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Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 07.02.2019
  • 3 Minuten

Gaunern auf der Spur: Klassiker des Betrugs beim Gebrauchtwagenkauf.

Ein Wagen im Top-Zustand, lediglich ein Vorbesitzer und das Ganze zu einem unschlagbaren Preis: Klingt zu schön, um wahr zu sein? Manchmal ist es das tatsächlich auch nicht. Hinter den schillernden Versprechungen stecken bisweilen Verkäufer, die die Grenzen von Legalität und Moral nicht ganz so ernst nehmen. Werfen Sie einen Blick auf die Maschen der Betrüger und erfahren Sie, wie Sie sich schützen können.

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Grundlagen des Gebrauchtwagenbetrugs: Tachomanipulation.

Der aktuelle Kilometerstand ist eine der wichtigsten Rahmenbedingungen für den Preis eines Gebrauchtwagens. Während Verkäufer mit gebrauchten Fahrzeugen mit einer Laufleistung unter 100.000 Kilometer gutes Geld machen können, sinkt der Preis bei Überschreiten dieser Grenze schnell. Da sind viele Verkäufer mit nicht ganz so weißer Weste versucht, am Tachostand zu drehen. Mit frei verkäuflichen Manipulationsgeräten zum Anschluss an den Diagnose-Stecker des Fahrzeuges oder der Hilfe von kriminellen „Dienstleistern“ ist das auch schnell erledigt.

Neben einem unberechtigt hohen Preis, zieht die Manipulation des Tachos auch gefährliche Folgen für den Gebrauchtwagenkäufer nach sich. Weil der Verkäufer durch das Zurücksetzen des Kilometerstands unwissentlich Wartungs- und Inspektionsintervalle überschreitet, werden Verschleißteile zu spät geprüft und entsprechend nicht rechtzeitig ausgetauscht. Die Gefahren liegen auf der Hand: Eine abgenutzte Bremsanlage oder ein gerissener Zahnriemen zum Beispiel, können schnell zu Unfällen führen.

Doch wie können Sie eine Tachomanipulation erkennen? Wir geben drei wichtige Tipps:

  1. Fahrzeug-Diagnose durchführen:
    Verfügen Sie über ein Gerät mit Diagnose-Software können Sie neben dem Tacho-Steuergerät auch andere Steuergeräte des Fahrzeugs auslesen, auf denen der Kilometerstand hinterlegt ist und damit eine Manipulation des Tachos aufdecken. Sollten Sie selber nicht über das nötige Equipment verfügen, ist eine solche Überprüfung natürlich auch in einer Werkstatt möglich.
  2. Ungereimtheiten hinterfragen:
    Überprüfen Sie Reparatur-Rechnungen, AU- und TÜV-Berichte sowie Eintragungen im Inspektionsheft. Der Tachostand steht auf 100.000 Kilometern und der nächste Ölwechsel ist erst nach 180.000 Kilometern fällig? Da stimmt etwas nicht, denn ein Ölwechsel ist in der Regel nach 30.000 gefahrenen Kilometern nötig.
  3. Vorbesitzer kontaktieren:
    Den Vorbesitzer des Fahrzeugs können Sie in der Zulassungsbescheinigung erfahren. Fragen Sie den Vorbesitzer nach dem Tachostand, mit dem er das Auto abgegeben hat.

Übrigens: Seit September 2017 schreibt der Gesetzgeber bei Neuwagen eine technische Sicherung gegen Tachomanipulation vor. Diese Wagen sind auf dem Gebrauchtwagenmarkt zwar noch rar, aber immerhin wird Tacho-Tricksern mit der neuen Regelung perspektivisch die Arbeit ganz schön erschwert.

Für Fortgeschrittene: Fallstricke bei der Zahlung.

Ein verfälschter Kilometerstand ist ärgerlich, aber es kommt durchaus zu noch dreisteren Betrugsfällen:

Ein Gebrauchtwagenkäufer hat ein Inserat für einen schicken Gebrauchtwagen gefunden. Der Verkäufer teilt ihm telefonisch mit, dass der Wagen momentan bei Verwandten im Ausland stehe. Für den Transport würde er eine Anzahlung nehmen. Das erscheint dem Käufer fair und er überweist die Anzahlung. Das Fahrzeug erhält er jedoch nie und der Verkäufer ist auch nicht mehr erreichbar.

In Vorkasse zu gehen, ist häufig risikoreich. Besonders, wenn der Verkäufer dafür ein Treuhandkonto angibt, sollten laut Initiative „Sicherer Autokauf im Internet“ bei Ihnen die Alarmglocken klingeln. Denn das sind oft sehr überzeugend gefälschte Services, bei denen Ihr Geld verschwindet.

Egal, ob Kauf im Internet oder beim Verkäufer vor Ort, beim Gebrauchtwagenkauf gilt: Zahlung nur gegen Ware.

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Betrug für Profis: Gefälschte Fahrzeugpapiere.

Sie haben das Fahrzeug begutachtet und für gut befunden. Nun stehen Fahrzeugübergabe und Bezahlung an: Kfz-Brief, Fahrzeugschein, Serviceheft und HU-Bericht liegen vor. Alles scheint in bester Ordnung zu sein. Beim Ummelden stellt sich dann heraus, dass das Auto als gestohlen gemeldet wurde und die Papiere gefälscht sind. Der Verkäufer ist mit dem Geld über alle Berge und die Polizei stellt das Fahrzeug sicher, weil an gestohlenen Gütern kein Eigentum erworben werden kann.

Die Masche an sich ist schnell erklärt: Der Betrüger stiehlt zunächst ein Fahrzeug und bricht danach in die Zulassungsstelle ein. Dort entwendet er Blanko-Zulassungspapiere, in die er die Daten des gestohlenen Wagens einträgt. So erzeugt er den Anschein „echter“ Zulassungspapiere.

Aber wie können Sie sich schützen, damit Sie am Ende eben nicht ohne Geld und ohne Fahrzeug dastehen? Ganz einfach: Gehen Sie gemeinsam mit dem Verkäufer zur Zulassungsstelle. Wenn alles geklappt hat und das Auto auf Ihren Namen angemeldet ist, können Sie die Bezahlung abwickeln.  

Den Betrügern einen Schritt voraus.

Wer einen Gebrauchtwagen kaufen möchte, sollte auf der Hut sein, um nicht auf die Masche eines Betrügers hineinzufallen. Auch, wenn das Angebot noch so verlockend ist: Suchen Sie erstmal nach möglichen Ungereimtheiten bei den Fahrzeugdaten, melden Sie den Wagen nur gemeinsam mit dem Verkäufer um und bestehen Sie auf Bezahlung nach oder bei Übergabe des Fahrzeugs. Auf der Plattform der Initiative „Sicherer Autokauf im Internet“ finden Sie außerdem Informationen zu aktuellen Betrugsmaschen.

Natürlich sind nicht alle Verkäufer schwarze Schafe, aber Sie wollen sich ja nicht unnötig die Freude an Ihrem neuen Flitzer verderben. Darum: Sicher ist sicher!

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