Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 01.07.2022
  • 6 Minuten

Fahrradurlaub für Anfänger und Fortgeschrittene.

  • Mit dem Fahrrad in den Urlaub fahren hält fit, spart Geld und ermöglicht einen anderen Blick auf die Urlaubsregion.
  • Schöne Routen gibt es auch in beradelbarer Nähe.
  • Ausrüstung, Ausstattung und Ausdauer: Auf einen Fahrradurlaub sollte man sich vorbereiten.
  • Checken Sie unsere praktische Packliste für einen guten Überblick.

Fahrradurlaub: Radreisen statt Auto.

Wenn das Wetter im Sommer schöner wird und der Grillgeruch durch die Straßen zieht, dann wird das Fahrrad auch mit Blick auf die Preistafeln der Tankstellen zu einer verlockenden Alternative zum Auto. Für kleine Einkäufe im Supermarkt oder den Weg ins Fitnessstudio ist das Fahrrad im Alltag für viele Menschen schon ein willkommener Begleiter. Und auch auf dem Weg zum Job nutzen zumindest viele Kurzstreckler gerne den Drahtesel.

Aber was ist mit einem Fahrradurlaub? „Puh…“, denken Sie? Und sagen sich: „Na gut, wenn man die Anreise mit dem Auto macht oder nach dem Linienflug am Urlaubsort mal ein E-Bike für ein paar Serpentinenfahrten und Fahrradtouren leiht, dann passt das schon.“ Auch nett… allerdings nicht genau das, was wir meinen. Wir meinen eine Radreise, also einen Urlaub komplett mit dem Fahrrad – von vorne bis hinten klimaneutral sozusagen. Aber was gibt es da überhaupt für Möglichkeiten?


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Fahrradroute planen: coole Strecken für den Urlaub.

Wenn Sie ausschließlich mit dem Fahrrad unterwegs sein möchten, dann bietet sich natürlich am ehesten ein Fahrradurlaub in Deutschland, gegebenenfalls mit kleinen Abstechern nach Österreich oder in die Schweiz, an. Die Auswahl der Strecke für die Radreise hängt von Ihrem Wohn- beziehungsweise Startort sowie Ihren eigenen Vorlieben ab. Das Schöne: Sie können sich auch langsam vortasten und jeden Tag ein Stückchen der Strecke zurücklegen. Der Fahrradweg ist das Ziel.

Wie weit Ihre Tour wird und wie lange Sie täglich auf dem Rad sitzen und radeln wollen, hängt von Ihrem Fitnesszustand und Ihrem Fahrrad ab. Wenn Sie als Radfahrer ein bisschen aus der Übung sind und ein eher gemütliches Rad fahren, dann können Sie 20 bis 30 Kilometer am Tag gut und gerne schaffen. Die etwas Sportlicheren unter Ihnen schaffen sicherlich auch 50 Kilometer – bei idealen Bedingungen und mit einem guten Fahrrad sogar schnell mal bis zu 100 Kilometer täglich. Wenn Sie ein E-Bike beziehungsweise ein Pedelec oder S-Pedelec für die Radreise nutzen, geht’s natürlich noch flotter und leichter voran. Dann sollten Sie aber darauf achten, dass Sie regelmäßig den Akku Ihres Rads wieder aufladen können.

Aber was gibt es denn eigentlich für schöne Strecken für den Radurlaub? Im Norden befindet sich zum Beispiel der Nordseeküsten Radweg, der insgesamt 6000 Kilometer lang ist und sich durch sechs europäische Länder schlängelt. Allein der deutsche Teil des Fahrradwegs kommt auf mehr als 900 Kilometer – nicht nur das Weltnaturerbe Wattenmeer macht die Strecke reizvoll, sondern auch der ein oder andere Abstecher in die norddeutschen Städte am Rande des Radweges. Ein weiterer Vorteil dieser Route: Dank der flachen norddeutschen Landschaft haben Sie als Radfahrer nicht nur eine tolle weite Sicht über Land und Meer, sondern können auch bequem über die Radwege radeln, ohne von Bergen abgebremst zu werden. Aber Achtung, es könnte windig werden!

Im Osten Deutschlands lockt zum Beispiel der Elberadweg, der in der Sächsischen Schweiz startet und sich über Dresden bis nach Hamburg zieht. Hauptstadtfeeling kommt auf dem Havelradweg auf, der von der Müritz aus über Berlin in die sachsen-anhaltische Stadt Havelberg geht. Und auch der Spreeradweg führt direkt in die deutsche Hauptstadt.

