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Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 30.07.2021
  • 4 Minuten

Schützen Sie sich vor Betrug beim Gebrauchtwagenkauf.

Ein Wagen im Top-Zustand, lediglich ein Vorbesitzer und das Ganze zu einem unschlagbaren Preis – klingt nach einem super Angebot. Zumindest auf den ersten Blick. Beim Kauf eines Gebrauchtwagens von privat lohnt sich allerdings zuweilen auch ein zweiter oder dritter Blick. Denn leider werden Privatverkäufe manchmal auch zu Plattformen von falschen Versprechungen. Um sich davor zu schützen, gilt es ein paar Dinge zu beachten. Wir haben Ihnen im Folgenden Tipps und Tricks für einen sichereren Gebrauchtwagenkauf von privat zusammengestellt.

Betrug beim Gebrauchtwagenkauf: Fallstricke vermeiden

Tachomanipulation beim Gebrauchtwagen – echt jetzt?

Der aktuelle Kilometerstand ist einer der wichtigsten Einflussfaktoren für den Preis eines Gebrauchtwagens. Da potenzielle Käufer davon ausgehen, dass gebrauchte Fahrzeuge mit einer Laufleistung unter 100.000 Kilometer noch länger problemlos laufen als Autos mit einer höheren Laufleistung, sind sie eher bereit, dafür mehr zu zahlen. Das kann den ein oder anderen Verkäufer dazu verleiten, am Tachostand zu drehen. Natürlich erfordert das ein gewisses Maß an krimineller Energie und kommt nicht allzu häufig vor, aber den Tacho zu manipulieren, ist definitiv nicht so kompliziert, wie man meinen mag – zumindest bei älteren Fahrzeugmodellen. Das entsprechende Gerät dafür ist tatsächlich frei verkäuflich. Man schließt es an den Diagnose-Stecker des Fahrzeuges an und kann darüber den Kilometerstand verstellen.

Und das bedeutet nicht nur, dass ein höherer Preis für den Wagen verlangt werden kann, sondern auch, dass der neue Fahrzeughalter unwissentlich Wartungs- und Inspektionsintervalle überschreiten könnte – schließlich orientiert er sich an der falschen Laufleistung. Das kann bedeuten, dass Verschleißteile zu spät überprüft und entsprechend nicht rechtzeitig ausgetauscht werden.

Um das zu vermeiden und eine Tachomanipulation schon vor dem Kauf zu erkennen, können Sie die folgenden drei Methoden anwenden:

  1. Fahrzeug-Diagnose durchführen:
    Geräte mit einer Diagnose-Software können neben dem Tacho-Steuergerät auch andere Steuergeräte des Fahrzeugs auslesen, auf denen der Kilometerstand hinterlegt ist und damit eine Manipulation des Tachos aufdecken. Da vermutlich die Wenigsten im privaten Rahmen über das nötige Equipment verfügen, kann man eine solche Überprüfung natürlich auch in einer Werkstatt durchführen lassen.
  2. Eventuelle Ungereimtheiten hinterfragen:
    Überprüfen Sie Reparatur-Rechnungen, AU- und TÜV-Berichte sowie Eintragungen im Inspektionsheft. Der Tachostand zeigt 100.000 Kilometer und der nächste Ölwechsel ist erst bei 180.000 gefahrenen Kilometern fällig? Da stimmt etwas nicht, denn ein Ölwechsel ist in der Regel nach 30.000 gefahrenen Kilometern nötig.
  3. Im Zweifel Vorbesitzer kontaktieren:
    Den Namen des letzten Vorbesitzers eines jeden Fahrzeugs können Sie in der Zulassungsbescheinigung nachlesen. Fragen Sie den Vorbesitzer nach dem Tachostand, bei dem er das Auto verkauft hat.

Übrigens: Seit September 2017 schreibt der Gesetzgeber bei Neuwagen eine technische Sicherung gegen Tachomanipulation vor. So versucht man, dieser Art der Manipulation entgegenzuwirken.

Bei der Zahlung immer auf Nummer sicher gehen.

Sie haben ein Inserat für einen schicken Gebrauchtwagen im Internet gefunden und schreiben den Verkäufer an. Dieser teilt Ihnen mit, dass der Wagen momentan bei Verwandten im Ausland stehe und bittet Sie für den Transport um eine Anzahlung auf ein Treuhandkonto. An der Stelle sollten Sie misstrauisch werden, denn in Vorkasse zu gehen, ist generell risikoreich – vor allem, wenn man den Käufer noch nicht getroffen und die Ware noch nicht gesehen hat. Es kann dann leicht passieren, dass nach der vermeintlichen Anzahlung der „Verkäufer“ nicht mehr erreichbar ist.

