommen werden.
  7. Die Bank des Zahlers weist an die des Empfängers den entsprechenden Geldbetrag an.
  8. Dem Girokonto des Zahlungsempfängers wird der Betrag gutgeschrieben – die Transaktion war erfolgreich und konnte dank vermiedener Eingabefehler problemlos erfolgen.

Vorteile einer DBAN.

Eine Überweisung in Verbindung mit einer DBAN bringt einige Vorteile für den Zahlenden, den Empfänger und auch für die Bank selbst mit sich. Sowohl im B2C als auch B2B Bereich können DBANs bankenunabhängig und ohne ein geschlossenes Zahlungssystem verwendet werden, wodurch sie in Banking-Apps, Banking-Portalen als auch ERP-Systemen gleichermaßen zum Einsatz kommen können.

Für den Zahler ist eine DBAN durch die Verwendung von ganzen Worten, bzw. Begriffen deutlich besser zu erfassen sowie zu merken. Zahlungsempfänger haben zudem die Möglichkeit, ihre eigene Domain in einer DBAN zu integrieren und können damit einen deutlicheren Bezug der Zahlung zum Empfänger herzustellen. Hier noch einmal alle Vorteile im Überblick:

DBAN: Vorteile für Banken.

  • Die Zahlungen werden weiter über den Clearing-Prozess der jeweiligen Bank abgewickelt, so dass kein externer PSP (Payment Service Provider) nötig ist. 
  • Durch die Bereitstellung dieses VAS (Value Added Service) entsteht ein nachhaltiger Nutzen für die Bankkunden.
  • Durch die Integration einer bankeigenen Domain innerhalb der DBAN werden der persönliche Bezug und die Kundenbindung gesteigert.

DBAN: Vorteile für Kunden

  • Die Trefferquote bei Überweisungen wird durch eine DBAN gesteigert, was zu einem Komfortgewinn seitens des Zahlenden und einer Optimierung des Cashflows durch eine einfache Zahlungsinitiierung seitens des Zahlungsempfängers führt.
  • Wenn sich die Kontodaten ändern, bleibt die DBAN gleich, was zu einer Reduzierung des Verwaltungsaufwandes führt.
  • Von Banking-Portal bis ERP-System: eine DBAN kann flexibel in verschiedenen Überweisungssystemen verwendet werden, da sie nicht auf ein geschlossenes Zahlungssystem beschränkt ist.

Optimierter Cashflow durch DBAN.

Wo Daten manuell eingegeben werden, passieren Fehler. Bei Überweisungen bedeutet dies immer einen erhöhten Aufwand bei allen Beteiligten. Ist bspw. der Verwendungszweck fehlerhaft oder unvollständig (z.B. durch eine fehlende Auftrags- oder Kundennummer), so kann eine Zahlung möglicherweise nicht automatisch zugeordnet werden. Auch ein Zahlendreher oder falsch gesetztes Komma beim Zahlungsbetrag kann zu Problemen in der Buchhaltung führen und ist meist mit personellem Aufwand verbunden.

Durch eine DBAN wird die Fehlerquote bei Transaktionen auf ein Mindestmaß reduziert. Der eingehende Cashflow wird dadurch verbessert und die Forderungslaufzeit reduziert, bzw. optimiert. Ein weiterer Vorteil der DBANs besteht darin, dass bei einer Änderung der Bankverbindung die Debitoren oder Kunden nicht informiert werden müssen.

Einfachere und schnellere Überweisung möglich.

Während man im Schnitt 40-60 Sekunden benötigt, um ein Online-Überweisungsformular mit allen notwendigen Daten auszufüllen, kann durch die Verwendung einer DBAN dieser Prozess auf bis zu ein Drittel reduziert werden. Der Zahler hat zudem den Vorteil, dass statt einer langen IBAN ein Klarname, bzw. eine „sprechende“ Bezeichnung verwendet werden kann. Dieses Schema ist z.T. bereits von E-Mail-Adressen bekannt und daher einfacher greifbar. Der Zahlungsempfänger hat zudem die Chance, einen potentiellen Kunden besser an sich binden zu können, da unternehmenseigene Domains in einer DBAN integriert werden können.

Probleme und Risiken bei der Verwendung von DBANs

Neben allen Vorteilen, welche DBANs mit sich bringen, können auch Probleme auftreten. Speziell dann, wenn keine Internetverbindung besteht (oder diese kurzzeitig abbricht) kann eine Auflösung der DBAN möglicherweise behindert werden. Auch wenn diese Bezeichnungen meist deutlich besser zu merken und einzugeben sind als eine IBAN, so kann es auch bei einer DBAN zu Tippfehler kommen, was natürlich eine korrekte Transaktion verhindert. Eine 100 prozentige Sicherheit bietet der Zahlungsverkehr mit DBANs ebenfalls nicht. Ein Sicherheitsrisiko stellt hier die Schnittstellen von DBAN-Server und Banking-Applikation dar, denn wird hier von außen eingegriffen, könnten Zahlungsinformationen manipuliert werden.

SEPA-QR-Code – die Alternative zur DBAN.

Im Grunde verhält sich eine DBAN analog wie eine URL im Browser, denn auch hier verbirgt sich hinter dem Klarnamen eine komplexer, meist numerischer Zeichensatz, der im Prinzip nur für den Nutzer, bzw. Kunden übersetzt wird. Auf eine ähnliche Weise funktionieren auch QR-Codes, denn hier wird hinter einer grafischen Darstellung ebenso komplexerer Inhalt verborgen und wird beim Einscannen aufgelöst und übersetzt.

Die Überweisung unter Verwendung eines SEPA-QR-Codes funktioniert auf eine ähnliche Weise wie eine DBAN, denn auch hier müssen kann sich der Zahler das manuelle Eingeben der Zahlungsinformationen sparen. Ein deutlicher Nachteil zur DBAN dagegen ist die Tatsache, dass i.d.R. der SEPA-QR-Code neu generiert werden muss, sobald sich die Zahlungsinformationen (z.B. die Kontonummer des Empfängers) ändert.

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