Ein weiteres Bundesland mit tollen Radwegen für den Aktivurlaub ist Rheinland-Pfalz – auf der Weinstraße oder dem Moselradweg bietet sich ein kleines Weingut-Hopping an, bei dem sicher der ein oder andere exquisite Feierabenddrink die Tour abrundet. Danach ist dann aber Schieben angesagt. 😉 Kleiner Tipp: Von Rheinland-Pfalz aus können Radfahrer alternativ auch über den Lahn-Radweg bis nach Nordrhein-Westfalen fahren.

Im Süden Deutschlands locken zum Beispiel der Donau-Radweg ab Passau oder der Neckar- oder Bodensee-Radweg in Baden-Württemberg – alles Radrouten mit wunderschönem bergigem Panorama.

Sie sehen: Da ist für jeden was dabei, der seinen Urlaub ausschließlich auf dem Drahtesel verbringen möchte – ob Ihnen nun nach Aktivurlaub, Städte angucken oder Naturbeschau ist. Natürlich kann man genauso gut das Fahrrad im Zug mitnehmen oder aufs Auto schnallen, um dann in Gegenden zu fahren, die weiter entfernt sind. Für mehr Informationen zum Radurlaub mit dem Auto klicken Sie gerne einfach in unseren Artikel zu dem Thema.

Urlaub mit dem Fahrrad – das Übernachten.

Wenn Sie eine Radreise machen, haben Sie an sich die gleichen Übernachtungsmöglichkeiten wie bei Urlauben ohne Fahrrad: Zelt, Ferienwohnung, Pension, Hotel. Dennoch gibt es ein paar Unterschiede. Der erste und offensichtlichste: Sie sind permanent unterwegs. Das heißt, Sie müssen sich verschiedene Unterkünfte suchen und beim Buchen auch abschätzen, wann Sie ungefähr wo sind. Das bedarf einiger Planung. Mit dem Zelt sind Sie da zwar flexibler, aber auch da müssen Sie sich um einen Ort zum Campen kümmern. In Deutschland ist Wildcampen nämlich in der Regel untersagt oder an klare Regeln geknüpft. Zudem müssen Sie fürs Zelten deutlich mehr Gepäck mitnehmen.

Sollten Sie daher lieber in einem Hostel oder Hotel unterkommen wollen, dann kann das zur Herausforderung werden, denn nicht alle vermieten für nur eine Nacht. Zudem ist nicht sicher, ob Sie überall Platz für Fahrräder und (nasses oder dreckiges) Equipment finden. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hat daher in einem Bett+Bike-Verzeichnis eine Liste mit fahrradfreundlichen Unterkünften für Fahrradreisen zusammengestellt. Schauen Sie da doch vorher mal rein. Der Vorteil: Wenn Sie nicht zelten, sparen Sie Gepäck und in den fahrradfreundlichen Unterkünften finden Sie oft Gleichgesinnte, mit denen Sie sich ein bisschen über Ihre Erfahrungen auf Ihrer Radreise austauschen können.

Was braucht man für den Radurlaub? Die richtige Ausstattung.

Wer mit dem Fahrrad in den Urlaub fährt, der braucht neben den essenziellen Dingen, die immer mit auf eine Reise kommen, auch noch ein paar fahrradspezifische Dinge. Zum Beispiel entsprechendes Equipment, um kleine Pannen zu beheben. Zusätzlich natürlich fahrradtaugliche Klamotten. Grundsätzlich gilt dabei aber: So leicht wie möglich muss es sein. Packen Sie daher wirklich nur das Notwendigste ein und setzen Sie auf kleine Verpackungen, leichte Campingausrüstung und Funktionskleidung. Für einen besseren Überblick, was alles mit in den Fahrradurlaub muss, haben wir Ihnen unten eine kleine Packliste für den Fahrradurlaub zusammengestellt.

Wichtig: Nicht nur die Gepäckzusammenstellung muss stimmen, sondern auch die Wahl des Fahrrads. Ein Hollandrad eignet sich nicht fürs Gelände, mit einem schweren Mountainbike kann man nicht gut Strecke machen. Statten Sie sich also entsprechend der Tour und den eigenen Vorlieben mit dem richtigen Fahrrad für den Urlaub aus. Die Möglichkeiten sind da von Cityrad über Crossbike bis hin zum Rennrad sehr vielfältig.