Die Initiative „Sicherer Autokauf im Internet“ hat verschiedene möglichen Szenarien zu diesem Thema zusammengestellt, um potenzielle Käufer zu sensibilisieren und Handlungsmuster aufzuzeigen.

Auch wenn das ein vermutlich eher seltenes Szenario ist, so gilt generell bei Zahlung größerer Summen: Kaufen Sie möglichst nicht von jemandem, den Sie nie getroffen haben. Eine Zahlung sollte also immer nur direkt gegen Ware erfolgen.

Und apropos Bezahlung: Denken Sie auch bei der Geldübergabe daran, gewisse Vorkehrungen zu treffen. Sollten Sie das Geld zum Beispiel bar bezahlen – was bei Privat-Gebrauchtwagenkaufen durchaus verbreitet ist – dann vermeiden Sie es, weite Strecken mit dem Geld zurückzulegen oder sich an unbelebten Orten mit dem (Ver-)Käufer zu treffen. Eine praktische Möglichkeit ist zum Beispiel die Übergabe des Geldes auf dem Parkplatz einer Bank – denn erstes sind da oft auch andere Menschen unterwegs und Sie müssen zweitens das Geld nicht lange durch die Gegend tragen. Empfehlenswert ist es außerdem, eine vertraute Person als Zeugen mitzunehmen – dann haben Sie eine gewisse Absicherung, falls doch mal etwas schief geht.

Wenn Sie als Käufer das Geld überweisen, nachdem Sie den Wagen schon bekommen haben, sind Sie auf der sicheren Seite. Sollten Sie es aber schon im Vorfeld angewiesen haben und dann merken, dass Sie betrogen worden sind, setzen Sie sich schnellstmöglich mit Ihrer Bank in Verbindung, um die Überweisung im besten Fall noch rückgängig zu machen.

Übrigens: Sollten Sie das Geld über einen Onlinebezahldienst transferieren wollen, bedenken Sie, dass der Käuferschutz zuweilen nicht für den Kauf von motorisierten Fahrzeugen gilt. 


Privater Gebrauchtwagen(ver)kauf mit Vender.

Wenn Sie Ihren Gebrauchtwagen privat mit Vender kaufen oder verkaufen, können Sie alle Schritte von der Finanzierung über die Vertragserstellung bis zur Bezahlung innerhalb des Online-Tools abwickeln. Damit sind Sie auf der sicheren Seite.

Mehr zu Vender

Tastatur mit Zeichen: Achtung beim Gebrauchwagenkauf

Fahrzeugpapiere genau unter die Lupe nehmen.

Sie haben das Fahrzeug begutachtet und für gut befunden. Kfz-Brief, Fahrzeugschein, Serviceheft und HU-Bericht liegen vor. Nun stehen Fahrzeugübergabe und Bezahlung an: Im besten Fall gehen Sie gemeinsam mit dem Verkäufer zur Zulassungsstelle, um das Auto auf Ihren Namen anzumelden. Bitte was? Sie fragen sich, wozu das notwendig ist. Nun ja, es besteht immer noch das geringe Restrisiko, dass der Wagen gestohlen ist und die Papiere gefälscht sind. Das fällt dann natürlich erst beim Ummelden auf.

Falls der gemeinsame Gang zur Zulassungsstelle nicht möglich ist, können Sie im Zweifel auch die Nummer des Fahrzeugbriefs oder -scheins bei der Zulassungsstelle überprüfen lassen. In jedem Fall sollten Sie die Fahrzeugpapiere vorab selber durchchecken, um zu überprüfen, ob alle Angaben schlüssig sind.

Immer einen Schritt voraus.

Wenn Sie unsere Tipps zum Gebrauchtwagenkauf beachten, dann sind Sie gut vorbereitet und Betrügern im Zweifel immer einen Schritt voraus. Auf der Plattform der Initiative „Sicherer Autokauf im Internet“ finden Sie weitere Informationen zu aktuellen Betrugsmaschen.

Und noch ein Tipp in eigener Sache: Über unser neues Online-Tool Vender können Sie einen privaten Auto(ver)kauf in einem sicheren Rahmen digital abwickeln. Natürlich müssen sich Käufer und Verkäufer spätestens zur Fahrzeugübergabe dennoch auch mal im echten Leben treffen und das Auto gemeinsam unter die Lupe nehmen – die Formalien allerdings lassen sich einfach und sicher über Vender austauschen. Wie das genau funktioniert und ob Vender vielleicht auch was für Sie sein könnte, erfahren Sie hier.

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