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Packliste Fahrradurlaub – Ihr Überblick.

Fürs Fahrrad:

  • Werkzeugkasten aus dem Fahrradladen mit Multifunktionswerkzeug für unterwegs
  • Flickzeug
  • Luftpumpe
  • Ersatzschlauch
  • Pannenmilch zum Abdichten von kleinen Löchern
  • einzelne Kettenglieder ein, um eine gerissene Fahrradkette zu reparieren

 

Für die Gesundheit:

  • kleiner Verbandskasten für unterwegs
  • extra Pflaster und Verbände
  • Rettungsdecke
  • Hautdesinfektionsmittel für Schürfwunden
  • Medizin: bspw. Schmerztabletten, Wund- und Heilsalbe, kühlendes Gel gegen Insektenstiche und Sonnenbrand, Schmerzsalbe, Sportgel, Tabletten gegen Übelkeit und Magen-Darm-Beschwerden
  • Sonnencreme
  • Hilfsmittel wie Taschenmesser, Pinzette & Co

 

Für den Körper:

  • Funktionskleidung im Zwiebellook.
  • wenig Wechselklamotten: Oberteile, Fleecepullover, leichte sowie winddichte und atmungsaktive Regenjacke, Wechselunterwäsche, Funktionssocken sowie ein bis zwei bequeme Hosen (alternativ: gepolsterte Fahrradhose, die man allerdings ohne Unterhose trägt)
  • feste Schuhe
  • wasserabweisende Überzieher für die Schuhe.
  • Multifunktionstuch als Kopfbedeckung gegen die Sonne oder Kälte – lässt sich auch mit Helm kombinieren
  • gut sitzende Sonnenbrille als Schutz vor Sonne, Zugwind, Insekten und generellen Augenreizungen.

 

Für die Grundbedürfnisse:

  • schnelle Verpflegung für die Tour selbst: Wasser, Energieriegel, Obst und kleine Snacks, die nicht zu schwer im Magen liegen
  • fürs Zelten: leichtes Zelt, dünne Isomatte und Minischlafsack, leichtes Outdoorgeschirr, leichter Gaskocher
  • Fahrradtaschen, um den Rücken zu schonen
  • kleine Lenkertasche für wichtige Unterlagen
  • Handyhalterung für die Navigation
  • Flaschenhalterung am Fahrradrahmen

Lange nicht Fahrrad gefahren? Langsam rantasten!

Sie haben jetzt auf dem Schirm, welche Möglichkeiten Sie für den Radurlaub haben und was Sie einkaufen sollten. Wenn Sie mehr Informationen zum Thema brauchen und auch erfahren möchten, was Sie im Falle eines Fahrradunfalls auf der Tour tun können, dann lesen Sie unter dem folgenden Link nach, wie Sie im Radurlaub sicher unterwegs sind.

Apropos Unfall: Checken Sie im Vorfeld am besten noch mal, dass Ihr Fahrrad auch wirklich verkehrssicher ist. Und um einen Unfall zu vermeiden, sollten Sie sich außerdem nach längerer Fahrrad-Abstinenz unbedingt erst mal wieder an den Drahtesel rantasten. Denn obwohl man das Fahrradfahren ja sogar sprichwörtlich nie verlernt, so verliert man unter Umständen schon ein wenig an Sicherheit beim Fahren, wenn man lange nicht auf zwei Rädern unterwegs war.

Also radeln Sie am besten schon vorab auch ohne Gepäck mal ein paar Runden „um den Block“, um sich einzugewöhnen. Das gilt natürlich insbesondere mit neuen, Leih- oder Elektrorädern. Bei Letzteren muss man sich schließlich zusätzlich noch mit der Technik und der höheren Geschwindigkeit vertraut machen. Better safe than sorry!

Fazit.

Auch für den Urlaub das Rad statt des Autos zu bemühen, kann sich in vielerlei Hinsicht lohnen. Natürlich sind Sie etwas eingeschränkt, was die Reichweite und die Transportmöglichkeiten angeht. Dafür können Sie sich ein wenig entschleunigen – in Ruhe mit den Mitfahrern die Gegend auf Ihrer Radroute erkunden, spontan anhalten, irgendwo einkehren und neue Leute kennenlernen. Besser noch: Ganz nebenbei steigern Sie auch noch Ihre Fitness und tun der Umwelt etwas Gutes. Eine ganz klare Win-win-Situation also. Na dann mal los! Gute Fahrt und schönen Urlaub!

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